Tierarztbesuch: Welche Musik Katzen beruhigt und entspannt

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 27. Januar 2023, Lesezeit: 3 Minuten

Tierarztbesuch mit einer ängstlichen Katze: Eine Katze zum Tierarzt zu bringen, kann sowohl für das Tier als auch für seinen Besitzer ein stressiges Erlebnis sein.

Eine Studie von Wissenschaftlern der Louisiana State University zeigt, dass das Abspielen von spezieller katzenspeziefischer Begleitmusik während des Besuchs in einer Tierklinik helfen kann, bei Hauskatzen die physiologischen Stressreaktionen zu reduzieren.

  • Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Journal of Feline Medicine and Surgery (JFMS) veröffentlicht.

Der Einsatz von Musik wird in der Humanmedizin immer beliebter. Studien zeigen eine Reihe von Vorteilen, von der Verbesserung der motorischen und kognitiven Funktion bei Schlaganfallpatienten bis hin zum Abbau von Ängsten im Zusammenhang mit medizinischen Untersuchungen, diagnostischen Verfahren und Operationen.

Der Nutzen von Musik wurde auch bei Katzen und anderen Tieren untersucht. Forschungen, die bereits zuvor in JFMS veröffentlicht wurden haben gezeigt, dass Katzen, die unter Vollnarkose stehen, physiologisch auf Musik reagieren.

  • Darüber hinaus scheinen sie in einem entspannteren Zustand zu sein, wenn klassische Musik gespielt wird, im Vergleich zu Pop und Heavy Metal.

Beruhigende Wirkung von speziell für Katzen komponierte Musik

In der vorliegenden Studie haben Forscher der Louisiana State University (LSU), USA, die Auswirkungen verschiedener Arten von Musik noch einen Schritt weiter analysiert, indem sie die beruhigende Wirkung von speziell für Katzen komponierter Musik untersucht haben.

Musikstücke, die als angenehm für das menschliche Ohr empfunden werden, haben oft einen Takt, der dem menschlichen Ruhepuls ähnelt und enthält Frequenzen aus dem menschlichen Stimmbereich.

Dieses Prinzip wurde auf katzenspezifische Musik übertragen, die sich aus musikalischen Elementen zusammensetzt, die auf der Grundlage von katzen-assoziierten Vokalisationen wie Schnurren und Saugen sowie Frequenzen, die dem Stimmumfang der Katze ähneln, der zwei Oktaven höher ist als der des Menschen, basieren.

Um die Auswirkungen von katzenspezifischer Musik zu beurteilen wurden bei 20 Hauskatzen jeweils drei tierärztlichen Untersuchungen in der Tierklinik im Abstand von 2 Wochen durchgeführt.

Während der Untersuchungen wurde in einer zufälligen Reihenfolge jeweils 20 Minuten katzenspezifische Musik („Scooter Beres Arie“ von David Teie), klassischer Musik („Élégie“ von Fauré) oder keine Musik (Stille) abgespielt.

Für jede Katze wurden anhand von Videoaufnahmen der Untersuchungen Katzen-Stresswerte, die auf dem Verhalten und der Körperhaltung der Katzen basieren und Skalenwerte für den Umgang mit den Katzen, die auf den Reaktionen der Katzen auf den Betreuer basieren, vergeben.

Es wurden außerdem Neutrophil:Lymphozyten-Verhältnisse aus Blutproben gemessen, um nach einer physiologischen Stressreaktion zu suchen.

Die Untersuchung ergab, dass die Katzen während der Behandlung weniger gestresst zu sein schienen, wenn die katzenspezifische Musik abgespielt wurde, verglichen mit klassischer Musik und ohne Musik.

Dieser Effekt spiegelte sich zwar nicht im Neutrophil:Lymphozyten-Verhältnis wider, aber die Forscher vermuten, dass 20 Minuten möglicherweise nicht lang genug waren, um dieses Verhältnis durch Musik beeinflussen zu können.

Quellen

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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