Studie: Pilates verbessert den Blutdruck und verringert die Arterienversteifung

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 8. April 2020, Lesezeit: 3 Minuten

Pilates könnte einer Studie zu Folge eine wirksame Behandlungsmethode zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit junger adipöser Frauen sein; einer Bevölkerungsgruppe, die einem erhöhten Risiko von frühen vaskulären Erkrankungen wie zum Beispiel einem ischämische Schlaganfall und Bluthochdruck ausgesetzt ist. Die Ergebnisse wurden von Oxford University Press im American Journal of Hypertension veröffentlicht.

Mit Pilates-Übungen die Arterienversteifung und den Blutdruck signifikant reduzierten

Im Rahmen der vorliegenden Studie untersuchten die Forscher über einen Zeitraum von 12 Wochen junge adipöse Frauen (im Alter von 19-27 Jahren) mit erhöhtem Blutdruck und einem Body-Mass-Index zwischen 30-40. Die Teilnehmerinnen waren frei von chronischen Krankheiten, Nichtraucherinnen und betrieben wöchentlich weniger als 90 Sport.

Die Teilnehmerinnen absolvierten im Rahmen der Studie drei einstündige Pilates-Trainingseinheiten pro Woche, die in folgende Phasen unterteilt waren: Aufwärmen und Dehnen (10 Minuten), allgemeine Pilates-Übungen (40 Minuten) und abschließend eine 10-minütige Cool-Down-Phase. Das Training nahm im Laufe der 12 Wochen an Intensität zu. Alle Trainingseinheiten wurden von einem zertifizierter Pilates-Trainer überwacht.

Den Forschern zu Folge ist es die erste Studie, in der festgestellt wurde, dass Pilates-Übungen die Arterienversteifung und den Blutdruck, einschließlich des zentralen (Aorten-)Drucks, signifikant reduzierten.

Die Ergebnisse belegen die These der Wissenschaftler, dass Pilates das Hypertonie-Risiko bei jungen adipösen Frauen senken kann und die kardiovaskuläre Gesundheit (Herz-Kreislauf-System) gefördert wird, indem der Blutdruck, die Arterienversteifung und das Körperfettgewebe bei jungen adipösen Frauen mit erhöhtem Blutdruck gesenkt werden konnte.

  • Pilates-Training könnte sich demnach als wirksame Behandlungsmaßnahme für die Prävention von Bluthochdruck und kardiovaskulären Erkrankungen bei jungen adipösen Erwachsenen erweisen, so die Forscher.

Hintergrund

Mit schätzungsweise 9 Millionen Teilnehmern im Jahr 2018 hat Pilates-Training in jüngster Zeit wieder an Beliebtheit gewonnen. Das Training konzentriert sich auf Kernkraft, Flexibilität, Körperhaltung und kontrollierte Atmung.

Gleichzeitig ist die Prävalenz von Fettleibigkeit bei jungen Erwachsenen zu einem wichtigen Thema der öffentlichen Gesundheit geworden. Obwohl hinreichend nachgewiesen worden ist, dass Sport und Bewegung ein Schlüsselfaktor bei der Vorbeugung und Bewältigung von kardiovaskulären Gesundheitsproblemen ist, neigen adipöse Frauen dazu, traditionelle Trainingsroutinen nicht auf Dauer beizubehalten.

Quelle

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