Gebrechlichkeit im Alter

Risiko für Gebrechlichkeit im Alter steigt um 95 Prozent bei regelmäßiger Einnahme von verschreibungspflichtigen Schmerz- und Schlafmitteln

Risiko für Gebrechlichkeit im Alter: Studie offenbart erstmals statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen der regelmäßigen Anwendung von Schmerz- und/oder Schlafmitteln und dem Gebrechlichkeitsrisiko bei älteren Menschen.

Forscher des Oregon Research Institute (ORI) und der Florida Atlantic University (FAU) haben erstmals statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen der selbstberichteten regelmäßigen Einnahme von verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Schmerzen und/oder Schlaf und dem langfristigen Risiko einer Gebrechlichkeit bei Erwachsenen ab 65 Jahren nachgewiesen.

Gebrechlichkeit ist ein Mangel an einer Vielzahl von funktionalen Maßnahmen und ein zuverlässiger Indikator für den Verlust der Unabhängigkeit, den verstärkten Einsatz von Ressourcen im Gesundheitswesen und die Sterblichkeit. Die möglichen Auswirkungen der aktuellen Forschungsergebnisse sind besonders gravierend, da es für ältere Amerikaner üblich ist, zwei oder mehr verschreibungspflichtige Medikamente gleichzeitig zu verwenden und viele dieser verschreibungspflichtigen Medikamente sind gegen Schmerzen und Schlaflosigkeit, einschließlich Analgetika und Beruhigungsmittel.

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Die im Journal of the American Geriatric Society veröffentlichten Ergebnisse schätzen die langfristigen Risiken von Gebrechlichkeit und ordnen die langfristigen Risiken von zwei Klassen verschreibungspflichtiger Medikamente ein. In den letzten acht Jahren fanden Forscher heraus, dass diejenigen, die selbst über den regelmäßigen Gebrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Schmerzen und Schlaf berichteten, ein um 95 Prozent erhöhtes Risiko für Gebrechlichkeit hatten, verglichen mit denen, die nicht über den regelmäßigen Gebrauch dieser Medikamente berichteten. Bei regelmäßigem verschreibungspflichtigem Medikamentengebrauch nur für Schmerzen oder nur für den Schlaf lagen die erhöhten Risiken bei 58 Prozent bzw. 35 Prozent.

Die Forscher analysierten Daten aus der Health & Retirement Study (HRS), einer national repräsentativen Längskohorte älterer Amerikaner. Für ihre Analyse zu Gebrechlichkeit im Alter wurde eine Gruppe von mehr als 7.000 älteren Erwachsenen (65 bis 104 Jahre) ausgewählt. Die Analysen wurden an die Demografie und den sonstigen Arzneimittelkonsum angepasst.

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“Die gleichzeitige Einnahme von mehreren verschreibungspflichtigen Medikamenten ist ein zunehmendes Phänomen, insbesondere bei älteren Erwachsenen”, sagte JuYoung Park, Professorin an der Phyllis und Harvey Sandler School of Social Work (Florida Atlantic University).

Die Wissenschaftler empfehlen weitere Untersuchungen, um das Risiko von Gebrechlichkeit bei Schmerz– und Schlafmaßnahmen sowie bei verschreibungspflichtigen Schmerz- und Schlafmitteln einzuschätzen.

Der von den Forschern verwendete HRS-Datensatz wird vom National Institute on Aging (NIA) der National Institutes of Health und der Social Security Administration (SSA) gefördert und von der University of Michigan durchgeführt.

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