5 Dinge, die Sie über Stress wissen sollten

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Dirk de Pol, aktualisiert am 16. Februar 2022, Lesezeit: 5 Minuten

Stress kennt nun wirklich jeder. Wir alle kommen in Alltagssituationen, in denen wir uns wie getrieben fühlen. Sei es durch den Beruf, die Familie oder sogar im Urlaub. Stress ist also nichts Ungewöhnliches. Doch wie wirkt er sich auf unsere Gesundheit aus? Und lässt sich Stress überhaupt vermeiden?

Das Leben bringt Herausforderungen mit sich, die mal mehr oder weniger stressig sind. Im Beruf, in der Schule sowie in Partnerschaft und Familie sind wir mit Situationen und Themen konfrontiert, die Stress auslösen. Deshalb sollten wir darauf achten, wie wir mit den unterschiedlich ausgeprägten Stressfaktoren umgehen. Und ab welchem Grad wir eventuell Hilfe in Anspruch nehmen sollten.

Hier sind fünf Dinge, die Sie über Stress wissen sollten.

Stress betrifft jeden.

Jeder erlebt ab und zu Stress. Es gibt verschiedene Arten von Stress, die alle physische und psychische Gesundheitsrisiken bergen. Ein Stressor kann einmalig oder kurzfristig auftreten oder über einen langen Zeitraum wiederholt auftreten. Manche Menschen können Stress effektiver bewältigen und sich schneller von stressigen Ereignissen erholen als andere.

Beispiele für Stress sind:

  • Routinestress im Zusammenhang mit dem Druck von Schule, Arbeit, Familie und anderen täglichen Verpflichtungen.
  • Stress, der durch eine plötzliche negative Veränderung verursacht wird, wie zum Beispiel den Verlust eines Arbeitsplatzes, eine Scheidung oder eine Krankheit.
  • Traumatischer Stress während eines Ereignisses wie einem schweren Unfall, Krieg, Überfall oder einer Naturkatastrophe, bei dem Menschen ernsthaft verletzt oder getötet werden können. Menschen, die unter traumatischem Stress leiden, können sehr belastende vorübergehende emotionale und körperliche Symptome haben, aber die meisten erholen sich bald darauf auf natürliche Weise. Lesen Sie mehr über den Umgang mit traumatischen Ereignissen.

Nicht jeder Stress ist schlecht.

In einer gefährlichen Situation signalisiert Stress dem Körper, sich auf eine Bedrohung vorzubereiten oder in Sicherheit zu fliehen. In diesen Situationen beschleunigt sich Ihr Puls, Sie atmen schneller, Ihre Muskeln spannen sich an, Ihr Gehirn verbraucht mehr Sauerstoff und erhöht die Aktivität – alles Funktionen, die auf das Überleben und als Reaktion auf Stress ausgerichtet sind. In nicht lebensbedrohlichen Situationen kann Stress Menschen motivieren, beispielsweise wenn sie einen Test oder ein Vorstellungsgespräch für einen neuen Job machen müssen.

Langfristiger Stress kann Ihrer Gesundheit schaden.

Der Umgang mit den Auswirkungen von chronischem Stress kann eine Herausforderung sein. Da die Quelle von Langzeitstress konstanter ist als akuter Stress, erhält der Körper nie ein klares Signal zur Rückkehr zur normalen Funktion. Bei chronischem Stress können dieselben lebensrettenden Reaktionen im Körper das Immun-, Verdauungs-, Herz-Kreislauf-, Schlaf- und Fortpflanzungssystem stören. Manche Menschen haben hauptsächlich Verdauungsschwierigkeiten, während andere unter Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Traurigkeit, Wut oder Reizbarkeit leiden.

Im Laufe der Zeit kann eine anhaltende Belastung Ihres Körpers durch Stress zu ernsthaften Gesundheitsproblemen wie Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und anderen Krankheiten führen, einschließlich psychischer Störungen wie Depressionen oder Angstzuständen.

Es gibt Möglichkeiten, mit Stress umzugehen.

Wenn Sie praktische Schritte zur Stressbewältigung unternehmen, können Sie das Risiko negativer gesundheitlicher Auswirkungen verringern. Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen können, mit Stress umzugehen:

  • Seien Sie aufmerksam. Erkennen Sie die Anzeichen der Reaktion Ihres Körpers auf Stress, wie Schlafstörungen, erhöhten Alkoholkonsum und dem anderer Drogen, leichte Wut, Depressionen und niedrige Energie.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einer medizinischen Fachkraft. Warten Sie nicht, bis Ihr Arzt Sie nach Ihrem Stress fragt. Beginnen Sie das Gespräch und erhalten Sie eine angemessene medizinische Versorgung bei bestehenden oder neuen Gesundheitsproblemen. Wirksame Behandlungen können helfen, wenn Ihr Stress Ihre Beziehungen oder Ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Lesen Sie unsere Tipps für das Gespräch mit Ihrem Arzt.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport. Nur 30 Minuten Gehen pro Tag können helfen, Ihre Stimmung zu verbessern und Ihre Gesundheit zu verbessern.
  • Versuchen Sie eine entspannende Aktivität. Entdecken Sie Entspannungs- oder Wellnessprogramme, die Meditation, Muskelentspannung oder Atemübungen beinhalten können. Planen Sie regelmäßige Zeiten für diese und andere gesunde und entspannende Aktivitäten ein.
  • Setzen Sie Ziele und Prioritäten. Entscheiden Sie, was jetzt erledigt werden muss und was warten kann. Lernen Sie, zu neuen Aufgaben „Nein“ zu sagen, wenn Sie das Gefühl haben, zu viel zu übernehmen. Versuchen Sie, sich dessen bewusst zu sein, was Sie am Ende des Tages erreicht haben, und nicht, was Sie nicht tun konnten.
  • In Verbindung bleiben. Du bist nicht allein. Bleiben Sie in Kontakt mit Menschen, die emotionale Unterstützung und praktische Hilfe leisten können. Um Stress abzubauen, bitten Sie Freunde, Familie, Gemeinde oder religiöse Organisationen um Hilfe.

Wenn Sie von Stress überwältigt fühlen, bitten Sie einen Arzt um Hilfe.

Suchen Sie sofort Hilfe, wenn Sie Suizidgedanken haben, das Gefühl haben, überfordert zu sein oder durch Stress häufig Drogen oder Alkohol konsumieren. Ihr Arzt kann Ihnen möglicherweise eine Empfehlung geben.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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