Beta-Carophyllen: Chemische Verbindung in ätherischen Ölen verbessert die Wundheilung

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 26. März 2025, Lesezeit: 4 Minuten

Beta-Caryophyllen: Wissenschaftler der Indiana University haben entdeckt, dass eine chemische Verbindung, die in ätherischen Ölen enthalten ist, den Heilungsprozess bei Mäusen verbessert, wenn sie auf eine Hautwunde aufgetragen wird.

  • Die Entdeckung könnte zu verbesserten Behandlungen von Hautverletzungen beim Menschen führen.

Die Wissenschaftler der IU berichteten außerdem, dass Hautgewebe, das mit der chemischen Verbindung Beta-Caryophyllen behandelt wurde – die in Lavendel, Rosmarin und Ylang-Ylang sowie in verschiedenen Kräutern und Gewürzen wie schwarzem Pfeffer vorkommt – ein verstärktes Zellwachstum und eine für die Wundheilung wichtige Zellmigration aufwies.

Sie beobachteten zudem eine erhöhte Genexpression von Haarfollikel-Stammzellen im behandelten Gewebe. Die Wissenschaftler fanden keine Beteiligung des Geruchssystems an der Wundheilung.

„Das ist der erste Befund auf der Ebene der chemischen Verbindungen, der neben Veränderungen der Genexpression in der Haut auch eine verbesserte Wundheilung zeigt“, erklärt Sachiko Koyama, Autorin der Arbeit, die zum Zeitpunkt der Forschung als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der IU School of Medicine tätig war.

Die Forscherinnen und Forscher sind der Ansicht, dass die Art und Weise, wie die Genexpression verändert wurde, nicht nur eine verbesserte Wundheilung erwarten lässt, sondern auch die Möglichkeit einer geringeren Narbenbildung und einer vollständigeren Genesung.

Ätherische Öle sind natürliche, konzentrierte Öle, die aus Pflanzen gewonnen werden. Ihre Verwendung durch den Menschen geht auf das alte Ägypten zurück. In den USA haben die Öle in den letzten Jahren einen Wiederaufschwung erlebt und werden von vielen Menschen zur Aromatherapie verwendet.

Koyama, deren ursprüngliches Forschungsgebiet die Pheromone sind, hatte sich zunächst nicht für ätherische Öle interessierte. Das Projekt begann, als sie mehrere Studenten kennenlernte, die den Wundheilungsprozess bei Mäusen erforschten.

Da Koyama zuvor in der Abteilung für Psychologie und Gehirnwissenschaften des IU College of Arts and Sciences gearbeitet hatte, wo Wissenschaftler mit Cannabinoidrezeptoren arbeiten, wusste sie, dass Beta-Caryophyllen nicht nur die Geruchsrezeptoren, sondern auch den Cannabinoidrezeptor 2 (CB2) aktiviert, der eine entzündungshemmende Wirkung hat.

Der Wundheilungsprozess besteht aus mehreren Phasen, angefangen von der Entzündungsphase, gefolgt von der Phase der Zellproliferation und dem Stadium des Umbaus. Die Wissenschaftler gingen davon aus, dass die Wundheilung vielleicht beschleunigt wird, wenn die Entzündung unterdrückt wird, wodurch ein früherer Wechsel vom Entzündungsstadium zum nächsten Stadium angeregt wird.

Das beschleunigte den Wundheilungsprozess, aber die daraus resultierende Veränderung der Genexpression deutet darauf hin, dass die verbesserte Heilung nicht nur durch die Aktivierung des CB2-Rezeptors erreicht wird.

„Es ist möglicherweise komplexer. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass neben CB2 noch andere Mechanismen beteiligt sind. Ich hoffe, dass ich die Wirkungsmechanismen in naher Zukunft aufklären kann“, so Sachiko Koyama.

  • Obwohl die Ergebnisse der Studie vielversprechend sind, ist es nicht empfehlenswert, dass Menschen ihre Verletzungen mit irgendwelchen ätherischen Ölen behandeln, da ihre Forschung sich auf eine sehr spezifische chemische Verbindung mit einer bestimmten Reinheit bezieht, die in einer bestimmten Konzentration verdünnt ist.
  • Es ist weitere Forschung notwendig, um herauszufinden, wie Beta-Caryophyllen verwendet werden könnte, um neue Behandlungen für Hautwunden beim Menschen zu entwickeln.

Die Forscher hoffen, die Mechanismen, die den Heilungsprozess beschleunigen, besser zu verstehen und eine Kombination von chemischen Verbindungen zu finden, die zusammen verwendet werden könnten, um die Wirkstoffabgabe und die chemische Stabilität zu beschleunigen, was wichtig ist, um allergische Reaktionen, die durch die Oxidation der chemischen Verbindungen verursacht werden, zu vermeiden oder zu unterdrücken.

  • Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Plos One veröffentlicht. Weitere IU-Autoren sind Anna Purk, Anthony Mescher, Helena A. Soini, Milos V. Novotny, Keith Davis, C. Cheng Kao und Hiroaki Matsunami von der Duke University.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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