Welche Wirkung haben Omega-3-Fettsäuren auf die Gesundheit?

Welche Wirkung haben Omega-3-Fettsäuren auf die Gesundheit?

Medizin News, Gesundheit und Forschung

Ein Beitrag der Medizin Doc Redaktion vom 6. November 2020

Die Forschung untersucht Omega-3-Fettsäuren, um zu verstehen, wie sie sich auf die Gesundheit auswirken. Menschen, die Fisch und andere Meeresfrüchte essen, haben ein geringeres Risiko für verschiedene chronische Krankheiten. Es ist jedoch nicht klar, ob diese gesundheitlichen Vorteile einfach durch den Verzehr dieser Lebensmittel oder durch die Omega-3-Fettsäuren in diesen Lebensmitteln entstehen.

Omega-3-Fettsäuren und kardiovaskuläre Erkrankungen

Aus zahlreichen Studien geht hervor, dass der regelmäßige Konsum von fettem Fisch und anderen Arten von Meeresfrüchten als Teil einer gesunden Ernährung dazu beiträgt, das Herz gesund zu halten und vor einigen Herzproblemen zu schützen. Wenn man beispielsweise mehr EPA und DHA aus Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nimmt, sinkt der Triglyceridspiegel.

Die American Heart Association (AHA) empfiehlt den Verzehr von ein bis zwei Portionen Meeresfrüchten pro Woche, um das Risiko für die Entstehung von bestimmten Herzerkrankungen zu verringern. Dies gilt vor allem dann, wenn man Meeresfrüchte anstelle von weniger gesunden Lebensmitteln zu sich nimmt. Die American Heart Association empfiehlt keine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren für Menschen, die kein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.

Omega-3-Fettsäuren und Krebsprävention

Verschiedene Studien deuten darauf hin, dass Menschen, die mehr Omega-3-Fettsäuren aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen, ein geringeres Risiko für Brustkrebs und möglicherweise Darmkrebs haben. Eine groß angelegte klinische Studie ergab allerdings, dass Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren weder das Gesamtrisiko für Krebs noch das Risiko für Brust-, Prostata- oder Darmkrebs senken. Weitere derzeit laufende klinische Studien werden zur Klärung der Frage beitragen, ob Omega-3-Fettsäuren das Krebsrisiko beeinflussen.

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Alzheimer-Demenz und kognitive Funktion

Einige Forschungsarbeiten zeigen, dass Menschen, die mehr Omega-3-Fettsäuren aus Lebensmitteln wie Fisch zu sich nehmen, möglicherweise ein geringeres Risiko haben, an Alzheimer, Demenz und anderen Problemen, die mit den geistigen Funktionsfähigkeiten des Menschen zusammenhängen, zu erkranken. Die Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren auf das Gehirn ist bislang nicht abschließend geklärt und muss weiter untersucht werden.

Alzheimer: Kann Lithium in Mikrodosen das Fortschreiten von Alzheimer-Demenz aufhalten?

Altersbedingte Makula-Degeneration und Omega 3

Bei älteren Menschen ist Altersbedingte Makula-Degeneration eine Hauptursache für den Verlust der Sehkraft. Studien deuten darauf hin, dass Menschen, die durch ihre Ernährung höhere Mengen an Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, ein geringeres Risiko haben, an Altersbedingte Makula-Degeneration zu erkranken. Wenn ein Mensch einmal an Altersbedingte Makula-Degeneration erkrankt ist, verhindert die Einnahme von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln jedoch nicht, dass sich die Krankheit verschlimmert und verlangsamt auch nicht den Sehkraftverlust.

Trockene Augen und Omega-3-Fettsäuren

Trockene Augen treten auf, wenn die Augen nicht genügend Feuchtigkeit beziehungsweise Tränenflüssigkeit produzieren. Dies führt zu Augenbeschwerden und Sehstörungen. Aus einigen Studien geht hervor, dass die Einnahme von mehr Omega-3-Fettsäuren aus Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln – vor allem EPA und DHA – die Symptome der Erkrankung des trockenen Auges lindern kann. Eine große, kürzlich durchgeführte Studie ergab jedoch, dass sich die Symptome von Menschen, die unter trockenen Augen leiden, und die ein Jahr lang täglich Fischölzusätze mit einer Dosierung von 2.000 mg EPA plus 1.000 mg DHA einnahmen, nicht wesentlich verbesserten im Vergleich zu Menschen, die ein Placebo bekamen.

Omega-3-Fettsäuren und Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis verursacht chronische Schmerzen, Schwellungen, Steifheit und den Funktionsverlust der Gelenke. Wie einige klinische Studien gezeigt haben, kann die Einnahme von Omega-3-Nahrungsergänzungspräparaten zur Behandlung bei rheumatoider Arthritis beitragen, wenn sie zusammen mit Standardmedikamenten für rheumatoide Arthritis und anderen Behandlungen eingenommen werden. So benötigen beispielsweise Menschen mit rheumatoider Arthritis, die Omega-3-Präparate einnehmen, möglicherweise weniger schmerzstillende Medikamente. Unklar ist allerdings, ob die Omega-3-Präparate Gelenkschmerzen, Schwellungen oder Morgensteifigkeit reduzieren.

Die Wissenschaft untersucht, ob die Einnahme von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln dazu beitragen kann, einige der Symptome von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS), Allergien bei Kindern und zystischer Fibrose zu reduzieren. Um den potenziellen Nutzen von Omega-3-Fettsäuren für diese und andere Erkrankungen vollständig zu verstehen, ist jedoch noch weitere Forschung erforderlich.

Können Omega-3-Fettsäuren schädlich sein?

Höhere Dosierungen werden manchmal zur Senkung der Triglyceride verwendet, aber jeder, der Omega-3-Fettsäuren zu diesem Zweck einnimmt, sollte unter ärztlicher Aufsicht stehen, da diese hohen Dosierungen Blutungsprobleme verursachen und möglicherweise die Immunfunktion beeinträchtigen könnten.

Etwaige Nebenwirkungen bei der Einnahme von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln in kleineren Mengen sind in der Regel gering. Zu den Nebenwirkungen, die auftreten können, gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Mundgeruch, Sodbrennen, Magenbeschwerden und/oder Schweißgeruch.

Wechselwirkungen mit Omega-3-Fettsäuren

Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren können Wechselwirkungen mit den Medikamenten haben, die man einnimmt. Beispielsweise können hohe Dosen von Omega-3-Fettsäuren Blutungsprobleme verursachen, wenn sie zusammen mit anderen gerinnungshemmenden Medikamenten eingenommen werden.

Mögliche Wechselwirkungen zwischen Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln und Arzneimitteln, die man einnimmt, müssen mit einem Arzt oder Ärztin abgeklärt werden.

Was sind Omega-3-Fettsäuren und was bewirken sie?

Omega-3-Fettsäuren kommen in Lebensmitteln wie Fisch und Leinsamen sowie in Nahrungsergänzungsmitteln wie Fischöl vor.

Die drei wichtigsten Omega-3-Fettsäuren sind Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA). ALA kommt im Wesentlichen in Pflanzenölen wie Leinsamen-, Soja- und Canolaöl vor. DHA und EPA sind in Fisch und anderen Meeresfrüchten enthalten.

ALA ist eine essentielle Fettsäure, was bedeutet, dass der Körper sie nicht herstellen kann, so dass man sie aus den Lebensmitteln und Getränken, die man konsumiert, zu sich nehmen muss. Der Körper kann zwar eine gewisse Menge ALA in EPA und anschließend in DHA umwandeln, aber nur in sehr geringen Mengen.

Deshalb ist die Versorgung mit EPA und DHA aus Nahrungsmitteln (und Nahrungsergänzungsmitteln, wenn man sie einnimmt) die einzige praktische Möglichkeit, den Gehalt dieser Omega-3-Fettsäuren im Körper zu erhöhen.

Omega-3-Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil der Membranen, die jede Zelle im Körper umschließen. Besonders hoch ist der DHA-Spiegel in der Netzhaut (Auge), im Gehirn und in den Samenzellen. Omega-3-Fettsäuren liefern auch Kalorien, um dem Körper Energie zuzuführen, und erfüllen zahlreiche Funktionen im Herz, in den Blutgefäßen, in der Lunge, im Immunsystem und im endokrinen System (dem Netzwerk der hormonproduzierenden Drüsen).

Welche Nahrungsmittel liefern Omega-3-Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren kommen in natürlicher Form in einigen Lebensmitteln vor und werden einigen mit Nährstoffen angereicherten Lebensmitteln hinzugefügt. Eine ausreichende Menge an Omega-3-Fettsäuren erhält man durch den Konsum einer Vielzahl von Lebensmitteln, unter anderem den folgenden

  • Fisch und andere Meeresfrüchte (insbesondere fette Kaltwasserfische wie Lachs, Makrele, Thunfisch, Hering und Sardinen)
  • Nüsse und Samen (wie Leinsamen, Chiasamen und Walnüsse)
  • Pflanzenöle (wie Leinsamenöl, Sojaöl und Rapsöl)
  • Angereicherte Lebensmittel.

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Welche Arten von Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln sind erhältlich?

Zu den Omega-3-Nahrungsergänzungsmitteln gehören Fischöl, Krillöl, Lebertran und Algenöl (eine vegetarische Quelle, die aus Algen gewonnen wird). Sie bieten ein breites Spektrum an unterschiedlichen Mengen und Darreichungsformen von Omega-3-Fettsäuren.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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