Was ist idiopathische intrakranielle Hypertonie?

Krankheiten und Krankheitsbilder

ddp, Beitrag vom 7. März 2022

Idiopathische intrakranielle Hypertonie (IIH) liegt vor, wenn zu hoher Druck im Gehirn Symptome wie Sehstörungen und Kopfschmerzen verursacht.

Krankheitsbild

Eine IIH entsteht, wenn sich zu viel Liquor (Liquor cerebrospinalis) – die Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt – im Schädel ansammelt. Dadurch wird zusätzlicher Druck auf das Gehirn und den Nerv im hinteren Teil des Auges, den Sehnerv, ausgeübt.

Bei Veränderungen des Sehvermögens ist es wichtig, mit einem Augenarzt zu sprechen. Er kann feststellen, ob die Symptome mit einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie oder einer anderen Erkrankung zusammenhängen. Sollte es sich um eine idiopathische intrakranielle Hypertonie handeln, gibt es Behandlungen, die dabei helfen können, die Symptome zu lindern.

Symptome

Anzeichen und Symptome einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie. Zu den Symptomen können gehören unter anderem:

Bei einer Veränderung der Sehkraft oder anderen Symptomen, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

Die Symptome einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie (IIH) ähneln oft den Symptomen eines Hirntumors – daher wird die IIH manchmal auch als Pseudotumor cerebri oder „falscher Tumor“ bezeichnet. Etwa 19 von 20 Menschen mit einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie sind Frauen.

Besteht bei mir ein Risiko für IIH?

Die idiopathische intrakranielle Hypertonie (IIH) ist selten, aber einige Menschen haben ein höheres Risiko. Am häufigsten tritt sie bei Frauen zwischen 20 und 50 Jahren auf.

Auch Übergewicht oder Fettleibigkeit erhöhen das Risiko einer IIH. Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 haben ein höheres Risiko.

Ursachen

Was verursacht eine idiopathische intrakranielle Hypertonie? Die Experten wissen nicht, was die IIH verursacht. Es gibt jedoch andere Arten der intrakraniellen Hypertonie, für die die Ursachen bekannt sind:

  • Die akute intrakranielle Hypertonie tritt plötzlich auf, in der Regel aufgrund eines Unfalls oder eines Schlaganfalls
  • Chronische intrakranielle Hypertonie entwickelt sich im Laufe der Zeit, in der Regel aufgrund eines Gesundheitsproblems wie eines Blutgerinnsels oder eines Hirntumors oder aufgrund der Einnahme bestimmter Medikamente.
  • Wenn die Ärzte keine Ursache für den hohen Druck finden können, spricht man von IIH.

Diagnose

Wie kann mein Augenarzt eine IIH feststellen? Um Anzeichen einer IIH festzustellen, wird der behandelnde Augenarzt verschiedene Tests durchführen. Dazu gehören eine Untersuchung mit Pupillenerweiterung und ein Gesichtsfeldtest zur Überprüfung des peripheren Sehvermögens.

Gegebenenfalls schickt der Augenarzt den Patienten auch zu einem Neurologen (einem Arzt, der sich auf das Gehirn spezialisiert hat).

Der Neurologe wird sich vergewissern, dass die Symptome nicht durch ein anderes Gesundheitsproblem, wie beispielsweise einen Hirntumor, verursacht werden. Ein Neurologe kann unter anderem folgende Tests durchführen:

  • Eine körperliche Untersuchung
  • Bildgebung des Gehirns, zum Beispiel eine CT- oder MRT-Untersuchung
  • Eine Lumbalpunktion zur Untersuchung des Liquors

Behandlung

Wie wird die idiopathische intrakranielle Hypertonie behandelt? Bei den meisten Menschen bessern sich die Symptome einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie mit einer Behandlung. Die Behandlungen umfassen in erster Linie Gewichtsabnahme.

Bei übergewichtigen oder fettleibigen Menschen mit einer idiopathischen intrakraniellen Hypertonie ist eine Gewichtsabnahme in der Regel die erste Maßnahme.

Wenn Betroffene etwa 5 bis 10 Prozent ihres Körpergewichts abnehmen, kann das helfen, die Symptome zu lindern – wer beispielsweise 100 Kg wiegt, sollte etwa 5 bis 10 Kg abnehmen. Sprechen Sie mit einem Arzt über sichere und nachhaltige Möglichkeiten zur Gewichtsabnahme.

Medikamente

Ärzte können zusätzlich zu einer Gewichtsabnahme spezielle Medikamente empfehlen, die dem Körper dabei helfen, weniger Liquor zu bilden.

Operation

Wenn andere Behandlungen nicht anschlagen, kommt auch eine Operation infrage, um den Druck zu mindern. Bei einer Shunt-Operation legen Ärzte ein Shuntsystems an, das heisst, sie setzen einen dünnen Schlauch, einen so genannten Shunt, ein, damit überschüssige Flüssigkeit aus dem Gehirn in den Rest des Körpers abfließen kann. Das überschüssige Hirnwasser wird in diesem Bereich problemlos vom Körper absorbiert.

Quelle: Medizindoc mit Material von NIH / NHS / The National Library of Medicine

ddp

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