Altersbedingte Makuladegeneration: Neue Therapien zur Verbesserung und Wiederherstellung des Sehvermögens möglich

Gesundheitsnews, Medizin und Forschung, Yale University / Yale School of Medicine

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 1. Mai 2025, Lesezeit: 3 Minuten

Altersbedingte Makuladegeneration

Forscher finden Zellen, die mit der Hauptursache für Blindheit bei älteren Menschen zusammenhängen.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine der Hauptursachen für Erblindung bei älteren Menschen, von der rund 7 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind und die zu einem fortschreitenden Verlust des zentralen Sehvermögens führt.

  • Genomweite Studien (Untersuchung der genetischen Variation des Genoms eines Organismus) haben fast drei Dutzend Gene identifiziert, die eine Rolle bei der Augenerkrankung spielen, aber genau dort, wo sie im Auge Schaden anrichten, war nicht bekannt.

Was zur Degeneration der Makula beiträgt

In der Zeitschrift Nature Communications berichten Forscher der Yale University, des Broad Institute of the Massachusetts Institute of Technology und der Harvard University, dass Gliazellen (oder Stützzellen) und Gefäßzellen (deren Aufgabe es ist, der Netzhaut Blut zuzuführen) sowie Zapfenzellen zur Degeneration der Makula im zentralen Teil der Netzhaut beitragen.

„Diese Studie hilft, Zelltypen zu identifizieren, die genau untersucht werden können, um neue Therapeutika zu entwickeln“, erklärt Brian Hafler, Mitautor der Studie und Assistant Professor für Ophthalmology and visual science and of pathology in Yale.

Für die beiden Formen der Makuladegeneration gibt es eine begrenzte Anzahl von wirksamen Langzeitbehandlungen. Die feuchte Form wird durch das Wachstum von abnormalen Blutgefäßen unter der Makula verursacht, die durch regelmäßige Injektionen in das Auge gemildert werden können.

Abgesehen von Augenvitaminen für eine bessere Sehkraft gibt es keine Behandlung für die trockene Form der Krankheit, die durch Anhäufungen von gelben Ablagerungen gekennzeichnet ist, die in der Makula als Drusen bezeichnet werden.

Während die derzeitigen Behandlungen einige Vorteile bieten, kann es im Laufe der Zeit zu einem anhaltenden, fortschreitenden Verlust des Sehvermögens bei beiden Formen der Krankheit kommen.

Während Gene identifiziert wurden, die mit dem Risiko einer Makuladegeneration verbunden sind, nutzte das Team von Yale/Harvard/MIT eine neue Einzell-Sequenzierung, um den ersten umfassenden menschlichen Netzhautatlas zu erstellen, und setzte Datenanalyse-Technologie ein, um ihre Auswirkungen auf bestimmte Zelltypen zu lokalisieren, die mit der Krankheit verbunden sind.

Neben den Zapfenzellen, dem Zelltyp, der entscheidend für das zentrale Sehvermögen ist, fanden die Forscher auch eine Assoziation mit Glia- und Gefäßzellen, die mögliche Ziele für neuartige Therapien zur Verbesserung und Wiederherstellung des Sehvermögens bieten.

Quellen

  • Yale University
  • Menon, M., Mohammadi, S., Davila-Velderrain, J. et al. Single-cell transcriptomic atlas of the human retina identifies cell types associated with age-related macular degeneration. Nat Commun 10, 4902 (2019). https://doi.org/10.1038/s41467-019-12780-8

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
vgt

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) | (Patienteninformation Augenklinik)

Quelle: YouTube/Uniklinik Köln

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