Studie: Cluster-Kopfschmerzen und ihre Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit

Clusterkopfschmerzen und ihre Folgen: Clusterkopfschmerzen sind kurze, aber extrem schmerzhafte Kopfschmerzen, die mehrere Tage oder unter Umständen sogar mehrere Wochen hintereinander auftreten können. Wie eine Studie nun herausgefunden hat, versäumen Menschen, die diese lähmende Form von Kopfschmerzen haben, möglicherweise doppelt so viele Arbeitstage wie Menschen ohne diese Kopfschmerzen.

Clusterkopfschmerzen können zwischen fünfzehn Minuten und drei Stunden anhalten und treten in der Regel über oder um das Auge herum auf. Bei Männern treten sie wesentlich häufiger auf als bei Frauen. In Deutschland sind es rund 120.000 Menschen, die von der Krankheit betroffenen sind.

Die Untersuchung hat laut der Studienautorin Dr. Christina Sjöstrand vom Karolinska Institutet in Stockholm, Schweden, gezeigt, dass Clusterkopfschmerzen die Arbeitsfähigkeit der betroffenen Menschen sehr stark beeinträchtigen. Es ist mehr Forschung darüber erforderlich, wie diese Form von Kopfschmerzen am besten behandelt und bewältigt werden kann, um die Zahl der Schmerztage zu verringern, so die Wissenschaftlerin.

Für die Studie haben die Wissenschaftler Daten aus zwei schwedischen nationalen Registern ausgewertet, um passende Studienteilnehmer zu identifizieren. Sie schlossen alle Personen im erwerbsfähigen Alter ein, die zwischen 2001 und 2010 wegen Clusterkopfschmerzen in einem Krankenhaus oder von einem Spezialisten behandelt worden waren – insgesamt 3.240 Personen. Außerdem wurden 16.200 Personen aus der Allgemeinbevölkerung einbezogen, die keine Clusterkopfschmerzen hatten, die nach Alter, Geschlecht, Bildung und Wohnort zugeordnet wurden.

Eine Stärke der Studie ist nach Meinung von Sjöstrand, dass alle Menschen einbezogen wurden, unabhängig davon, ob sie arbeiteten, arbeitslos waren oder sich im Elternurlaub befanden, so dass die Ergebnisse der Untersuchung die gesamte Bevölkerung und nicht nur die gesünderen Menschen besser widerspiegeln.

Für die Analyse verwendeten die Wissenschaftler ein Datenverzeichnis, um die Zahl der Kranken- und Arbeitsunfähigkeitstage zu ermitteln, die jeder Studienteilnehmer im Jahr 2010 genommen hatte. Die durchschnittliche Anzahl der Krankheitstage von Menschen mit Clusterkopfschmerzen betrug 16 Tage, während die durchschnittliche Anzahl von Menschen ohne Cluster-Kopfschmerzen dagegen nur knapp sieben Tage betrug.

Frauen mit Clusterkopfschmerzen hatten doppelt so viele Krankheitstage wie Männer, im Durchschnitt 24 Tage gegenüber 12 Tagen bei den Männern.

“Es wird zwar angenommen, dass Männer und Frauen Clusterkopfschmerzen meist auf ähnliche Weise erleben, aber es kann sein, dass wir noch kein vollständiges Bild der geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Krankheit haben”, so Sjöstrand. Die Gründe für diese Geschlechtsunterschiede sind unklar und weitere Studien sind notwendig, so die Wissenschaftlerin.

Die Studie wurde vom Schwedischen Forschungsrat für Gesundheit, Arbeitsleben und Wohlfahrt unterstützt in der medizinischen Zeitschrift der American Academy of Neurology online veröffentlicht.

Erfahren Sie mehr über Kopfschmerzen auf BrainandLife.org, der englischsprachigen Homepage des Magazins der American Academy of Neurology, das sich auf die Schnittmenge von neurologischen Erkrankungen und Gehirngesundheit konzentriert.

Die American Academy of Neurology ist weltweit die größte Vereinigung von Neurologen und Neurowissenschaftlern. Die Organisation setzt sich für die Förderung einer patientenorientierten neurologischen Versorgung ein. Neurologen sind Mediziner mit spezieller Ausbildung in der Diagnose, Behandlung und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems wie Alzheimer-Demenz, Schlaganfall, Migräne, Multiple Sklerose, Gehirnerschütterung, Parkinson und Epilepsie.

(Quelle: American Academy of Neurology/Journal Neurology/Karolinska Institutet)

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