Studie: Omega-3-Fettsäuren haben bei Depressionen und Angststörungen keine nachweisbare Wirkung-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungsmittel

Studie: Omega-3-Fettsäuren haben bei Depressionen und Angststörungen keine nachweisbare Wirkung

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Ein Beitrag der Medizin Doc Redaktion vom 26. Februar 2020

Studie zu Omega-3-Fettsäuren und ihrer Wirkung gegen Angststörung und Depressionen: Der steigende Konsum von Omega-3-Fetten wird weltweit stark gefördert, da man davon ausgeht, dass es vor Erkrankungen wie zum Beispiel Angstzuständen und Depressionen schützt oder diese Krankheiten dadurch sogar umgekehrt werden könnten.

Wirkung von Omega 3 Fettsäuren auf Angststörungen und Depressionen

Untersuchungen der University of East Anglia kommen jedoch zu dem Schluss, dass Omega-3-Fettsäuren nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf Angststörungen, Angstzustände und Depressionen. Die Ergebnisse wurden im British Journal of Psychiatry veröffentlicht.

Das Forschungsteam der University of East Anglia untersuchte 31 Studien mit Erwachsenen mit und ohne Depressionen, Angstzuständen beziehungsweise einer Angststörung. Dabei stellte sich heraus, dass die Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren wenig oder gar keine Wirkung in Bezug auf die Verhinderung von Depressionen oder Angstsymptomen hatten.

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Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel

Bereits frühere Studien und Untersuchungen haben gezeigt, dass langkettige Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel, nicht vor Krankheiten wie Herzkrankheiten, Schlaganfall, Diabetes oder Tod schützen, erklärt Dr. Lee Hooper von der medizinischen Fakultät der UEA in Norwich.

Diese große systematische Übersicht an Studien und Forschungsarbeiten zu Omega-3 und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zur Vorbeugung von Depressionen, Angstsymptomen und Angststörungen enthielt Informationen von vielen Tausenden von Menschen über lange Zeiträume. Trotz all dieser Informationen sehen die Wissenschaftler keine schützende Wirkung.

Keine Wirkung von langkettigen Omega-3-Fetten auf Depressionen oder Angststörungen

Die Studien zeigten durchweg wenig oder keine Wirkung von langkettigen Omega-3-Fetten auf Depressionen oder Angstzustände und sie sollten mach Meinung der Wissenschaftler nicht als Behandlung gefördert werden.

Fettiger Fisch kann als Teil einer ausgewogenen Ernährung ein sehr nahrhaftes Nahrungsmittel sein. Aber die Wissenschaftler stellten fest, dass es keinen nachweisbaren Wert für Menschen gibt, die Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Öl wie Fischöl zur Vorbeugung oder Behandlung von Depressionen und Angststörungen einnehmen.

Anderen Forschungsarbeiten und Studien zufolge können durch die tägliche Einnahmen von zwei Esslöffel Leinöl nachweislich die Entzündungswerte und die Blutfettwerte im menschlichen Körper sowie den Blutdruck verbessern.

Ökologischen Bedenken

Mit Blick auf die ökologischen Bedenken gegen die industrielle Fischerei und den Auswirkungen, die sie auf die Fischbestände und die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik hat, scheint es nicht hilfreich zu sein, weiterhin Fischöltabletten zu schlucken, die keinen Nutzen bringen.

Die vorliegende Forschungsarbeit zu Omega-3 und mehrfach ungesättigte Fettsäuren zur Vorbeugung von Depressionen, Angststörungen und Angstsymptomen wurde von der Weltgesundheitsorganisation finanziert und British Journal of Psychiatry veröffentlicht.

Omega-3-Quellen

Geringe Mengen von Omega-3 und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind für die Gesundheit unerlässlich. Nur ein kleiner Teil unserer Nahrungsmittel, die wir essen, enthalten Omega-3-Fettsäuren. Größere Mengen an Omega-3 finden sich in pflanzliche Ölen, Nüssen, Samen und fettem Fisch, wie beispielsweise Lachs, Sardellen, Hering und Makrele. Auch Leinöl ist eine gute Quelle für Omega-3. Zudem sind Omega-3-Fettsäuren auch als rezeptfrei Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

(Quelle: University of East Anglia / British Journal of Psychiatry)

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