Flinders University: Kombination aus Schlaflosigkeit und Schlafapnoe könnte tödlich sein

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 18. Dezember 2021

Schlaflosigkeit und obstruktive Schlafapnoe: Wie gefährlich sind Atemaussetzer in der Nacht? Kann Schlafapnoe zum Tod führen?

Wissenschaftler an der Flinders University in Australien haben herausgefunden, dass Menschen, die sowohl an Schlaflosigkeit als auch an obstruktiver Schlafapnoe leiden, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Herzproblemen leiden.

Die Wahrscheinlichkeit, daran zu sterben, ist um fast 50 Prozent höher als bei Menschen, die an keiner der beiden Schlafstörungen leiden.

Die Forscher der Flinders University raten daher, Menschen, die auf eine der beiden Schlafkrankheiten getestet werden, sich zusätzlich auch auf die jeweils andere Schlafkrankheit untersuchen zu lassen.

Schlaflosigkeit und obstruktive Schlafapnoe sind die beiden häufigsten Schlafstörungen, von denen 10 bis 30 Prozent der Bevölkerung betroffen sind, doch häufig leiden die Menschen an beiden gleichzeitig, erklärt Dr. Bastien Lechat vom Flinders Health and Medical Research Institute: Sleep Health.

Bislang war den Forschern zufolge nur wenig über die Auswirkungen der Kombination von Schlaflosigkeit und obstruktiver Schlafapnoe (COMISA) bekannt, aber es war klar, dass die gesundheitlichen Folgen bei Menschen mit beiden Erkrankungen durchweg schlechter sind als bei Menschen, die weder an einer der beiden Erkrankungen noch an einer der beiden Erkrankungen allein leiden.

Im Rahmen der vorliegenden Studie, die im European Respiratory Journal veröffentlicht wurde, haben die Flinders-Forscher einen Datensatz von über 5.000 Menschen aus den USA untersucht, um die Risiken der Kombination von Schlaflosigkeit und obstruktiver Schlafapnoe (COMISA) zu verstehen.

Die Probanden, die zu Beginn der Studie etwa 60 Jahre alt und zu 52 Prozent weiblich waren, wurden über einen Zeitraum von etwa 15 Jahren beobachtet, wobei 1.210 Personen in dieser Zeit starben.

Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, dass die Wahrscheinlichkeit, an Bluthochdruck zu erkranken, bei den Teilnehmenden, die an einer Kombination von Schlaflosigkeit und obstruktiver Schlafapnoe (COMISA) leiden, um das Zweifache und die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden, um 70 Prozent höher ist als bei Teilnehmenden, die weder an Schlaflosigkeit noch an Schlafapnoe leiden.

Die Studienergebnisse zeigten auch, dass Teilnehmer, die an einer Kombination von Schlaflosigkeit und obstruktiver Schlafapnoe (COMISA) leiden, ein um 47 Prozent erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu Teilnehmern ohne Schlaflosigkeit oder Schlafapnoe hatten; selbst unter Berücksichtigung anderer Faktoren, die bekanntermaßen die Sterblichkeit erhöhen.

Da diese Personengruppe ein höheres Risiko hat, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu erleiden, ist es wichtig, dass Menschen, die sich einem Screening auf eine der beiden Schlafstörungen unterziehen, auch auf die andere Störung untersucht werden.

Für Menschen mit gleichzeitig auftretenden Schlafstörungen sind möglicherweise spezielle Behandlungen erforderlich. Deshalb ist es den Studienautoren zufolge wichtig, dass die Wirksamkeit von Behandlungen gegen Schlaflosigkeit und Schlafapnoe in dieser speziellen Bevölkerungsgruppe untersuchen werden.

Die vorliegende Studie von Bastien Lechat, Sarah Appleton, Yohannes Adama Melaku, Kristy Hansen, R Doug McEvoy, Robert Adams, Peter Catcheside, Leon Lack, Danny J Eckert und Alexander Sweetman wurde im European Respiratory Journal veröffentlicht.

Quellen: Flinders University / Bastien Lechat et al, Co-morbid insomnia and obstructive sleep apnoea is associated with all-cause mortality, European Respiratory Journal (2021). DOI: 10.1183/13993003.01958-2021

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