Diabetes: Auswirkung von Vitamin A, C, D und E auf diabetische Retinopathie bei Diabetikern

Diabetes-Forschung 2022, Gesundheitsnews, Medizin und Forschung

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 31. Januar 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Diabetes und Augenerkrankungen: Wissenschaftler haben in einer aktuellen Studie festgestellt, dass die Konzentration von Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E bei Diabetikern mit diabetischer Retinopathie vergleichsweise niedriger ist als bei Menschen ohne diese Erkrankung.

Die Forschungsergebnisse wurden unlängst im American Journal of Ophthalmology veröffentlicht. Unter einer diabetischen Retinopathie versteht man eine Erkrankung der Netzhaut im Auge aufgrund zu hoher Blutzuckerwerte.

Diabetes und Mikronährstoffe

Aus früheren Studien ist bekannt, dass Mikronährstoffe vor der Entwicklung von Diabetes und seinen Folgeerkrankungen schützen, indem sie die Insυlinhormonempfindlichkeit beeinflussen und die Funktion der β-Zellen des Pankreas aufrechterhalten.

Die Auswirkungen von Mikronährstoffen auf Diabetes in der Praxis sind jedoch noch wenig erforscht.

Dr. Wei Wang von der Sun Yat-sen University in der chinesischen Provinz Guangdong führte daher eine Studie durch, um die Zusammenhänge zwischen zirkulierenden Mikronährstoffen (Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E und Carotinoide) und dem Risiko einer diabetischen Retinopathie zu untersuchen.

Die Forscher untersuchten in einer wissenschaftlichen Studie 517 Diabetiker aus der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES).

The National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) ist ein Studienprogramm zur Bewertung des Gesundheits- und Ernährungszustands von Erwachsenen und Kindern in den Vereinigten Staaten.

Mithilfe der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie wurden die Mikronährstoffe ermittelt und die Vitamin-D-Konzentration im Blut berechnet.

Anhand von non-mydriatischen Fundusfotografien stellten die Forschenden fest, ob eine Augenerkrankung vorlag. Darüber hinaus führten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Meta-Analyse von relevanten Studien durch, die in dem Zeitraum von Anfang Januar 1990 bis Ende Dezember 2020 veröffentlicht wurden.

Die Forschenden stellten bei 25 Prozent der untersuchten Diabetiker eine diabetische Retinopathie fest.

Außerdem fanden sie heraus, dass der Vitamin-C-Spiegel im Blut mit einem geringeren Risiko für eine diabetische Retinopathie verbunden war. Es wurde jedoch kein Zusammenhang zwischen einer diabetischen Retinopathie und zirkulierendem Vitamin A oder Carotinoiden festgestellt.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass diese Untersuchung einen signifikanten umgekehrten Wirkungszusammenhang zwischen einer zirkulierenden Vitamin-C-Konzentration im Blut und einer diabetischen Retinopathie nachweist.

Bei Patienten mit einer diabetischen Retinopathie wurden niedrigere Vitamin-C-, Vitamin-D– und Vitamin-E-Konzentrationen im Blut nachgewiesen als bei Patienten ohne diese Augenerkrankung.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die diabetische Retinopathie in den Industrieländern etwa 15 bis 17 Prozent Erblindungsrate ausmacht.

Quellen: American Journal of Ophthalmology / Sun Yat-sen University (中山大学) / DOI: https://doi.org/10.1016/j.ajo.2022.01.005

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