Bauchspeicheldrüsenentzündung – Wie sich das Risiko einer Pankreatitis verringern lässt

Gesundheitsnews, Medizin und Forschung, Gesundheitstipps

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 04.01.2023, Lesezeit: 4 Minuten

Wie bekommt man eine Bauchspeicheldrüsenentzündung?

Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Die Bauchspeicheldrüse produziert Enzyme und Hormone, die bei der Verdauung helfen und die Verarbeitung von Zucker im Körper regulieren.

  • Ursache: Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) entsteht durch die Aktivierung von Verdauungsenzymen noch in der Bauchspeicheldrüse, wodurch die Zellen der Bauchspeicheldrüse gereizt werden und sich entzünden.

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung kann als akute Pankreatitis auftreten, was bedeutet, dass sie plötzlich auftritt und einige Tage lang andauert. Bei einigen Menschen entwickelt sich eine chronische Pankreatitis, also eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, die über viele Jahre hinweg auftritt.

Leichte Fälle von Pankreatitis bessern sich mit der Behandlung, aber schwere Fälle können lebensbedrohliche Komplikationen wie Nierenversagen, Diabetes und Bauchspeicheldrüsenkrebs verursachen.

Wie merkt man ob man eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hat?

Anzeichen und Symptome bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse:

Je nach Art der Bauchspeicheldrüsenentzündung können die Anzeichen und Symptome unterschiedlich ausgeprägt sein. Eine akute Pankreatitis kann heftige Schmerzen im oberen Bauchbereich (Oberbauch) verursachen, die in den Rücken ausstrahlen können, sowie Fieber, Übelkeit und Erbrechen.

Eine chronische Pankreatitis kann ebenfalls zu Schmerzen im oberen Bauchbereich sowie zu unerklärlichem Gewichtsverlust und öligem, übelriechendem Stuhlgang (Steatorrhoe) führen.

Risikofaktoren

Zu den Faktoren, die das Risiko einer Pankreatitis erhöhen, gehören unter anderem:

Übermäßiger Alkoholkonsum: Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die vier bis fünf alkoholische Getränke pro Tag zu sich nehmen, ein erhöhtes Risiko für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung haben.

– Zigarettenrauchen: Bei Rauchern ist das Risiko, an einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung zu erkranken, im Vergleich zu Nichtrauchern durchschnittlich dreimal so hoch. Allerdings sinkt das Risiko, wenn man mit dem Rauchen aufhört, um etwa die Hälfte.

Fettleibigkeit: Das Risiko, an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung zu erkranken, ist höher, wenn man fettleibig ist.

Diabetes: Eine Diabeteserkrankung erhöht ebenfalls das Risiko für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

– Pankreatitis in der Familie: Die Rolle der Genetik bei der chronischen Pankreatitis wird zunehmend erkannt. Wer Familienmitglieder hat, die an der Krankheit leiden, hat ein erhöhtes Risiko – vor allem in Kombination mit anderen Risikofaktoren.

Behandlung

Leichte Fälle von Pankreatitis können sich mit der Behandlung bessern, aber schwere Fälle können lebensbedrohliche Komplikationen verursachen.

Eine initiale Behandlung kann eine Überwachung der Lebensmittelaufnahme nach Verträglichkeit und bei Bedarf eine Sondenernährung umfassen; Schmerzmittel; und Infusionen.

  • Sobald die Pankreatitis unter Kontrolle ist, werden Mediziner die zugrunde liegende Ursache der Pankreatitis untersuchen und behandeln.

Eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreasentzündung) kann zusätzliche Behandlungen erfordern, einschließlich Schmerzbehandlung, Enzyme zur Verbesserung der Verdauung und eine Ernährungsumstellung.

Quelle

vgt"

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse: Diagnostik und Therapie

Quelle: YouTube/EVK Bergisch Gladbach

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Neuer Ansatz bei der Fruchtbarkeitsbehandlung

Neuer Ansatz bei der Fruchtbarkeitsbehandlung

Entdecken Sie die Hoffnung bringenden Ergebnisse der Studie zur Fruchtbarkeitsbehandlung und Hormonwiederherstellung....

So wirken Darm-Bakterien bei Adipositas auf den Fettstoffwechsel

So wirken Darmbakterien bei Adipositas auf den Fettstoffwechsel

Erfahren Sie mehr über die Rolle der Darmbakterien bei Fettleibigkeit und deren Einfluss auf den Stoffwechsel des Körpers....

Aktiv- und Passivrauchen birgt erhöhtes Risiko für Schlaganfälle

Aktiv- und Passivrauchen birgt erhöhtes Risiko für Schlaganfälle

Rauchen und Schlaganfallrisiko: Entdecken Sie die Verbindung zwischen Tabakrauch und dieser schweren Krankheit. Erfahren Sie mehr....

Probiotika und Vitamin-D können bei Schizophrenie helfen

Probiotika und Vitamin-D können bei Schizophrenie helfen

Schizophrenie und kognitive Funktionen: Erfahren Sie, wie Probiotika und Vitamin-D helfen können, das Wohlbefinden zu verbessern....

Burnout: Gefährdete Personen erkennen

Burnout: Gefährdete Personen erkennen

Erfahren Sie mehr über Burnout und seine Auswirkungen weltweit. Prävention und Intervention sind entscheidend, um Folgen zu verhindern....