Wodurch Diabetes-Risiko und Insυlinhormonresistenz bei Frauen in den Wechseljahren steigt

Diabetes-Forschung 2022, Gesundheitstipps

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 26. Februar 2020, Lesezeit: 3 Minuten

Diabetes-Risiko: Eine erhöhte Fettverteilung hin zur Körpermitte (am Bauch) während der Wechseljahre (Klimakterium) erhöht nachweislich die Insulinhormonresistenz und das Diabetes-Risiko.

  • In den Wechseljahren verändert sich der weibliche Hormonhaushalt. Mit den Hormonen ändert sich zudem auch die Verteilung des Fettes im Körper: Statt Hüften und Gesäß wird nach der Menopause der Bauch als Fettspeicher bevorzugt.

Eine wissenschaftliche Studie, die auf Daten der Women’s Health Initiative (WHI) basiert, zeigt, dass eine Stoffwechselstörung das Diabetes-Risiko erhöht, selbst bei Frauen mit normalem Gewicht.

Diabetes Typ 2 und Typ 1 Ursachen Symptome Folgen und ErnährungMit zunehmendem Alter und dem Übergang in die Wechseljahre nimmt bei Frauen die Häufigkeit von Diabetes zu. Genauer gesagt sind postmenopausale Frauen, die eine Zunahme des Bauchfetts aufweisen, aufgrund der Entwicklung von Inselhormonresistenz und Glukoseintoleranz einem erhöhten Risiko für Diabetes Typ-2 ausgesetzt.

Jüngste Studien zeigen, dass selbst Frauen mit normalem Gewicht ein erhöhtes Diabetes-Risiko haben können, wenn sie an einer metabolischen Erkrankung leiden.

Die Gesundheit des Stoffwechsels basiert auf den kombinierten Werten von Blutzucker, Triglyceriden und hochdichtem Lipoprotein-Cholesterin sowie auf Blutdruck und Taillenumfang.

In der vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchung versuchten die Forscherinnen und Forscher, den Zusammenhang zwischen verschiedenen metabolischen Gewichtsklassen und dem Diabetes-Risiko bei den postmenopausalen Frauen zu bestimmen.

Sie kamen zu dem Schluss, dass metabolisch ungesunde Frauen mit normalem Gewicht sowie metabolisch gesunde Frauen mit Übergewicht ein etwa doppelt so hohes Risiko für die Entwicklung von Diabetes haben.

Damit wurde bestätigt, dass auch normalgewichtige Frauen, abhängig von ihrer metabolischen Gesundheit, ein Diabetes-Risiko haben können. Im Vergleich dazu war bei Frauen, die metabolisch ungesund und übergewichtig waren, die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, viermal so hoch.

Die vorliegende Untersuchung liefert den Wissenschaftlern zu Folge den Beweis, dass Normalgewicht, aber metabolisch ungesund, mit einem erhöhten Risiko für Diabetes verbunden ist. Es ist wichtig, Frauen über die Bedeutung der Erhaltung eines gesunden Gewichts und der Kontrolle kardiometabolischer Risikofaktoren für Diabetes und Herzerkrankungen aufzuklären, so die Autoren der Studie.

Die Ergebnisse wurden in Menopause, der Zeitschrift der North American Menopause Society (NAMS), veröffentlicht. Weitere Informationen über die Wechseljahre und gesundes Altern finden Sie unter http://www.menopause.org.

Quelle

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