Studie: Wirkung von Achtsamkeitsmeditation bei Depressionen

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Studie: Wirkung von Achtsamkeits-Meditation bei Depressionen

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Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 6. Januar 2021

Ist Meditation bei Depression gefährlich? Wirkung von Achtsamkeits-Meditation auf die Gesundheit: Neue Forschungsergebnisse einer Studie der Universität Bergen in Norwegen mit Menschen, die unter einer Depression leiden, deuten darauf hin, dass die auf Achtsamkeitsmeditation basierende Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) die Selbsteinschätzung der Patienten in schwierigen Situationen in einer Weise verbessern kann, die möglicherweise vor einem Rückfall in die Depression schützt.

Die Studienergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Counselling and Psychotherapy Research veröffentlicht.

Wirkung von Achtsamkeits-Meditation auf Depressionen

An der Studie nahmen 68 Personen teil, die nach dem Zufallsprinzip entweder eine achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) oder eine „Wartezeit“ durchliefen. Patienten, die eine auf Achtsamkeitsmeditation basierende Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) durchliefen, erlebten mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Verringerung von Gefühle der Selbstunsicherheit und eine Verbesserung des Selbstbewusstseins. Außerdem war bei Personen mit verbessertem Selbstvertrauen die Wahrscheinlichkeit eines depressiven Rückfalls innerhalb von 2 Jahren nach einer auf Achtsamkeitsmeditation basierenden Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT).

Verringerung des Rückfallrisikos

Selbstkritik macht Menschen anfällig für Depressionen. Nach Ansicht von Dr. Elisabeth Schanche von der Universität Bergen zeigt die vorliegende Untersuchung, dass eine auf achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie die Beziehung zu sich selbst beeinflussen kann und dass Selbstsicherheit vor einem Rückfall in die Depression schützen kann.

Was ist MBCT?

Bei der achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie (Mindfulness-Based Cognitive Therapy, MBCT) handelt es sich um ein psychotherapeutisches Verfahren, das insbesondere für die Prävention von Rückfällen entwickelt wurde. Die achtwöchige Therapie, die in Gruppen durchgeführt wird, kombiniert intensives Training von Achtsamkeitsmeditation nach dem Vorgehen des achtsamkeitsbasierten Stress-Reduktionsprogramms (Mindfulness-Based Stress Reduction, MBSR) mit Elementen aus der kognitiven Therapie für Depression.

Wie wirksam ist eine achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie?

Eine achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (Mindfulness-Based Cognitive Therapy) ist nachweislich am effektivsten bei Menschen, die bereits drei oder mehr vorangegangene Episoden von Depressionen erlebt haben, und reduziert das Risiko eines Rückfalls. Die Betroffenen berichteten, dass sie besser in der Lage waren, zu erkennen, wenn ihre negativen Gedanken außer Kontrolle gerieten, und dass sie in der Lage waren, sich von diesen Gedanken zu lösen.

Was bewirkt Meditation?

Meditation ist ein Begriff für eine Reihe von geistigen Übungen, die seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturen überliefert sind und seit dem 20. Jahrhundert in der westlichen Welt zunehmend auf der Grundlage eines weltlichen Ansatzes praktiziert und erforscht werden.

Als Meditation wird eine Reihe von Entspannungsübungen, Konzentrationsübungen und Achtsamkeitsübungen bezeichnet. Ziel dieser Übungen ist es, einen Zustand des inneren Friedens zu erlangen. Man kann diesen Zustand als gedankenloses Bewusst-sein bezeichnen.

Meditation kann das mentale Durcheinander zum Stillstand bringen. Der Geist wird dadurch freier und klarer, die Psyche ausgeglichener und harmonischer, der Körper entspannter und das Verhalten ausgeglichener und natürlicher.

Kann man lernen, selbst zu meditieren? Das Meditieren ist einfach das Bewusstwerden seiner selbst. Mit etwas Zeit, Übung und Geduld kann man diesen Zustand fast immer erreichen.

(Quellen:NIH, NSH, UK, Counselling and Psychotherapy Research, Wiley / University of Bergen ,Artikel: Self‐criticism and self‐reassurance in individuals with recurrent depression: Effects of Mindfulness‐Based Cognitive Therapy and relationship to relapse. Autoren: Elisabeth Schanche, Jon Vøllestad, Endre Visted, Julie Lillebostad Svendsen, Per‐Einar Binder, Berge Osnes, Petter Franer, Lin Sørensen)

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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