Studie untersucht Wirkstoff in Kardamom zur Behandlung von Brustkrebs

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Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 4. April 2022

Behandlung von Triple-negativen Brustkrebs: Cardamonin – ein natürlicher Wirkstoff, der in dem Heilkraut Kardamom und anderen Pflanzen vorkommt – könnte einer neuen Studie zufolge bei Triple-negativen Brustkrebs (TNBC) ein therapeutisches Potenzial besitzen, indem es menschliche Krebszellen behandelt. 

Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse, dass der Wirkstoff auf ein spezielles Gen abzielt, das den Krebszellen hilft, sich dem Immunsystem zu entziehen.

Bei ungefähr 10 bis 15 Prozent der Fälle von Brustkrebs handelt es sich um Triple-negativen Brustkrebs (TNBC), was bedeutet, dass sie keine Rezeptoren für Östrogen oder Progesteron haben und keine übermäßigen Mengen des Proteins HER2 bilden. 

Diese Tumore sind schwer zu behandeln, da sie nicht auf die bei anderen Brustkrebsarten angewandten Hormontherapien ansprechen. Sie neigen auch dazu, aggressiver zu sein und haben eine höhere Sterblichkeitsrate als andere Brustkrebsarten.

Laut Dr. Patricia Mendonca, Assistant Professor an der Florida A&M University in Tallahassee, ist es eine besondere Herausforderung, eine wirksame und gleichzeitig sichere zielgerichtete Therapie für Triple-negativen Brustkrebs (TNBC) zu entwickeln. 

Aus diesem Grund sei es dringend erforderlich, Heilpflanzen als neue Möglichkeit zur Bekämpfung dieses Krebses zu erforschen.

Dass der Wirkstoff Cardamonin, der beispielsweise in Kardamom vorkommt, seit Jahrhunderten als Gewürz und seit kurzem auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet wird, zeigt, dass seine Einnahme sicher ist und gesundheitliche Vorteile bringen kann, erklärt Mendonca. 

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass Cardamonin das Potenzial hat, die Krebstherapie zu verbessern, ohne dabei so zahlreiche Nebenwirkungen zu verursachen wie herkömmliche Chemotherapeutika.

Die Wissenschaftler an der Florida A&M University untersuchten in der neuen Studie, wie Cardamonin die Expression des Gens für den programmierten Zelltod Ligand 1 (PD-L1) beeinflusst, das in Tumorzellen vorkommt. 

PD-L1 wird beim Fortschreiten von Brustkrebs übermäßig stark exprimiert und spielt eine entscheidende Rolle dabei, dass Brustkrebszellen dem körpereigenen Immunsystem entgehen.

Den Forschern dienten zwei genetisch unterschiedliche triple-negative Brustkrebszelllinien – eine von Frauen afroamerikanischer Abstammung und die andere von Frauen europäischer Herkunft (Kaukasier). 

Es zeigte sich, dass die Behandlung mit Cardamonin bei beiden Zelllinien eine dosisabhängige Abnahme der Lebensfähigkeit der Zellen bewirkte.

Sie verringerte auch die PD-L1-Expression in der Zelllinie der Kaukasier, nicht aber in der Zelllinie der Afroamerikaner, was darauf hindeutet, dass Zellen verschiedener Bevölkerungsgruppen aufgrund genetischer Unterschiede zwischen den Gruppen unterschiedlich auf die Behandlung mit Cardamonin – einem pflanzlichen Wirkstoff, der beispielsweise in Kardamom vorkommt – reagieren könnten.

Nach Aussage von Dr. Patricia Mendonca von der Florida A&M University ist dies die erste Studie, die die hemmende Wirkung von Cardamonin auf die Expression von PD-L1 beschreibt, was für die Behandlung von Triple-negativen Brustkrebs (TNBC) von Bedeutung ist.

Diese Forschungsergebnisse unterstützen andere Untersuchungen, die Unterschiede in der Tumormikroumgebung zwischen Afroamerikanern und Nicht-Afrikanern aufgezeigt haben.

Die neuen Forschungsergebnisse werden auf der Jahrestagung der American Society for Investigative Pathology im Rahmen der Tagung Experimental Biology (EB) 2022 vorgestellt, die vom 2. bis 5. April in Philadelphia stattfindet.

Quellen: Experimental Biology (EB) / Florida A&M University / Effects of Cardamonin on PD-1/PD-L1 Checkpoint in Triple-Negative Breast Cancer

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