Diabetes und Glaukom erhöhen Erblindungsrisiko

Diabetes-Forschung 2024

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 28. Januar 2020, Lesezeit: 3 Minuten

Unerwarteter Sehkraftverlust ist häufiger, als allgemein bekannt.

Eine solcher unerwarteter Sehkraftverlust geschieht oft ohne vorherige Warnzeichen und bei Menschen, die sich nicht bewusst sind, dass sie gefährdet sind.

  • Die beiden häufigsten Verursacher des unerwarteten Sehkraftverlustes sind Diabetes und Glaukom.

Diese Krankheiten werden auch als die „heimlichen Diebe der Sehkraft“ bezeichnet, weil die Symptome im Frühstadium möglicherweise nicht auftreten. Bis eine Person merkt, dass etwas nicht stimmt, kommt es oft zu einem irreversiblen Sehkraftverlust.

Tatsächlich ist die diabetische Augenerkrankung die Hauptursache für die Erblindung von Erwachsenen. Im Durchschnitt erblinden täglich 55 Amerikaner an dieser Krankheit.

Die Zahlen drohen stark zu steigen, da Diabetes aufgrund schlechter Essgewohnheiten, seltener Bewegung und einer alternden Bevölkerung immer häufiger auftritt. Jedes dritte Kind, das vor fünf Jahren in den Vereinigten Staaten geboren wurde, wird voraussichtlich im Laufe seines Lebens zuckerkrank werden.

Diabetes verursacht bei bis zu 70 Prozent der Betroffenen einen teilweisen oder vollständigen Verlust des Sehvermögens. Doch 30 Prozent aller Menschen, die Diabetes haben, wissen nicht einmal, dass sie ihn haben. Selbst Menschen, die wissen, dass sie Diabetes haben, bagatellisieren die Risiken, denen sie ausgesetzt sind.

74 Prozent der Diabetiker werden ernsthafte Komplikationen entwickeln, die zum Verlust der Sehkraft oder zu einem Gliedmaßen- oder Nierenversagen führen können.

Das Glaukom hingegen ist eine Gruppe von Augenkrankheiten, die die feinen Nerven, die das Auge mit dem Gehirn verbinden, langsam schädigen. Bei den meisten Menschen tritt dieser Schaden auf, wenn der Druck im Auge zu hoch ist.

  • Wenn diese Nerven geschädigt werden, kann es zum Verlust der Sehkraft kommen.

Das Glaukom ist die zweithäufigste Ursache für Erblindung in den Vereinigten Staaten. Aber wie bei Diabetes wissen nicht genug Leute darüber Bescheid: Schätzungsweise 4,2 Millionen Amerikaner haben ein Glaukom, aber die Hälfte ist sich dessen nicht bewusst.

Besonders gefährdete Gruppen sind Menschen über 60 Menschen mit einer Familiengeschichte von Glaukom, Diabetiker und sehr kurzsichtige Menschen.

Die gute Nachricht für Risikopersonen ist, dass eine erweiterte Augenuntersuchung die beiden Krankheiten erkennen und eine frühzeitige Behandlung den Sehverlust verhindern kann. Augenexperten raten Risikopersonen zu regelmäßigen Augenuntersuchungen.

Die Sensibilisierung für diabetische Augenkrankheiten und Glaukom ist der Schlüssel zur Vermeidung unnötiger Augenprobleme und unumkehrbaren Sehkraftverlust.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

ddp


Quelle: Youtube/Springer Medizin

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