Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko bei Diabetes

Diabetes-Studie: Entwicklung von Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko bei Diabetikern

Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko bei Diabetes mellitus: Die Häufigkeit von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen kardiovaskulären Komplikationen ist bei Menschen mit Diabetes mellitus in den letzten 20 Jahren zurückgegangen und die Unterschiede in der kardiovaskulären Mortalitätsrate (Sterberate) zwischen Personen mit und ohne Diabetes haben sich verringert. Dies geht aus einer neuen Untersuchung hervor, die im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism der Endocrine Society veröffentlicht wurde.

Laut der International Diabetes Federation leiden weltweit mehr als 463 Millionen erwachsene Menschen an Diabetes. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben von Diabetes betroffene Erwachsene ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko eines Herzinfarktes und Schlaganfalls im Vergleich zu Erwachsenen, die nicht an Diabetes erkrankt sind.

Die vorliegende Studie ergab, dass die Häufigkeit kardiovaskulärer Komplikationen (Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems) bei Menschen mit Diabetes mellitus in den letzten 20 Jahren zurückgegangen ist. Das Gesamtmortalitätsrisiko (Sterberate) ist allerdings nach wie vor höher als in der Allgemeinbevölkerung.

Die Forscher analysierten Daten aus zwei Phasen der Fremantle-Diabetes-Studie, die im Abstand von 15 Jahren stattfanden. In der ersten Phase, die von 1993 bis 2001 lief, wurden die Daten von 1.291 Menschen mit Diabetes Typ 2 mit 5.159 gesunden Personen ohne diese Erkrankung verglichen. In der zweiten Phase, die von 2008 bis 2016 lief, sammelten die Wissenschaftler Daten von 1.509 Probanden mit Diabetes Typ 2 und verglichen die Ergebnisse mit 6.036 Personen, die nicht an Diabetes Typ 2 erkrankt waren.

Die Forscher benutzten eine Datenbank mit Krankenhausakten und Sterbedaten für Westaustralien, um kardiovaskuläre Komplikationen und Todesfälle unter den Studienteilnehmern zu identifizieren.

Menschen mit Diabetes mellitus aus der zweiten Phase der Fremantle-Diabetes-Studie hatten ein geringeres Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, wegen Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder wegen einer Amputation der unteren Extremitäten ins Krankenhaus eingeliefert zu werden, als die Vergleichspersonen mit Diabetes aus der ersten Phase der Studie.

Während sich die Perspektiven für Menschen mit Diabetes in den entwickelten Ländern deutlich verbessern, sind die Wissenschaftler dennoch nach wie vor darüber besorgt, dass die Sterblichkeitsrate bei Menschen mit Diabetes höher ist als in der Gesamtbevölkerung. Der Trend zeigt, den Forschern zu Folge, dass nach wie vor Erkrankungen wie Krebs und Demenz überwacht werden müssen, die für Menschen mit Diabetes mellitus zu einem Problem werden können.

Leitender Autor der Studie ist Timothy M.E. Davis von der University of Western Australia und dem Fremantle Hospital. Die Co-Autoren sind Wendy A. Davis von der University of Western Australia und dem Fremantle Hospital in Fremantle, Australien, sowie Edward W. Gregg vom Imperial College London in Großbritannien.

(Quelle: The Endocrine Society / Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism)

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