Ernährung: Sonnenblumenkerne bei Verstopfung – und welche Hausmittel den Darm anregen

Ernährung und Gesundheit

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 5. Januar 2023, Lesezeit: 4 Minuten

Welche Ernährung hilft gegen Verstopfung und bei Darmproblemen?

Der Konsum von Sonnenblumenkernen und Sesam zur Linderung von Verstopfung kann durchaus eine sinnvolles Hausmittel sein.

Mit Sonnenblumenkernenund Sesam kann man eine Verstopfung und Darmprobleme auf natürliche Weise lindern und nimmt gleichzeitig mehr Mineralstoffe, Vitamine sowie Ballaststoffe zu sich.

  • Dr. med. Maoshing Ni, Mitbegründer der Yo San University of Traditional Chinese Medicine und Cathy McNease empfehlen in ihrem Buch The TAO of Nutrition beispielsweise die Verwendung von schwarzem Sesam und/oder Sonnenblumenkernen bei chronischer Verstopfung.

Darin empfehlen die Autoren schwarzen Sesam mit einer kleinen Kaffeemühle zu Pulver mahlen und anschließend mit dunklen Honig zu vermischen, sodass eine kleine Kugel entsteht. Die Sesam-Kugeln sollten dreimal täglich (in Reiswein getaucht) gegessen werden.

Alternativ kann man sich eine Sesamsam-Suppe mit braunem Reis zubereiten. Dazu sollten 10 Teile Sesamsamen mit einem Teil braunem Reis in destilliertem Wasser eingeweicht werden. Nachdem die Sesamsamen weich sind (etwa nach einer Stunde) das Wasser abgießen und mit einem Mixer zerkleinern/pürieren.

Das Püree mit destilliertem Wasser verdünnen und ein wenig Honig hinzufügen. Auf kleiner Flamme kochen, bis das Ganze sirupartig wird. Davon sollte man etwa zwei Tassen zu sich nehmen, um die Verstopfung in etwa einer Stunde zu lösen.

  • Brauner Sesam und Erbsen können den Autoren zufolge zudem dabei behilflich sein, die Darmwand und die Darmschleimhaut zu stärken und zu schützen.

Sonnenblumenkerne bei Verstopfung

Sonnenblumenkerne fördern die regelmäßige Verdauung. Man sollte die Kerne täglich roh, geschält und ungesalzen verzehren.

Wie auch natives Olivenöl extra enthalten Sonnenblumenkerne Omega-6-Fettsäuren. Man kann ein bis zwei Teelöffel gemahle Sonnenblumenkerne in den morgendlichen Smoothie oder sein Müsli oder in ein selbstgemachtes Salatdressing geben.

Sonnenblumenkerne als Getränk: Dazu ein bis zwei Esslöffel Sonnenblumenkerne zermahlen und in eine Tasse mit kochendem Wasser gegeben. Das Ganze kann mit Honig, Ahornsirup oder Traubensirup verfeinert werden. Diese Kombination am besten morgens und abends trinken, um Verstopfungen zu beheben.

  • Falls man gemahlene Sonnenblumenkerne für ein Salatdressing verwendet, kann man gleichzeitig auch Sesamkörner verwenden.

Auch die folgenden Lebensmittel helfen, bei Problemen mit der Verdauung:

  • Kleie
  • Kefir
  • Joghurt
  • Buttermilch
  • Leinsamen
  • Flohsamen
  • Kirschen
  • Äpfel oder Apfelsaft
  • Trockenfrüchte wie getrocknete Feigen und Datteln
  • Sauerkraut und Sauerkrautsaft

Ballaststoffe bei Verstopfung

Was sollte man bei Verstopfung essen und trinken?

Genügend Ballaststoffe essen und viel Flüssigkeit trinken, damit die Ballaststoffe besser wirken.

In Abhängigkeit von Alter und Geschlecht sollten Erwachsene laut dem U.S. Department of Health and Human Services 22 bis 34 Gramm Ballaststoffe pro Tag zu sich nehmen.

Gute Nahrungsquellen für Ballaststoffe sind:

Reichlich Wasser trinken

Damit die Ballaststoffe bei einer Verstopfung besser wirken, empfiehlt es sich, Wasser und andere Flüssigkeiten zu trinken, wie natürlich gesüßte Obst- und Gemüsesäfte und klare Suppen.

  • Dadurch wird auch der Stuhlgang weicher und kann leichter ausgeschieden werden.

Genügend Wasser und andere Flüssigkeiten zu trinken ist außerdem ein guter Weg, um eine Dehydrierung zu vermeiden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist gut für die allgemeine Gesundheit und kann helfen, Verstopfung zu vermeiden.

  • Wie viel Flüssigkeit man täglich zu sich nehmen sollte, hängt von der Größe, dem Gesundheitszustand, dem Aktivitätsniveau und dem Wohnort ab.

Was sollte man bei einer Verstopfung nicht essen oder trinken?

Um Verstopfung vorzubeugen oder zu lindern, sollte man Nahrungsmittel mit wenig oder gar keinen Ballaststoffen meiden, wie beispielsweise:

  • Chips
  • Fast Food
  • Fleisch
  • Fertiggerichte, wie einige Tiefkühlgerichte (TK-Pizza) und Snacks
  • industriell verarbeitete Getränke und Lebensmittel, wie Wurstwaren, Backwaren, Süßigkeiten, Trockensuppen, Softdrinks sowie einige Mikrowellen-Mahlzeiten

Quellen

vgt

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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