Hautkrebsrisiko: Zusammenhang von Vitamin-A-Zufuhr und Hautkrebsrisiko bei postmenopausalen Frauen

Frauengesundheit, Gesundheitsnews, Medizin und Forschung, Krankheiten und Krankheitsbilder, Krebsforschung 2024, Stanford University / School of Medicine

M.A. Dirk de Pol, aktualisiert am 30. März 2024, Lesezeit: 3 Minuten

Hautkrebs ist mit weit über 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung in Deutschland.

Laut einer Studie von Forschenden der Stanford University School of Medicine, Department of Dermatology, besteht ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Vitamin A über die Nahrung und der zusätzlichen Einnahme von Vitamin A und dem Hautkrebsrisiko bei postmenopausalen Frauen.

Im Gegensatz zu früheren Forschungsergebnissen zeigen die neuen Daten keinen schützenden Effekt von Vitamin A auf die Entstehung von nicht-melanotischem (hellem) und schwarzem Hautkrebs (kutanes Melanom), sondern legen nahe, dass eine erhöhte Vitamin-A-Zufuhr zu einem erhöhten Risiko für nicht-melanotischen (hellen) weißen Hautkrebs bei postmenopausalen Frauen beitragen könnte.

Während die wissenschaftlichen Studien zur Schutzwirkung von Vitamin A gegen nicht-melanotischen Hautkrebs (heller Hautkrebs) uneinheitlich sind, zeigte eine Studie an einer definierten Patientengruppe (Kohortenstudie) aus dem Jahr 2012, an der mehr als 36.000 Frauen teilnahmen, dass eine zusätzliche Aufnahme (Supplementierung) von Retinol – einer Form von Vitamin A – mit einem verringerten Risiko für schwarzen Hautkrebs bei Frauen verbunden ist.

Um den Zusammenhang zwischen Vitamin A und Hautkrebs bei postmenopausalen Frauen zu untersuchen, nutzten die Forscher der Stanford University School of Medicine Daten aus der Beobachtungsstudie Women’s Health Initiative (WHI), an der 93.676 postmenopausale Frauen teilnahmen. Die endgültige Patientengruppe umfasste 78.881 weiße Frauen aus den gesamten USA.

Zu Beginn der Studien wurden Umfragedaten analysiert, einschließlich demographischer Daten, der täglichen Vitamin-A-Aufnahme mit der Nahrung anhand von Fragebögen zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme, der täglichen Vitamin-A-Supplementierung, der Krankengeschichte, der Neigung zu Verbrennungen/Bräunungen und der Sonnenexposition in der Kindheit und heute.

Die Ergebnisse waren selbst berichtete Fälle von weißen Hautkrebs oder diagnostizierte Fälle von Melanoma in situ (Frühstadium des malignen Melanoms) oder invasivem schwarzem Hautkrebs (invasives Melanom).

Insgesamt traten 13.773 Fälle von hellem Hautkrebs und 1.530 Fälle von schwarzem Hautkrebs über einen Median von 19,3 Jahren in der Nachbeobachtung auf.

In mehreren multivariaten Analysen war eine höhere Vitamin-A-Aufnahme mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für hellen Hautkrebs verbunden.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden jedoch keinen Zusammenhang zwischen der Vitaminzufuhr und dem Risiko, an einem malignen Melanom (schwarzen Hautkrebs) zu erkranken.

  • Die vorliegende Studie wurde auf der Jahrestagung der Society for Investigative Dermatology in Portland, Oregon vorgestellt. Weitere Untersuchung dieser Zusammenhänge sind den Studienautoren zufolge erforderlich.

Quellen

ddp


⊕ Dieser Beitrag wurde auf der Grundlage wissenschaftlicher Fachliteratur und fundierter empirischer Studien und Quellen erstellt und in einem mehrstufigen Prozess überprüft.

Wichtiger Hinweis: Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

ADHS, Asthma und wirtschaftliche Not

ADHS, Asthma und wirtschaftliche Not

ADHS, Asthma und sozioökonomischer Status: Eine komplexe Beziehung. Erfahren Sie, wie diese Faktoren miteinander verknüpft sind....

Verbindung von Narzissmus und Aggression

Verbindung von Narzissmus und Aggression

Entdecken Sie, wie narzisstische Eigenschaften das aggressive Verhalten in alltäglichen Interaktionen beeinflussen....

Beziehung zwischen Ernährung und Gehirngesundheit

Beziehung zwischen Ernährung und Gehirngesundheit

Gehirngesundheit: Studie zeigt, dass abwechslungsreiche Ernährung die kognitive Funktion und Struktur des Gehirns beeinflussen kann....

Studie untersucht den Zusammenhang zwischen vorzeitiger Menopause und Sterblichkeit

Studie untersucht den Zusammenhang zwischen vorzeitiger Menopause und Sterblichkeit

Die vorzeitige Menopause und ihre Folgen für die Sterblichkeit, die Bedeutung regelmäßiger Untersuchungen und einer Hormontherapie....

Die Rolle von Kreatin bei traumatischem Stress

Die Rolle von Kreatin bei traumatischem Stress

PTBS / PTBD: Neue Forschungsergebnisse legen nahe, dass der Kreatinspiegel im Gehirn eine wichtige Rolle spielt....