Studie: Wie schädlich ist UV-Licht im Vergleich zu Infrarot- und sichtbaren Strahlen

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 26. Januar 2020, Lesezeit: 4 Minuten

UV-Licht vs. Infrarot- und sichtbaren Licht: Der Schaden, den sichtbares und infrarotes Licht der menschlichen Haut zufügen kann, wurde erstmals in neuen Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern der Universität Newcastle, Großbritannien, aufgezeigt.

Die schädlichen Auswirkungen der Sonneneinstrahlung sind gut dokumentiert und das Hauptziel von Sonnenschutzmitteln ist der Schutz der Haut vor gefährlicher ultravioletter Strahlung (UV-Licht).

Wissenschaftler der Universität Newcastle haben nun jedoch wissenschaftlich nachweisen können, dass UV-Strahlen nicht die einzige Strahlenart ist, die tief in die Haut eindringt, sondern das auch sichtbares und infrarotes Licht die Zellen der menschlichen Haut schädigen können.

Die Studie, die im FASEB Journal veröffentlicht wurde, zeigt, dass die tiefere Hautschicht durch UV-, sichtbares und infrarotes Licht geschädigt werden kann und dass es für das Anti-Aging vorteilhaft wäre, unsere Haut vor allen drei Faktoren zu schützen.

„Wir schützen uns vor ultravioletten Strahlen im Sonnenlicht, indem wir Sonnenschutzmittel verwenden, um Sonnenbrand, vorzeitige Alterung und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko zu verhindern. Doch neben UV enthält Sonnenlicht auch sichtbares und infrarotes Licht“, erklärt Mark Birch-Machin, Professor für Molekulare Dermatologie an der medizinischen Fakultät der Universität Newcastle und Leiter der Studie.

Es ist wichtig zu bedenken, dass sichtbares und infrarotes Licht auch zu den Schäden beitragen können, die unsere Haut durch die Sonne erleidet, und dass es vorteilhaft sein könnte, die Haut auch davor zu schützen, so der Forscher.

Zudem fanden die Forscher heraus, dass die Hautzellen nicht nur auf die einzelnen UV-, sichtbaren und Infrarot-Wellenlängen empfindlich reagieren, sondern auch auf deren Wechselwirkung im Sonnenlicht. Das bedeutet, dass jede für sich genommen problemlos wäre, aber in Kombination würde sich die Wirkung deutlich verstärken. Das sei ähnlich wie beim Boxen – der erste Schlag, das UV-Licht, richtet den größten Schaden an, und die kleineren Schläge, die zwei und drei, die durch das sichtbare und das infrarote Licht repräsentiert werden, lassen den Boxer zu Boden fallen.

Sichtbares und Infrarot Licht allein haben eine geringe Wirkung auf Hautschäden, aber ihre Wirkung wird drastisch erhöht, wenn zugleich auch UV-Strahlen vorhanden sind, so die Wissenschaftler.

Die Studie untersuchte, ob UV-, sichtbares und infrarotes Licht einer Solarlampe – die das natürliche Sonnenlicht nachahmt – einen Einfluss auf die Marker von Hautschäden in Hautzellen von erwachsenen Menschen hat.

Dabei stellte sich heraus, dass die Zellen der obersten Hautschicht (Keratinozyten) durch UV-Licht geschädigt wurden und durch „vollständiges“ Sonnenlicht, das UV-, sichtbares und infrarotes Licht enthält, nicht weiter geschädigt wurden.

Erwartungsgemäß wurden auch die Zellen der tiefer in der Haut liegenden Hautschicht (Fibroblasten) durch UV-Licht geschädigt, hatten aber im Gegensatz dazu eine größere Schädigung durch das gesamte Sonnenlichtspektrum. Diese Zellen wurden durch den Einschluss des sichtbaren und infraroten Lichts stärker geschädigt.

„Weitere Experimente zeigten, dass zwar jede dieser drei Lichtkomponenten für sich genommen Schäden verursachte, aber die Wirkung der Kombination in der Tiefe der Haut weitaus größer war“, erklärt Professor Birch-Machin.

Sichtbares und infrarotes Licht verursachen keinen Sonnenbrand und es ist nicht bekannt, dass sie direkt ein Hautkrebsrisiko darstellen.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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