Yale-Studie: Welche Altersbeschwerden zunehmen und welche abgenommen haben

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Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 4. November 2020

Eine an der Yale School of Medicine durchgeführte Analyse zeigt, dass weniger ältere Erwachsene vor dem Tod unter bestimmten Symptomen und teils Lebenseinschränkenden Altersbeschwerden leiden, die ihre Fähigkeiten, Mobilität und Lebensqualität am Ende ihres Lebens einschränken können.

In der Yale-Studie wurden Informationen von 665 Personen in Connecticut untersucht, die zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 1998 und 2019 70 Jahre oder älter waren. Die Forscher bewerteten das Auftreten von 16 einschränkenden Symptomen innerhalb von 6 Monaten vor dem Tod in monatlichen Interviews.

Häufigkeit von Lebenseinschränkenden Beschwerden und Erkrankungen im Alter

Demnach verringerte sich von 1998 bis 2019 sich die Häufigkeit bei fünf einschränkenden Symptomen (Schlafstörungen, Brustschmerzen oder Engegefühl, Kurzatmigkeit, Erkältungs- oder Grippesymptome sowie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall), erhöhte sich bei drei Symptomen (Arm- oder Beinbeschwerden, Gedächtnis- oder Denkprobleme und Harninkontinenz). Bei den anderen acht Symptomen änderte sich die Häufigkeit nur wenig (Sehschwäche, Angstzustände, Depressionen, Schmerzen des Bewegungsapparats, Müdigkeit, Schwindel oder Unsicherheit, häufiges oder schmerzhaftes Wasserlassen und Schwellungen in den Füßen oder Knöcheln).

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Verbesserung der Lebensqualität im Alter

Basierend auf den vorliegenden Studienergebnissen ist das Auftreten der meisten einschränkenden Symptome am Ende des Lebens in den letzten zwei Jahrzehnten zurückgegangen oder stabil geblieben. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich die Betreuung von Menschen am Ende ihres Lebens verbessert hat. Allerdings sind noch immer zusätzliche Anstrengungen erforderlich, um die Symptomlast am Lebensende weiter zu verringern, so Prof. Dr. Thomas M. Gill von der Yale School of Medicine und Hauprautor der Studie. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung wurden in dem wissenschaftlichen Fachblatt Journal of the American Geriatrics Society (Wiley) veröffentlicht.

Altersbeschwerden vorbeugen

Aufgrund einer zunehmend bewegungsarmen Lebensweise haben viele ältere Menschen schlecht ausgebildete und schlecht trainierte Muskeln. Ein weiteres häufig vorkommendes gesundheitliches Problem im Alter sind beispielsweise Knochen- und Gelenkprobleme wie Osteoporose. Die Kraft der Beine kann mit der Zeit um bis zu 70 Prozent nachlassen. Das Wichtigste ist Bewegung. Eine vorbeugende, frühzeitige und zielgerichtete Sport– und Bewegungstherapie kann degenerative Alterserscheinungen wie beispielsweise Venenleiden, Arthrose, Knochenschmerzen und Knochenbrüche durch Stürze vermindern. Darüber hinaus sind eine gesunden Ernährungsweise, genügend Schlaf und geistig fit zu bleiben von Bedeutung.

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Videobeitrag: Geistig fit bleiben im Alter und Demenzrisiko vorbeugen

(Quelle: Journal of the American Geriatrics Society / Yale School of Medicine)

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