Alzheimer: Neue Studienergebnisse liefern besseres Verständnis der Krankheit

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 11. Juni 2025, Lesezeit: 2 Minuten

Alzheimer-Forschung: Neue Ergebnisse zeigen, dass das komplexe Geflecht aus Proteinen und möglicherweise anderen Biomolekülen, das die umgebenden Zellen im Gehirn strukturell und biochemisch unterstützt, eine wichtige Rolle bei der Alzheimer-Krankheit spielt.

Die Studie, die von Forschern des Massachusetts General Hospital (MGH) in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Changchun Institute of Applied Chemistry der Chinese Academy of Sciences und des Leibniz Institute for Interactive Materials in China und Deutschland durchgeführt wurde, wurde in der Zeitschrift Angewandte Chemie International Edition veröffentlicht.

Das Geflecht, das die Zellen unterstützt – die so genannte extrazelluläre Matrix (ECM) – enthält faserige Proteine wie Elastin. Als die Forscher des Massachusetts General Hospital untersuchten, ob die Komponenten aus der Hirn-ECM die Entstehung (Pathogenese) von Alzheimer beeinflussen können, fanden sie heraus, dass elastinähnliche Polypeptide (ELPs) der extrazellulären Matrix (ECM) die Ansammlung von Amyloid-beta-Peptiden – ein Merkmal der Alzheimer-Krankheit – sowohl in Zell- als auch in Tiermodellen deutlich erhöhten. Darüber hinaus zeigten Mäuse, die mit ELPs behandelt wurden, eine signifikante kognitive Beeinträchtigung.

Was den beteiligten Mechanismus betrifft, so war die Erhöhung der Amyloid-beta-Spiegel mit einer erhöhten Verarbeitung des Vorläuferproteins verbunden, das schließlich zu Amyloid-beta wird.

„Die Ursachen von Alzheimer sind komplex und wurden nicht vollständig aufgeklärt. Unsere Studie nutzt die reiche Expertise unseres interdisziplinären Teams aus Biochemie, Genetik, Zell- und Molekularbiologie sowie Biomaterialien, die zur Entdeckung eines neuen Teils des Puzzles zum Verständnis der Alzheimer-Krankheit führte“, so Dr. Can (Martin) Zhang von Massachusetts General Hospital.

Den Wissenschaftlern zu folge weisen die Ergebnisse erstmals darauf hin, dass Elastin im Gehirn mit Alzheimer-bedingten pathologischen und verhaltensbedingten Veränderungen in Verbindung gebracht wird.

Dieser Befund ist vielversprechend bei der Entwicklung ELP-basierter Modellsysteme, um die Entstehung der Alzheimer-Krankheit besser zu verstehen, so die Forscher.

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