Forschung: Atopische Dermatitis mit höherem Alzheimer- und Demenz-Risiko verbunden

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Medizin Doc Redaktion, Veröffentlicht am: 09.08.2022, Lesezeit: 3 Minuten

Chronische Hauterkrankungen: Atopische Dermatitis (Ekzem) ist mit einem kleinen, aber erhöhten Risiko für das Auftreten von Demenz verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche Studie, die im Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde.

Vaskuläre Demenz und Alzheimer

Die Forscherin Alexa Magyari von der University of California Berkeley und ihre Kollegen untersuchten, ob bei mehr als 1,7 Millionen älteren Erwachsenen (im Alter von 60 bis 99 Jahren) eine aktive atopische  Dermatitis (Ekzem) mit dem Auftreten von Demenz verbunden ist.

Die Forscherinnen und Forscher fanden bei der Analyse der Daten heraus, dass die Häufigkeit von Demenz bei den Menschen mit atopischer  Dermatitis (Ekzem) 57 pro 10.000 Personenjahre betrug, gegenüber 44 pro 10.000 Personenjahre in der Kontrollgruppe, was zu einem um 27 Prozent erhöhten Risiko für Demenz führt. 

Bei vaskulärer Demenz und bei Alzheimer waren die Ergebnisse ähnlich. Auch nach Berücksichtigung der gleichzeitigen Einnahme von systemischen Kortikosteroiden blieb der beschriebene Zusammenhang bestehen. Es zeigte sich, dass das Risiko bei schwererem Ekzem sogar noch höher ist.

Laut den Autoren der vorliegenden Studie ist atopische Dermatitis bei älteren Erwachsenen weit verbreitet. Aus diesem Grund sollte den Wissenschaftlern zufolge in zukünftigen Studien untersucht werden, wie sich ein entsprechendes Monitoring bei Patientinnen Patienten mit atopischer Dermatitis auf kognitive Beeinträchtigungen im Alter auswirkt.

Atopische Dermatitis

Bei der atopischen Dermatitis, die oft auch als Ekzem bezeichnet wird, handelt es sich um eine chronische, juckende Entzündung der oberen Hautschichten, die häufig bei Menschen auftritt, die an Heuschnupfen oder Asthma leiden oder bei denen diese allergischen Erkrankungen innerhalb der Familie vorkommen.

Quellen

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