Wirkung der Passionsblume (Passiflora incarnata) auf die Gesundheit

Heilpflanzen

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 14.06.2023, Lesezeit: 3 Minuten

Die Passionsblume (Passiflora incarnata; Maibaum) ist eine Kletterpflanze, die im Südosten der Vereinigten Staaten sowie in Mittel- und Südamerika heimisch ist.

Die Ureinwohner Amerikas verwendeten die Passionsblume als Beruhigungsmittel. Im sechzehnten Jahrhundert erfuhren spanische Entdecker in Südamerika von der Passionsblume.

Die Pflanze wurde dann nach Europa eingeführt, wo sie in großem Umfang angebaut wurde und Eingang in die europäische Volksmedizin fand.

Heute wird die Passionsblume (Passiflora incarnata) als Nahrungsergänzungsmittel bei Angstzuständen und Schlafproblemen sowie bei Schmerzen, Herzrhythmusstörungen, Wechseljahrsbeschwerden und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) angepriesen.

Sie wird bei Verbrennungen und zur Behandlung von Hämorrhoiden auf die Haut aufgetragen.

Studien zur Wirksamkeit der Passionsblume (Passiflora incarnata)

Die Wirkung der Passionsblume auf Angstzustände und andere Erkrankungen ist bisher nicht eingehend wissenschaftlich erforscht worden.

Einige wenige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Passionsblume (Passiflora incarnata) dazu beitragen könnte, unspezifische Ängste und Ängste vor chirurgischen oder zahnärztlichen Eingriffen zu verringern, aber die Rückschlüsse sind nicht gesichert.

Es gibt allerdings nicht genügend wissenschaftliche Erkenntnisse, um zu sagen, ob die Passionsblume auch bei anderen gesundheitlichen Problemen wie Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Herzinsuffizienz, Schlaflosigkeit und Stress hilfreich ist.

Risiken, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Bis zu 800 mg eines alkoholischen Trockenextrakts der Passionsblume pro Tag wurden in Studien mit einer Dauer von bis zu acht Wochen mit offensichtlicher Verträglichkeit verwendet, können aber bei manchen Menschen Schläfrigkeit, Verwirrung und unkoordinierte Bewegungen (Ataxie) hervorrufen.

Die Verwendung von Passionsblume in übermäßigen Mengen (beispielsweise 3,5 Gramm eines bestimmten Extrakts über einen Zeitraum von 2 Tagen) kann gesundheitsschädlich sein.

Ob es unbedenklich ist, Passionsblume äußerlich (auf der Haut) anzuwenden, ist bisher noch ungeklärt.

Die Passionsblume (Passiflora incarnata) sollte während der Schwangerschaft nicht verwendet werden, da sie Gebärmutterkontraktionen auslösen kann. Es ist wenig darüber bekannt, ob die Verwendung von Passiflora incarnata in der Stillzeit sicher ist.

Quelle: Medizindoc mit Material von NIH / NHS/ NCCIH

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