Forschung: Was ist an Haferflocken so gesund?

American Heart Association, Superfoods

Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 2. September 2022

Für was ist Beta-Glucan gut? Wie gesund sind Haferflocken?

Haferflocken haben eine Vielzahl gesunder Eigenschaften. Hafer ist einzigartig unter allen Getreidearten, da er viele Nährstoffe besitzt, die für die menschliche Ernährung sowie die Gesundheitsfürsorge wertvoll sind, wie zum Beispiel Beta-Glucan.

Die gesundheitlichen Vorteile von Hafer und Haferflocken

In umfangreichen Studien wurden Hafer und Haferflocken mit vielen gesundheitsfördernden Vorteilen für das Herz in Verbindung gebracht, beispielsweise der Senkung des Cholesterinspiegels (sowohl des Gesamtcholesterinspiegels als auch des „schlechten“ LDL-Cholesterinspiegels) und der Verbesserung der Gewichtskontrolle.

Haferflocken enthalten zudem eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen. Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums enthält eine Tasse mit gekochten Haferflocken etwa 1,8 Milligramm Vitamin B1, also Thiamin.

Das entspricht fast 15 Prozent des Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen. Haferflocken enthalten außerdem 1,36 mg Mangan, was bereits 59 Prozent der Tagesempfehlung für Männer und 76 Prozent für Frauen entspricht.

Aber nicht nur das macht Hafer so besonders, erklärt Candida Rebello, Direktorin des Forschungsprogramms für Ernährung und chronische Krankheiten am Pennington Biomedical Research Center der Louisiana State University in Baton Rouge.

Wieviel Beta-Glucan ist in Haferflocken?

Die gleiche Tasse gekochte Haferflocken hat nur 166 Kalorien und fast 4 Gramm Ballaststoffe. Und das besondere am Hafer ist die Art der Ballaststoffe, die ihn auszeichnen. Es handelt sich um Beta-Glucan.

Beta-Glucan gehört zu den wichtigsten Wirkstoffen im Hafer. Er wirkt nachweislich cholesterinsenkend und antidiabetisch. 100 Gramm Haferflocken enthalten circa 4,5 g Beta-Glucane.

  • Hafer enthält zudem noch andere bioaktive Stoffe wie Phenolsäuren, Alkohole, Sterole, Avenacoside und Avenanthramide.

Es wurde festgestellt, dass sich der Konsum von Hafer positiv auf die Gesundheit des Menschen auswirkt, indem er die Immunmodulation fördert und die Darmmikrobiota verbessert.

Darüber hinaus hilft der Verzehr von Hafer bei der Vorbeugung von Krankheiten wie Arteriosklerose, Dermatitis und einigen Formen von Krebs.

Hafer ist ferner reich an Phytonährstoffen – pflanzliche Stoffe, die die Gesundheit fördern können. Eine Klasse solcher Phytonährstoffe sind die Avenanthramide, die nur in Hafer vorkommen.

Avenanthramide haben möglicherweise eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung, wenngleich die positiven Effekte laut Rebello noch nicht so umfassend erforscht sind wie die der Beta-Glucane.

Wieviel Beta-Glucan enthält Hafermilch?

Hafermilch besteht aus Hafer und Wasser, aber bei der Verarbeitung können Zutaten wie Zucker, Salz, Öl und weitere Zutaten hinzugefügt werden. Hafermilch enthält zwar einige Ballaststoffe, so Rebello – meistens zwei Gramm pro Tasse -, aber der Anteil an Beta-Glucan ist eher gering.

Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hautkrankheiten, Entzündungen und Diabetes

Zusammenfassend: Hafer kann als eines der vielversprechendsten funktionellen Lebensmittel angesehen werden, das viele Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Zahlreiche Belege deuten darauf hin, dass Hafer das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hautkrankheiten, Entzündungen und Diabetes Typ 2 verringert, und diese Wirkungen werden meist mit Beta-Glucane aus Hafer (Oat β‑glucan, OBG) in Verbindung gebracht.

Quellen

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