Chronisches Erschöpfungssyndrom – Ursachen, Symptome, Behandlung und Therapie

Krankheiten und Krankheitsbilder

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 8. November 2020, Lesezeit: 3 Minuten


Das chronische Erschöpfungssyndrom auch chronisches Müdigkeitssyndrom genannt, kann durch komplexe Ursachen verursacht werden. Hauptsächliches Symptom ist eine starke körperliche und geistige Erschöpfung. Das chronische Erschöpfungssyndrom ist eine Erkrankung, die mehrere Jahre andauern kann und für die bislang keine Ursachen bekannt sind.

Es gibt verschiedene Auslöser und Ursachen für ein chronisches Erschöpfungssyndrom, darunter: zu schnelles Lebenstempo, Stress, ständiger Druck, zu wenig Schlaf und keine Ruhe, zu viel Verantwortung, ungesunde Ernährung und/oder zu hoch gesteckte Ziele.

Der unklare Ursprung des chronischen Erschöpfungssyndroms kann auch auf eine Virusinfektion zurückzuführen sein. Bei anhaltender Müdigkeit oder Schläfrigkeit, sollten daher die folgenden Infektionen und Erkrankungen als mögliche Ursachen für das chronische Müdigkeitssyndrom in Betracht gezogen werden:

  • Viruserkrankungen und Infektionen, insbesondere Hepatitis C,
  • chronische Lungen-, Herz- und Magen-Darm-Erkrankungen,
  • chronische bakterielle Erkrankungen wie zum Beispiel Borreliose, Sarkoidose und Tuberkulose.

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Das chronische Erschöpfungssyndrom beziehungsweise das chronische Müdigkeitssyndrom sollte von Schlaflosigkeit und Depression unterschieden werden. Erschöpfung bei Menschen mit Stimmungsstörungen hat ein etwas anderes Ausmaß. Menschen mit Depressionen sind in der Regel zu selbstkritisch, haben Selbstmordgedanken und einen reduzierten Appetit. Diese Symptome treten bei Menschen mit einem chronischen Erschöpfungssyndrom seltener auf.

Symptome bei chronischen Erschöpfungssyndrom

Häufige Symptome bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom sind:

  • Schläfrigkeit, ständige Müdigkeit, die länger als 6 Monaten,
  • Halsschmerzen, schmerzhafte und vergrößerte Lymphknoten,
  • Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen,
  • neuropsychologische Störungen, innere Unruhe und nervöse Anspannung,
  • emotionaler Burnout und mangelndes Einfühlungsvermögen,
  • Energiemangel, Dysphorie, Reizung, Reizbarkeit, Wut,
  • Gedächtnislücken, Konzentrationsprobleme,
  • Apathie, Abnahme der Libido und sogar mangelndes Interesse an Sex.

Die Erkrankung tritt meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf. Frauen sind von dieser Krankheit häufiger betroffen.

Behandlung von chronischer Müdigkeit bzw. Erschöpfung

Aufgrund der nicht näher bezeichneten Ursachen des chronischen Erschöpfungssyndroms gibt es bislang keine anerkannte Therapie für diese Erkrankung mit einer klinisch belegten Wirksamkeit.

Abhängig von der Diagnose des Arztes können den Patienten Medikamente, Änderung der Ernährungsgewohnheiten, Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Entspannungstherapie, Krankengymnastik, Sporttherapie und/oder Kreativ- und Musiktherapie empfohlen werden. Behandlungsdauer: Solche Therapien können Wochen bis zu mehreren Monaten dauern.

Menschen, die über einen langen Zeitraum über Müdigkeit geklagt haben und andere Symptome des chronischen Müdigkeitssyndroms haben, sollten einen spezialisierten Facharzt um Hilfe bitten.

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