Meditation: Studie zu Achtsamkeit in Verbindung mit Schmerzempfindlichkeit

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 25. Oktober 2021

Achtsamkeit und Achtsamkeitsmeditation: Menschen, die von Natur aus achtsamer sind, berichten über weniger Schmerzen und zeigen eine geringere Aktivierung einer bestimmten Hirnregion als Reaktion auf einen unangenehmen Wärmereiz, so das Ergebnis einer Studie, die von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Wake Forest University durchgeführt und in der Fachzeitschrift Pain veröffentlicht.

Die angeborene Fähigkeit, achtsam zu sein, das heißt, die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten, ohne darauf zu reagieren, ist bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt.

Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen, die von Natur aus achtsamer sind, tendenziell weniger Schmerzen haben, vielleicht weil sie Schmerzen leichter akzeptieren und nicht so viel Zeit damit verbringen, darüber nachzudenken und sich Sorgen zu machen. Die Gehirnmechanismen, die dem Zusammenhang zwischen angeborener Achtsamkeit und Schmerzen zugrunde liegen, sind jedoch noch nicht bekannt.

In der vorliegenden Studie der Wake Forest University füllten 76 gesunde Menschen, die keine Erfahrung mit Meditation hatten, den sogenannten Freiburger Fragebogen zur Achtsamkeit (FFA) aus, mit dem die angeborene Achtsamkeit bewertet wird.

Außerdem nahmen die Probanden an zwei Testsitzungen teil, bei denen sie in einem Magnetresonanztomographen (MRT) lagen und mit einer Wärmesonde eine Reihe kurzer, harmloser, aber manchmal unangenehmer Hitzereize auf den Unterschenkel abgegeben wurden.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bewerteten die Unbehaglichkeit der Hitze und die Intensität des Schmerzes, den sie empfanden. Außerdem wurden Veränderungen des Blutflusses im Gehirn aufgezeichnet.

Personen mit einer höheren angeborenen Achtsamkeit berichteten über weniger Schmerzen. Höhere Achtsamkeit war auch mit einer stärkeren Deaktivierung einer Gehirnregion verbunden, die sich vom Precuneus bis zum posterioren cingulären Kortex erstreckt, wenn sie unangenehmer Hitze ausgesetzt waren.

Dieser Teil des Gehirns ist an der Aufmerksamkeit und den subjektiven emotionalen Reaktionen auf Empfindungen beteiligt. Er spielt eine Rolle dabei, wie man auf das, was man erlebt, reagiert.

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung könnten den Studienautoren zufolge für die Entwicklung besserer nicht-pharmakologischer Ansätze zur Schmerzbehandlung nützlich sein, wie etwa Biofeedback, Achtsamkeitsmeditation oder Verhaltenstherapien, die speziell auf die Steigerung der Achtsamkeit und die Verringerung der Aktivität der Gehirnregion Precuneus/posteriorer cingulärer Kortex abzielen.

Quellen: Medizindoc.de mit Material von Wake Forest University / Pain / Zeidan F, Salomons T, Farris SR, et al. Neural mechanisms supporting the relationship between dispositional mindfulness and pain. Pain. 2018;159(12):2477-2485.

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