Alzheimer vorbeugen: Rolle der vaskulären Dysfunktion bei der Alzheimer

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 19. Oktober 2020, Lesezeit: 2 Minuten

Alzheimer-Forschung: Einer neuen Alzheimer-Studie der University of Southern California (USC) zufolge, steht eine beeinträchtigte Durchblutung des Gehirns mit der Bildung von Tau-Tangles im Zusammenhang, einem charakteristischen Indikator für den kognitiven Rückgang.

Die Ergebnisse der Forschungsarbeit, die im Journal of Neuroscience veröffentlicht wurden, legen nahe, dass Behandlungen, die auf die vaskuläre Gesundheit des Gehirns abzielen – ebenso wie Amyloid-Plaques und Tau-Tangles – möglicherweise wirksamer bei der Erhaltung des Gedächtnisses und der kognitiven Funktion sind als Einzeltherapien.

Alzheimer und die Rolle von Durchblutungsstörungen im Gehirn

Den Studienautoren zufolge bestätigt die Forschungsarbeit, dass die Gesundheit der Gefäße und die damit verbundenen Risikofaktoren – wie Rauchen, Bluthochdruck und Bewegungsmangel – im Rahmen der Alzheimer-Prävention besonders berücksichtigen sollten.

Die Forscher wollten verstehen, wie der eingeschränkte Blutfluss im Gehirn mit der Bildung von Tau-Proteinen zusammenhängt, die für Alzheimer charakteristisch sind. Dazu untersuchte das Team MRT- und PET-Bilder sowie Rückenmarksflüssigkeit bei zwei unterschiedlichen Teilnehmer-Gruppen: zum einen bei kognitiv normalen Personen und bei Personen in verschiedenen Demenzstadien, einschließlich leichter kognitiver Beeinträchtigung und Alzheimer.

Judy Pa, Associate Professorin für Neurologie an der Keck School of Medicine des Mark and Mary Stevens Neuroimaging and Informatics Institute (INI) der USC und Seniorautorin der Studie und ihre Kollegen fanden heraus, dass bei den Patienten mit einer starken Überlappung zwischen vaskulärer Dysfunktion (Störung des Gefäßsystems, eingeschränkte Funktion der Blutgefäße) und Tau-Pathologie in wichtigen Alzheimer-Hirnregionen die schwerwiegendsten kognitiven Symptome auftraten.

Dieser Zusammenhang war bei den Probanden in fortgeschritteneren Stadien der Alzheimer-Krankheit am ausgeprägtesten, was mach Meinung der Forscher darauf hindeutet, dass der Pfad mit einem kognitiven Rückgang im Laufe der Zeit korrespondiert.

Dieser Befund ist besonders wichtig, weil er darauf hindeutet, dass der Signalweg ein nützlicher biologischer Marker zur Messung des Fortschreitens von Alzheimer bei Patienten sein könnte. Der Effekt war auch bei Amyloid-positiven Studienteilnehmern am stärksten ausgeprägt, was auf eine Beziehung zwischen zerebrovaskulären, Tau- und Amyloid-Pathologien hinweist.

Dem Forschungsteam gehörte eine Gruppe von Experten des INI und der Abteilungen für Neurologie, Radiologie und Physiologie und Neurowissenschaften der Keck School of Medicine an. Zu den nachsten Schritten gehört die Bewertung, wie die Synergie zwischen diesen Pathologien mit dem kognitiven Rückgang im Laufe der Zeit zusammenhängt.

Alzheimer vorbeugen

Durchblutungsstörungen im Gehirn vorbeugen: Die Forscher beginnen nun, die Rolle der vaskulären Dysfunktion (Fehlfunktion der Blutgefäße) bei der Alzheimer-Krankheit vollständig zu verstehen. Die Kontrolle von Alzheimer-Risikofaktoren wie Rauchen und Bluthochdruck sind demnach verhältnismäßig einfache Änderungen des Lebensstils, die den Risikopatienten im Rahmen der Alzheimer-Prävention Hoffnung geben können.

(Quelle: University of Southern California (USC)/ Journal of Neuroscience)

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