Einfluss des Eisengehalts im Blut auf die Verlangsamung des Alterns

Studie: Einfluss des Eisengehalts im Blut auf das Altern

Einfluss des Eisengehalts im Blut auf das Altern: Wissenschaftler des Universität Edinburgh und des Max-Planck-Instituts haben Gene identifiziert, die mit dem Altern in Zusammenhang stehen und die erklären könnten, warum Menschen unterschiedlich altern. Der Eisengehalt im Blut könnte den Studienergebnissen zu Folge der Schlüssel zur Verlangsamung des Alterns sein.

Die internationale Studie mit genetischen Daten von mehr als einer Million Menschen legt den Schluss nahe, dass die Aufrechterhaltung eines gesunden Eisenspiegels im Blut ein Schlüssel für ein besseres Altern und ein längeres Leben sein könnte.

Die Forschungsergebnisse könnten die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen, um altersbedingte Krankheiten zu reduzieren, die Zahl der gesunden Lebensjahre zu steigern und die Chancen zu erhöhen, krankheitsfrei bis ins hohe Alter zu leben, so die Wissenschaftler.

Die Forscher der Universität Edinburgh und des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns in Deutschland konzentrierten sich bei ihrer Untersuchung auf drei Maßnahmen, die mit dem biologischen Altern zusammenhängen: die Lebensspanne, die krankheitsfreien Lebensjahre und die extreme Langlebigkeit.

Das biologische Altern – die Geschwindigkeit, mit der sich unser Körper im Laufe der Zeit verschlechtert – variiert von Mensch zu Mensch und führt zu tödlichen Krankheiten, darunter Herzkrankheiten, Demenz und Krebs.

Für eine Analyse haben die Wissenschaftler Informationen aus drei öffentlichen Datensätzen zusammengeführt. Der kombinierte Datensatz entsprach der Untersuchung von 1,75 Millionen Lebensjahren oder mehr als 60.000 extrem langlebigen Menschen.

Das Forscherteam identifizierte dabei zehn Regionen des Genoms, die mit langer Lebensdauer, Gesundheitsspanne und Langlebigkeit in Verbindung stehen. Sie stellten außerdem fest, dass die mit Eisen verbundenen Gensätze in ihrer Analyse aller drei Messgrössen des Alterns überrepräsentiert waren.

Bestätigt wurde dies mit Hilfe einer statistischen Methode – der so genannten Mendel’schen Randomisierung. Sie legt nahe, dass Gene, die am Eisenstoffwechsel im Blut beteiligt sind, für ein gesundes langes Leben mitverantwortlich sind.

Der Eisengehalt im Blut wird durch die Ernährung beeinflusst. Ungewöhnlich hohe oder niedrige Werte stehen dabei in Zusammenhang mit altersbedingten Erkrankungen wie Lebererkrankungen, Parkinson und der Abnahme der Fähigkeit des Körpers, Infektionen im höheren Alter zu bekämpfen.

Den Wissenschaftlern zufolge könnte die Entwicklung eines Medikaments, das den Einfluss der genetischen Variation auf den Eisenstoffwechsel imitieren könnte, ein zukünftiger Schritt sein, um bestimmte Auswirkungen des Alterns zu verhindern. Allerdings ist zu bedenken, dass hierfür noch weitere Forschungsarbeiten erforderlich sind.

Den Wissenschaftlern zu Folge deuten die Studienergebnisse stark darauf hin, dass ein hoher Eisengehalt im Blut die gesunden Lebensjahre eines Menschen reduziert. Wenn man diese Werte in Schach halten könnte, könnten altersbedingte Schäden verhindert werden. Die Forscher gehen davon aus, dass die neuen Erkenntnisse über den Eisenstoffwechsel auch eine Erklärung dafür liefern könnten, warum ein sehr hoher Gehalt an eisenreichem rotem Fleisch in der Nahrung mit altersbedingten Krankheiten wie Herzerkrankungen in Verbindung gebracht wird. Die Studie wurden vom Medical Research Council finanziert und in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

(Quelle: Universität Edinburgh / Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns / Nature Communications, Autoren: Paul R. H. J. Timmers, James F. Wilson, Peter K. Joshi und Joris Deelen)

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