Blutdruck-Werte senken: Was tun bei Bluthochdruck (Hypertonie)?

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Blutdruck-Werte senken: Was tun bei Bluthochdruck (Hypertonie)?

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 2. November 2021

Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, betrifft allein in Deutschland rund 30 Millionen Menschen. Mit der Zeit kann er das Herz, die Blutgefäße, die Nieren und andere Teile des Körpers schädigen.

Zu den möglichen Folgeerkrankungen gehören Herzinfarkte, Herzversagen, Schlaganfälle und chronische Nierenerkrankungen.

Bluthochdruck lässt sich durch eine Änderung des Lebensstils in den Griff bekommen, beispielsweise durch eine gesunde Ernährung, körperliche Betätigung, ein gesundes Gewicht, die Einschränkung des Alkoholkonsums und die Vermeidung und Bewältigung von Stress.

Wenn Änderungen des Lebensstils allein nicht ausreichen, um den Blutdruck zu senken, können Medikamente zur Behandlung der Krankheit eingesetzt werden.

Einige alternative Behandlungsmethoden erweisen sich als vielversprechende Elemente eines Programms zur Änderung der Lebensweise, um den Blutdruck beziehungsweise die Blutdruck-Werte zu senken.

Blutdruck-Werte natürlich senken: Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass einige alternative Gesundheitsmethoden wie Meditation, Tai Chi, Qi Gong und Yoga bei Menschen mit Bluthochdruck eine gewisse positive Wirkung auf den Blutdruck haben können. Es ist allerdings ungewiss, ob Entspannungstechniken hilfreich sind.

Im Jahr 2013 schlug die American Heart Association vor, dass Biofeedback und Transzendentale Meditation, wenn sie zusätzlich zu herkömmlichen Medikamenten eingesetzt werden, Menschen helfen können, ihren Blutdruck zu senken.

Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass bestimmte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel, darunter Kakao, Knoblauch, Fischöl (Omega-3-Fettsäuren), Leinsamen, grüner Tee oder schwarzer Tee, Probiotika und das Heilkraut Roselle (Hibiscus sabdariffa), zur Senkung des Blutdrucks bei Menschen mit Bluthochdruck beitragen können.

Die Beweislage, dass diese Mittel den Blutdruck senken können, ist jedoch begrenzt, und die Auswirkungen der betreffenden Mittel auf den Blutdruck sind gering.

Für kein Nahrungsergänzungsmittel wurde nachgewiesen, dass es eine vergleichbare Wirkung hat wie die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzten Arzneimittel.

Für Menschen mit Bluthochdruck ist es wichtig, dass sie den von ihrem Arzt beziehungsweise ihrer Ärztin verordneten Behandlungsplan einhalten.

Die Einhaltung des Behandlungsplans ist wichtig, weil dadurch schwerwiegende Komplikationen des Bluthochdrucks verhindert oder verzögert werden können.

Es empfiehlt sich, die verordnete Behandlung nicht durch ein unerprobtes Produkt oder Verfahren zu ersetzen. Bevor man eine alternative oder integrative Methode zur Behandlung des Bluthochdrucks in Erwägung zieht, sollte man mit dem Arzt beziehungsweise der Ärztin darüber sprechen.

Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Einige Präparate, wie zum Beispiel die Kräuter Bitterorange, Ephedra, Ginseng und Süßholzwurzel, können den Blutdruck erhöhen, und einige Präparate können gefährliche Wechselwirkungen mit Arzneimitteln haben, auch mit solchen, die zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden.

Alternative Behandlungsmethoden wie Tai Chi und Yoga sind im Allgemeinen für gesunde Menschen unbedenklich, wenn sie von einem qualifizierten Therapeuten durchgeführt oder von einem gut ausgebildeten Lehrer unterrichtet werden.

Einige Methoden sind jedoch für Menschen mit gesundheitlichen Problemen möglicherweise nicht geeignet. So müssen Menschen mit hohem Blutdruck möglicherweise einige Yogastellungen modifizieren oder vermeiden.

Menschen mit Bluthochdruck sollten mit ihrem Arzt beziehungsweise ihrer Ärztin und ihrem Yogalehrer beziehungsweise ihrer Yogalehrerin sprechen, wenn sie einen alternativen Behandlungsansatz in Erwägung ziehen.

Quelle: Medizindoc mit Material von NIH / NHS/ NCCIH

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