Studie: Vitamin D kann Diabetes Typ 2 bei Menschen mit hohem Risiko nicht verhindern

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Torsten Lorenz, aktualisiert am 7. Juni 2023, Lesezeit: 4 Minuten

Die tägliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten beugt Diabetes Typ 2 bei Erwachsenen mit hohem Risiko nicht vor.

Dies hat eine Studie ergeben, die vom National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK) finanziert wurde.

Eine der größten Studien zur Auswirkung der täglichen Einnahme von Vitamin D auf das Diabetesrisiko

  • An der Studie nahmen insgesamt 2.423 Erwachsene an 22 Standorten in den USA teil.
  • Es handelt sich um eine der größten Studien, die untersucht hat, ob die tägliche Einnahme von Vitamin D dazu beitragen kann, Menschen mit einem hohen Risiko für Diabetes Typ 2 davor zu bewahren, daran zu erkranken.
  • An der Forschungsarbeit nahmen Erwachsene im Alter von 30 Jahren und älter teil.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden nach dem Zufall (randomisiert) eingeteilt, um entweder täglich 4.000 Internationale Einheiten (I.E.) der D3-Form (Cholecalciferol) von Vitamin D oder eine Placebopille einzunehmen.

  • Bei allen Studienteilnehmenden wurde zu Beginn der Studie der Vitamin-D-Spiegel gemessen. Zu diesem Zeitpunkt hatten rund 80 Prozent der Probanden einen Vitamin-D-Spiegel, der nach US-amerikanischen Ernährungsstandards als ausreichend gilt.

Laut Dr. Myrlene Staten, Wissenschaftlerin des D2d-Projekts am NIDDK, haben Beobachtungsstudien einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Diabetes Typ 2 gezeigt.

Darüber hinaus haben kleinere Forschungsstudien gezeigt, dass Vitamin D die Funktion der Betazellen, die das Insulinhormon produzieren, verbessern kann.

Im Rahmen der Studie wurden die Probanden über einen Zeitraum von durchschnittlich 2,5 Jahren alle drei bis sechs Monate untersucht, um festzustellen, ob sich ein Diabetes entwickelt hatte.

Anschließend verglichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie viele Personen in den beiden Studiengruppen an Typ-2-Diabetes erkrankt waren.

Am Ende der Studie waren in der Vitamin-D-Gruppe 293 von 1211 Teilnehmern (24 Prozent) an Diabetes erkrankt, in der Placebo-Gruppe 323 von 1212 (27 Prozent) – ein Unterschied, der statistisch nicht signifikant war.

  • Ziel der Studie war es, eine Risikoreduktion von 25 Prozent oder mehr nachzuweisen.

Im Rahmen der Studie wurden die Probanden über einen Zeitraum von durchschnittlich 2,5 Jahren alle drei bis sechs Monate untersucht, um festzustellen, ob sich ein Diabetes entwickelt hatte.

Anschließend verglichen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wie viele Personen in den beiden Studiengruppen an Typ-2-Diabetes erkrankt waren.

Neben der Größe der Studie war nach Aussage des Studienleiters Anastassios G. Pittas, M.D., leitender Wissenschaftler am Tufts Medical Center in Boston, eine der größten Stärken die Vielfalt der Studienteilnehmer, die es den Forschern ermöglichte, die Wirkung von Vitamin D auf ein breites Spektrum von Menschen zu untersuchen.

Am Ende der Studie fanden die Wissenschaftler keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, unabhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder Nationalität.

Vitamin D lindert Symptome schwerer Ekzeme bei Kindern

In einer randomisierten kontrollierten Studie, die in Pharmacology Research & Perspectives veröffentlicht wurde, linderte eine Vitamin-D-Supplementierung die Symptome von Kindern mit schwerer atopischer Dermatitis oder Ekzemen.

Die Forscher berichteten über die Ergebnisse von 86 Patienten mit dieser entzündlichen Hauterkrankung, die zusätzlich zur Standardbehandlung 12 Wochen lang täglich oral Vitamin D oder ein Scheinmedikament (Placebo) erhielten.

Die Studienautoren kamen zu dem Schluss, dass eine Vitamin-D-Ergänzung eine wirksame unterstützende Behandlung sein könnte, die die Ergebnisse bei schwerer atopischer Dermatitis verbessert.

Quellen

  • National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK
  • Mansour, N.O., et al. (2020) The impact of vitamin D supplementation as an adjuvant therapy on clinical outcomes in patients with severe atopic dermatitis: A randomized controlled trial. Pharmacology Research & Perspectives. doi.org/10.1002/prp2.679.
  • The impact of vitamin D supplementation as an adjuvant therapy on clinical outcomes in patients with severe atopic dermatitis: A randomized controlled trial Mansour N, Mohamed A, Hussein M, Eldemiry E, Daifalla A, Hassanin S, Nassar N, Ghaith D, Salah E (2020) Pharmacology Research & Perspectives 2020 https://doi.org/10.1002/prp2.679

vgt

Vitamin D3 wissenschaftlich geprüft

Quelle: Youtube/maiLab


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