Grauer Star (Katarakt): Anzeichen, Symptome, Behandlung und OP

Krankheiten und Krankheitsbilder

ddp, aktualisiert am 21. Mai 2022, Lesezeit: 1 Minuten

Ist der Graue Star heilbar? Wann sollte man sich am Grauen Star operieren lassen?

Krankheitsbild

Der Graue Star (Katarakt) ist eine Eintrübung in der Augenlinse. Katarakte sind im Alter sehr häufig. Mehr als die Hälfte aller Europäer, die 80 Jahre oder älter sind, haben entweder einen Grauen Star oder wurden operiert, um diese Trübung zu beseitigen.

Anfangs merken die Betroffenen unter Umständen nicht, dass sie einen Grauen Star haben. Mit der Zeit kann der Graue Star (Katarakt) jedoch dazu führen, dass das Sehvermögen verschwommen, trübe wird oder weniger farbintensiv ist. Das kann zu Problemen beim Lesen oder bei anderen täglichen Aktivitäten führen.

Allerdings kann der Graue Star (Katarakt) durch eine Operation geheilt werden. Die Operation des Grauen Stars ist sicher und behebt die durch den Grauen Star verursachten Sehstörungen.

Der Graue Star (Katarakt) kann in einem Auge oder in beiden Augen auftreten, aber er kann sich nicht von einem Auge auf das andere ausbreiten.

Im Alter von 80 Jahren haben die meisten Menschen entweder einen Grauen Star oder wurden am Grauen Star operiert.

Welche Arten von Graue Star (Katarakt) gibt es?

Die meisten Katarakte sind altersbedingt – sie entstehen durch normale Veränderungen der Augen im Alter. Der Graue Star (Katarakt) kann aber auch aus anderen Gründen entstehen – zum Beispiel nach einer Augenverletzung oder nach einer Operation wegen eines anderen Augenproblems (wie einem Glaukom).

Unabhängig davon, welche Art von Graue Star (Katarakt) bei Betroffenen auftritt, ist die Behandlung immer eine Operation.

Symptome des Grauen Stars

Wenn der Graue Star nur leicht ausgeprägt ist, haben Betroffene vielleicht zunächst keine Symptome. Aber wenn der Graue Star (Katarakt) wächst, kann sich der Sehvermögen verändern. Zum Beispiel können Anzeichen auftreten:

  • die Sicht ist trüb oder verschwommen
  • Farben sehen verblasst aus
  • Betroffene können nachts schlechter sehen
  • Lampen, Sonnenlicht oder Scheinwerfer blenden
  • Betroffene sehen einen “Heiligenschein” um Lichter
  • Betroffene sehen doppelt (dies verschwindet manchmal, wenn der Graue Star größer wird)
  • das Sehvermögen ändert sich häufiger

Diese genannten Symptome können auch ein Anzeichen für andere Augenprobleme sein. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Augenarzt, wenn Sie eines dieser Probleme haben.

Mit der Zeit kann der Graue Star zum Verlust des Sehvermögens führen.

Risikogruppen

Das Risiko für Grauen Star (Katarakt) steigt mit zunehmendem Alter. Ein höheres Risiko besteht zudem bei Personen, die:

  • Bestimmte Gesundheitsprobleme haben, wie Diabetes
  • Rauchen
  • Übermäßig Alkohol konsumieren
  • Grauer Star (Katarakt) in der Familie vorkommt
  • Eine Augenverletzung, eine Augenoperation oder eine Strahlenbehandlung am Oberkörper hinter sich
  • viel Zeit in der Sonne verbracht haben
  • Einnahme von Steroiden (Medikamente zur Behandlung einer Reihe von Gesundheitsproblemen wie Arthritis und Hautausschlag)

Präventionsmaßnahmen

Wie kann man Katarakten vorbeugen?

  • Tragen einer eine Sonnenbrille und einer Kopfbedeckung mit Krempe, um die Sonne abzuhalten.
  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Gesunde Ernährung: Viel Obst und Gemüse – vor allem dunkles Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl und Blattkohl.
  • Lassen Sie eine Augenuntersuchung mit Pupillenerweiterung durchführen: Ab dem 60. Lebensjahr, sollten man sich mindestens alle zwei Jahre einer Augenuntersuchung unterziehen.

Diagnose

Ein Augenarzt kann im Rahmen einer Augenuntersuchung mit Pupillenerweiterung prüfen, ob ein Grauer Star (Katarakt) vorliegt. Die Untersuchung ist einfach und schmerzlos. Der Arzt gibt dem Patienten einige Augentropfen, um die Pupille zu erweitern, und untersucht dann die Augen auf Katarakte und andere Augenprobleme.

Behandlung

Wie wird der Graue Star behandelt? Ein chirurgischer Eingriff ist die einzige Möglichkeit, einen Grauen Star zu beseitigen, aber möglicherweise müssen Betroffene nicht sofort operiert werden.

  • Behandlung zu Hause: Im Anfangsstadium können vielleicht schon kleine Veränderungen vorgenommen werden, um den Grauen Star in den Griff zu bekommen, wie:
  • Verwendung von hellerem Licht am Arbeitsplatz und zu Hause
  • Tragen einer entspiegelten Sonnenbrille
  • Neue Brille oder Kontaktlinsen: Eine neue Brille oder Kontaktlinsen kann dabei helfen, bei Katarakten frühzeitig besser zu sehen.
  • Operation: Bei einer Kataraktoperation (Grauer Star-OP) entfernt der Arzt die getrübte Linse und ersetzt sie durch eine neue, künstliche Linse (auch Intraokularlinse oder IOL genannt). Diese Operation ist gilt als sicher, und 9 von 10 Betroffenen können danach besser sehen.

Quelle: Medizindoc mit Material von NIH / NHS / The National Library of Medicine

ddp

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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