Hautkrebs: Vitamin E senkt nicht das Risiko für schwarzen oder hellen Hautkrebs

Gesundheitsnews, Medizin und Forschung, Stanford University / School of Medicine

Torsten Lorenz, aktualisiert am 2. Juni 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Hautkrebsprävention: Laut einer wissenschaftlichen Studie von Forschern der Stanford University School of Medicine besteht keine schützende Wirkung durch die Aufnahme von Vitamin E mit der Nahrung und/oder durch Nahrungsergänzungsmittel gegenüber dem Hautkrebsrisiko für das kutane Melanom (CM) und den nicht-melanomen Hautkrebs (NMSC) bei postmenopausalen Frauen.

Risikofaktoren

Zu den wesentlichen Risikofaktoren für das kutane Melanom (schwarzer Hautkrebs) und den Nicht-melanotischen Hautkrebs (heller Hautkrebs) gehören eine helle Haut und eine intensive Sonnenexposition. 

Doch trotz der allgemeinen Bemühungen von Behörden und Organisationen, den Sonnenschutz zu fördern, hat die Häufigkeit der Krebserkrankungen zugenommen. Hautkrebs ist in Deutschland mittlerweile mit weit über 200.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung.

Hautkrebsrisiko senken

Aus diesem Grund ist es erforderlich, Methoden zur therapeutischen Hautkrebsprävention zu finden. Es wird beispielsweise angenommen, dass Antioxidantien wie Vitamin E das Krebsrisiko senken, indem sie reaktive Sauerstoffspezies abfangen und so oxidativen Stress und DNA-Schäden verringern. 

Zur Untersuchung dieser Fragestellung haben Forscher der Stanford University School of Medicine die Daten von mehr als 93.000 postmenopausalen Frauen aus dem Beobachtungsarm der Women’s Health Initiative (WHI) – einer epidemilogischen Erhebung des National Institutes of Health – verwendet. 

Die endgültige Patientengruppe umfasste insgesamt knapp 80.000 weiße Frauen aus den USA. Im Rahmen der WHI-Erhebungen wurden die demografischen Grunddaten, die tägliche Vitamin-E-Zufuhr über die Nahrung, die anhand von Fragebögen zur Häufigkeit der Nahrungsaufnahme geschätzt wurde, die tägliche Vitamin-E-Zufuhr, die Krankengeschichte, die Sonnenexposition in der Kindheit und in der Gegenwart sowie die Neigung zu Verbrennungen oder Bräunung erfasst. 

Als Ergebnis wurde eine bestätigte Diagnose eines Melanoma in situ (Frühstadium eines Malignen Melanoms) oder eines invasiven malignen Melanoms oder eine selbst angegebene Diagnose von nicht-melanomen Hautkrebs während der Nachbeobachtung der Studie ermittelt. 

Zu Beginn der Studie wurde die tägliche Aufnahme von Vitamin E mit der Nahrung und mit Nahrungsergänzungsmitteln gemessen.

Keine schützende Wirkung

Insgesamt wurden 1.530 Fälle von schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) und 13.773 Fälle von weißen Hautkrebs über eine mittlere Nachbeobachtungszeit von 19,3 Jahren ermittelt. 

Den Forschern zufolge wurden keinerlei Zusammenhänge zwischen der Vitamin-E-Zufuhr und schwarzen Hautkrebs (Malignes Melanom) oder weißen Hautkrebs festgestellt.

Die Gesamtaufnahme von Vitamin E hat demnach keine schützende Wirkung gegenüber dem Risiko von schwarzen oder weißen Hautkrebs bei postmenopausalen Frauen.

Quellen: Society for Investigative Dermatology / Stanford University School of Medicine, Department of Dermatology / Krebsdaten (RKI)

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