Forscher untersuchen Vitamin-D-Mangel im Zusammenhang mit Kniearthrose

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 6. Januar 2022

Eine Studie von Forschenden am IIS LA FE – Medical Research Institute Hospital La Fe in Valencia, Spanien, ergab, dass bei Patientinnen und Patienten mit früher Kniearthrose, die einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufwiesen, ein höheres Maß an Schmerzintensität, körperliche Beeinträchtigungen und Angst sowie eine geringere soziale Teilhabe zu beobachten war.

Die Rolle von Vitamin D bei der Entstehung und Entwicklung dieser Erkrankung ist nicht klar. Aus diesen Grund führten Forscherinnen und Forscher am IIS LA FE – Medical Research Institute Hospital La Fe in Valencia eine Studie durch, um den Zusammenhang zwischen der Vitamin-D-Konzentration im Körper und der Kniearthrose zu untersuchen.

Dabei untersuchten sie auch den Zusammenhang zwischen dem Parathormonspiegel und Kniearthrose sowie die Zusammenhänge zwischen Vitamin-D-Mangel, Parathormonspiegel (PTH) und Schmerzintensität, körperlicher Einschränkung, psychologischen und funktionellen Variablen bei Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler führten eine Querschnittsstudie durch, in die sie insgesamt 96 Patientinnen und Patienten einschlossen, darunter 48 mit Kniearthrose und 48 vergleichbare Kontrollpersonen. Die Forscher untersuchten den 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel und und den Parathormonspiegel.

Außerdem untersuchten sie die physischen und psychologischen Parameter, um deren Zusammenhang mit dem Vitamin-D-Spiegel zu ermitteln.

Zur Messung der Schmerzintensität verwendeten sie die Visuelle Analogskala. Der Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index (WOMAC)-Fragebogen wurde zur Bewertung der Beeinträchtigung durch die Osteoarthritis verwendet und selbst ausgefüllt.

Die Forscherinnen und Forscher setzten zudem einen speziellen Test ein, um die funktionelle Leistungsfähigkeit zu beurteilen. Darüber hinaus wurden psychologische und soziale Parameter gemessen, um ihren Zusammenhang mit dem Vitamin-D-Spiegel zu ermitteln.

Bei der Analyse stellten die Forscherinnen und Forscher fest, dass Patienten mit Kniearthrose niedrigere Vitamin-D-Spiegel im Vergleich zu den entsprechenden Vergleichspersonen aufwiesen.

Im Vergleich zu der Vergleichsgruppe wies eine signifikant höhere Anzahl von Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose einen Vitamin-D-Mangel (<20 ng/ml) auf.

Bei den Patienten mit niedrigeren Vitamin-D-Spiegeln wurden höhere Werte für Schmerzintensität, Behinderung und Angst sowie schlechtere Werte für das Sitzen im Stehen, die Gehgeschwindigkeit und die soziale Teilhabe festgestellt.

Bei der Korrelationsanalyse stellten sie einen Zusammenhang zwischen dem 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel, dem Parathormonspiegel und der Schmerzintensität sowie der sozialen Teilhabe fest.

Zusammenfassend stellten die Autorinnen und Autoren der Studie fest, dass ein Vitamin-D-Mangel bei Patienten mit Kniearthrose signifikant mit einer höheren Schmerzintensität, körperlichen Beeinträchtigungen, Angst und depressiven Symptomen, einer geringeren sozialen Teilhabe und einer geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit verbunden ist.

Ein niedrigerer Parathormonspiegel ist mit einer höheren Schmerzintensität und einer geringeren sozialen Teilhabe verbunden. Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Vitamin D für die Vorbeugung und Frühdiagnose von Kniearthrose.

Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nutrients veröffentlicht.

Quellen: IIS LA FE – Medical Research Institute Hospital La Fe / Nutrients / Ana Alabajos-Cea et al., The Role of Vitamin D in Early Knee Osteoarthritis and Its Relationship with Their Physical and Psychological Status, Nutrients

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