Trennung und Scheidung der Eltern: Auswirkungen auf das Verhalten von Scheidungskindern

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Trennung und Scheidung der Eltern: Auswirkungen auf das Verhalten von Scheidungskindern

Psychische Gesundheit

Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 28. Oktober 2020

Eine Scheidung ist, wenn man ein Kind hat, nicht nur das Ende einer Ehe. Die Ehepartner sind in der Regel mit Streitereien und Scharmützeln über die Aufteilung von Eigentum oder die Frage der Kinderbetreuung beschäftigt.

Dabei vergessen sie jedoch nur allzu oft, dass ihre Kinder nicht nur passive Beobachter des Familiendramas sind, sondern tief in ihrem Herzen eine Krise erleben und oft nicht verstehen, warum ihre Mutter und ihr Vater aufgehört haben, sich zu lieben. Es kommen Gedanken aus wie: „Vielleicht liegt es an mir, dass meine Eltern sich trennen?“

Wenn ein Elternteil, egal ob Mama oder Papa, aus dem gemeinsamen Heim ausziehen, ist das meist ein großer Schock für ein Kind. Wenn Sie glauben, Ihr Kind versteht nicht, was zwischen Ihnen und Ihrem Ehepartner passiert ist, liegen Sie falsch. Ihre Trennung oder Scheidung ist eine schmerzhafte Erfahrung im Leben eines Kindes. Je nach Alter können die Reaktionen des Kindes auf die Trennung der Eltern unterschiedlich sein.

Auch ein kleines Kind reagiert auf den Stress, die Nervosität und die Anspannung von Mutter oder Vater. Es saugt alles wie ein Schwamm auf, obwohl Sie überzeugt sind, dass es sich der Streitigkeiten seiner Eltern nicht bewusst sein kann.

Wenn ein Scheidungskind im Vorschulalter ist, lebt es oftmals anfänglich in der Hoffnung, dass die Eltern irgendwann wieder zusammenkommen und alles wieder so wird, wie es einmal war. Wenn ein Kind merkt, dass Mama und Papa sich trennen, hat es das Gefühl, einen der wichtigsten Menschen in seinem Leben für immer verloren zu haben.

Es kann dann zu Aggressionen gegenüber anderen Kindern im Kindergarten, Schülern, Geschwistern, Lehrern oder Ihnen und Ihrem Partner kommen. Das Kind erlebt eine Art Trauma, Unbehagen, Traurigkeit, Bedauern und Einsamkeit. Es fühlt sich betrogen. Es kann anfangen, sich selbst für den Zusammenbruch Ihrer Ehe verantwortlich zu machen oder es kann auf frühere Entwicklungsstufen zurückfallen, die in der Psychologie als Regression bezeichnet werden.

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Das Verhalten des Kindes nach der Trennung oder Scheidung der Eltern

Obwohl ein Vorschulkind alleine essen kann, will es plötzlich gefüttert werden, er kann sich nachts wieder einnässen, am Daumen lutschen, intensiv kuscheln wollen; und so weiter. Oft geht dies mit nervösen Tics und irrationalen Ängsten einher, wie zum Beispiel Einschlafstörungen, Angst vor Dunkelheit oder Geistern, nächtliches weinen und schreien.

Wenn das Scheidungskind noch im Schulalter (Unterstufe) ist, hofft es meist immer noch, dass die Eltern wieder zusammenkommen, ist aber dennoch sehr traurig. Er vermisst das Elternteil, das ausgezogen ist. Einige Kinder versuchen etwa, Treffen zwischen Mama und Papa zu arrangieren, um sie wieder zu zusammenzubringen.

Scheidungskinder sind oft wütend auf ihre Eltern. Sie fühlen sich gezwungen, sich zwischen Mama und Papa entscheiden zu müssen. Sie wissen dann nicht, wem gegenüber sie treu und loyal sein sollen. Wenn das Scheidungskind älter ist (zwischen 9 und 12 Jahren), ist es nach der Scheidung oft sehr sauer und verärgert. Es hat starke Gefühle von Verlust, Trauer, Schmerz und Hilflosigkeit. Scheidungskinder können dann anfangen zu rebellieren, sich aggressiv zu verhalten, sich von Gleichaltrigen zu isolieren und sich für seine Situation zu Hause zu schämen.

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Eine deutliche Verschlechterung der schulischen Leistungen kann Scheidungskindern ein Beleg für mangelndes Selbstvertrauen sein. Zusätzlich können verschiedene somatische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bauchschmerzen auftreten.

Wenn Ihr Kind während der Scheidung ein Teenager ist, kann es sich überfordert fühlen, wenn es sich um die jüngeren Geschwister kümmern oder eines der Elternteile emotional unterstützen muss. Es erlebt auch einen Loyalitätskonflikt, zu welchem Elternteil es stehen soll. Das Unbehagen in dieser Situation kann dazu führen, dass die Kontakte zu beiden Elternteilen abgebrochen werden und sich pathologische Verhaltensweisen, wie beispielsweise Diebstahl, Raub, Drogenabhängigkeit und Alkoholismus entwickeln.

Jugendliche Scheidungskinder hingegen nutzen eine solche Krise in der Beziehung ihrer Eltern, oft um etwas für sich selbst zu gewinnen, beispielsweise um mehr Taschengeld herauszuschlagen.

Ein Beitrag der Medizin Doc-Redaktion. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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