Was hilft bei Migräne? Forscher untersuchen unterschiedliche Behandlungsansätze

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 10. Juni 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Migräne-Behandlung ohne Medikamente: Einer Studie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zufolge erwiesen sich bei Erwachsenen mit Migräne erwiesen sowohl die migränespezifische, integrative kognitive Verhaltenstherapie (miCBT) als auch das Entspannungstraining (RLX) als wirksame Behandlungsmethoden.

Kognitive Verhaltenstherapie und Entspannungstraining

Dr. Timo Klan von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Kollegen führten eine Studie mit 121 erwachsenen Patientinnen und Patienten mit Migräne durch, die einer miCBT-Kombination aus mehreren Therapie-Ansätzen (Trigger- und Stressmanagement, Bewältigung der Angst vor Anfällen, Entspannungstraining), einem einzelnen verhaltenstherapeutischen Ansatz (RLX) als aktive Kontrollgruppe und einer Kontrollgruppe auf der Warteliste (WLC) zugeordnet wurden.

Die migränespezifische, integrative kognitive Verhaltenstherapie (miCBT) und das Entspannungstraining (RLX) bestanden jeweils aus sieben 90-minütigen Sitzungen.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass beide Behandlungsgruppen im Vergleich zur WLC-Kontrollgruppe eine deutlich stärkere Verbesserung der Selbstwirksamkeit vor und nach der Behandlung aufwiesen.

In den Nachuntersuchungen zeigten sich für beide Behandlungen signifikante Verbesserungen innerhalb der Gruppe vom Ausgangswert bis zur 12-monatigen Nachuntersuchung in allen vier Hauptzielgrößen (Kopfschmerztage, kopfschmerzbedingte Einschränkungen, emotionale Belastung und Selbstwirksamkeit).

Laut den Autoren der Studie erbrachten in der Nachbeobachtung beide Behandlungsmethoden signifikante gruppeninterne Verbesserungen bei den meisten der Ergebnisse.

Entgegen den Erwartungen war die migränespezifische, integrative kognitive Verhaltenstherapie (miCBT) dem Entspannungstraining (RLX) bei der Verbesserung der klinischen Ergebnisse nicht überlegen. Die Forschungsarbeit wurde in dem Fachblatt Frontiers in Neurology veröffentlicht.

Achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie wirkt (bedingt) positiv bei Migräne

Laut einer Studie, die im International Journal of Behavioral Medicine veröffentlicht wurde, führt eine migränespezifische Anpassung des Programms der achtsamkeitsbasierten kognitiven Therapie (MBCT) nicht zu einer Verbesserung der kopfschmerzbedingten Beeinträchtigungen bei Migräne-Patienten, dafür aber zu einer Verringerung der Kopfschmerzhäufigkeit und einer Verbesserung der psychischen Funktionsfähigkeit.

Forschende an der Universität Freiburg wiesen in ihrer Studie 54 Migräne-Patienten nach dem Zufallsprinzip einer Warteliste oder einem migränespezifischen MBCT-Programm zu. Die Patienten wurden zu Beginn und nach der Intervention sowie bei der Nachuntersuchung (sieben Monate) in der Interventionsgruppe untersucht.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beobachteten zwar keinen signifikanten Gruppenunterschied beim primären Ergebnis der kopfschmerzbedingten Beeinträchtigung, aber eine signifikante Verringerung der Kopfschmerzhäufigkeit durch die Intervention.

Quellen

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Migräne und Clusterkopfschmerzen – Was ist der Unterschied?

Quelle: Die Techniker

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