Studie: Wie sich mit Herzinsuffizienz verbundene Arteriensteifigkeit reduzieren lässt

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 23. Oktober 2019, Lesezeit: 2 Minuten

Forscher der University of Missouri-Columbia haben herausgefunden, dass Bewegung die mit Herzinsuffizienz verbundene Arteriensteifigkeit reduzieren kann. Allein in Deutschland leiden knapp 2 Millionen Menschen unter einer Herzinsuffizienz; auch Herzschwäche genannt.

Im Allgemeinen ist Bewegung gut. Allerdings verschrieben Ärzte und Mediziner Menschen mit Herzinsuffizienz zuvor meist Bettruhe, da sie befürchten, dass Bewegung zu zusätzlichen gesundheitlichen Problemen führen könnte.

Jetzt hat die Forschung der University of Missouri-Columbia herausgefunden, dass Bewegung die Gesundheit der Blutgefäße im Herzen für Menschen mit Herzinsuffizienz verbessern kann. Der Befund basiert auf einer Studie über Schweine, die strukturell und funktionell sehr ähnliche Blutgefäße und Herzmuskeln haben wie der Mensch.

Craig Emter, Associate Professor am MU College of Veterinary Medicine, untersuchte drei verschiedene Gruppen von Schweinen mit Herzinsuffizienz: eine Gruppe war inaktiv; eine zweite Gruppe trainierte in Intervallen mit einer höheren Intensität für kurze Zeiträume, vermischt mit Perioden geringerer Intensität.

Die dritte Gruppe trainierte mit einer konstant niedrigeren Intensität. Emter fand heraus, dass unabhängig von der Trainingsintensität oder -dauer jedes Trainingsniveau zu einer verbesserten Gesundheit der Blutgefäße im Herzen führte.

„Menschen mit Herzinsuffizienz können nicht alles machen, was ein gesunder Mensch tun kann, so dass die Frage aufkommt, wie viel Bewegung sie vertragen und welche Auswirkungen es auf ihre Gesundheit haben wird“, sagte Emter.

Die Forscher fanden heraus, dass unabhängig vom Intensitätsniveau, einer bestimmten Form der körperlichen Aktivität gut für die Herzgesundheit ist, verglichen mit überhaupt keiner Bewegung.

Steife Blutgefäße können den Blutfluss zum Herzen blockieren oder beeinträchtigen und zu einer Vielzahl von kardiovaskulären Problemen führen. Die Forschungsergebnisse können auch für die Humanmedizin von Nutzen sein.

„Wir haben jetzt ein besseres Verständnis dafür, wie das Blut im Herzen fließt, welche Steifigkeit die Blutgefäße haben und welche Auswirkungen das Training auf die Herzgesundheit hat“, so Emter.

Die Studie „Chronic exercise training prevents coronary artery stiffening in aortic-banded miniswine: role of perivascular adipose-derived advanced glycation end products“ wurde im Journal of Applied Physiology veröffentlicht. Weitere Autoren sind Dylan Olver von der University of Saskatchewan und Bradley Fleenor von der Ball State University.

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