Neue Studie zeigt, dass Gesellschaftsspiele Stress und Ängste reduzieren

Gesundheitsnews, Medizin und Forschung, Psychische Gesundheit

Dirk de Pol, aktualisiert am 6. Dezember 2022, Lesezeit: 3 Minuten

In Zusammenarbeit mit der Bodhana Group führte die Harrisburg University of Science and Technology eine Studie durch, um zu untersuchen, ob eine bewusst eingeführte kognitive Verhaltenstherapie, die durch Gesellschaftsspiel-Rollenspiele vermittelt wird, sich positiv auf die sozialen Fähigkeiten auswirken, Angstsymptome und -verhaltensweisen verringern und das psychische Wohlbefinden der Teilnehmer verbessern könnte.

Was ist der Ansatz der Studie?

Die Daten, die über einen Zeitraum von 10 Monaten in fünf verschiedenen Spielgruppen gesammelt wurden, deuten darauf hin, dass Gesellschaftsspiele sowohl als zwanglose Form der Unterhaltung als auch in modifizierter Form für die kognitive Verhaltenstherapie allgemeine Ängste und soziale Ängste abbauen und die sozialen Fähigkeiten verbessern können.

Die Studie mit dem Titel „Erforschung der Wirksamkeit von kognitiver Verhaltenstherapie und Rollenspielen als Intervention für Erwachsene mit sozialen Ängsten“ erscheint in der Zeitschrift Social Work with Groups. Die Koautoren sind Matthew Varrette und Jack Berkenstock von der Bodhana-Gruppe sowie Adams Greenwood-Ericksen, Anthony Ortega, Faith Michaels, Veronica Pietrobon und Marc Schodorf von der Universität Harrisburg.

Der therapeutische Nutzen von Gesellschaftsspiel-Rollenspielen für die sozialen Fähigkeiten und das psychische Wohlbefinden wurde bereits erforscht, die verfügbaren Daten sind jedoch qualitativ und anekdotisch, ohne unterstützende quantitative Daten oder Untersuchungen zur psychischen Gesundheit.

Da es sich um eine explorative Studie handelte, lag der Schwerpunkt auf einer kleinen Anzahl von Teilnehmern (25) aus fünf verschiedenen Rollenspielgruppen (drei therapeutische und zwei nicht-therapeutische), die sich 12 Wochen lang einmal pro Woche trafen.

Was sind die Ergebnisse der Studie?

Alle Gruppen zeigten eine durchschnittliche Abnahme der Angst und auch verbesserte soziale Kompetenzwerte. Die Studienteilnehmer waren mit der Gruppenerfahrung insgesamt sehr zufrieden, was darauf hindeutet, dass einige ihre Bedürfnisse erfüllt wurden.

Nächste Schritte

Weitere Untersuchungen sind erforderlich, und die Bodhana-Gruppe hofft, diese Forschung mit zusätzlichen Teilnehmern über einen ähnlichen oder längeren Zeitraum fortsetzen zu können. Darüber hinaus besteht die Hoffnung, dass diese Forschung andere Einrichtungen dazu anregt, ähnlich Forschungsmethoden anzuwenden, um den Pool an qualitativen und quantitativen Daten zu erweitern.

Quelle

Matthew Varrette et al, Exploring the efficacy of cognitive behavioral therapy and role-playing games as an intervention for adults with social anxiety, Social Work with Groups (2022).

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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