Rote, juckende Augen: Was tun bei einer Bindehautentzündung

Eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis oder auch Conjunctivitis genannt) bezeichnet eine akute oder chronische Entzündung der Bindehaut (Tunica conjunctiva) des Auges und kann unterschiedliche Ursachen haben.

Welche Ursachen können eine Konjunktivitis hervorrufen?

Eine Bindehautentzündung entsteht nicht selten durch eine Infektion mit Erregern, wie zum Beispiel Pilze, Viren oder Bakterien. In diesen Fällen handelt es sich um eine ansteckende Entzündung der Bindehaut (Konjunktivitis). Sie kann aber auch durch Allergien oder äußerliche Reize ausgelöst werden. Meist verbessert sich eine einfache Bindehautentzündung innerhalb von ein paar Wochen.

Anzeichen und Symptome einer Bindehautentzündung

In der Regel sind bei einer Bindehautentzündung beide Augen betroffen und kann folgende Symptome auslösen: Die Augen sind blutunterlaufen, brennen und produzieren Eiter, der an den Wimpern klebt, Druckgefühl am Auge, geschwollene Bindehaut und/oder ein Fremdkörpergefühl, so als wäre Sand im Auge.

Behandlung: Was kam man bei einer Bindehautentzündung tun?

Eine einfache Bindehautentzündung heilt in der Regel folgenlos ab. Leicht eitrige bakterielle Entzündungen der Bindehaut können mit antibiotischen Tropfen behandelt werden. Bei einer starken Bildung von Eiter im Bereich der Augen kann außerdem eine Augensalbe zur Anwendung kommen.

Dauer einer Konjunktivitis

Einer Bindehautentzündung kann, in Abhängigkeit des Schweregrades und der jeweiligen Behandlung, nur wenige Tage, aber auch mehreren Wochen andauern. Häufig verstärken sich die symptomatischen Beschwerden in den ersten Tagen und klingen anschließend innerhalb eines Zeitraums von 10 bis 14 Tagen wieder ab. Dauer einer akuten Bindehautentzündung liegt bei bis zu einem Monat. Die Dauer einer chronischen Entzündung der Bindehaut beträgt typischerweise mehr als drei bis vier Wochen.

Bindehautentzündung und Kontaktlinsen

Kann man bei einer Konjunktivitis auch weiterhin sein Kontaktlinsen tragen? In diesem Fall sollten Sie umgehend einen Augenarzt aufsuchen und umgehend auf das Tragen von Kontaktlinsen verzichten und auf eine Brille umsteigen. Brillengläser schützen das Auge vor Fremdkörpern, während Kontaktlinsen das Auge zusätzlich reizen würden.

Bei dem Verdacht auf eine Bindehautentzündung sprechen Sie am besten mit einem Arzt über ihre Symptome und Beschwerden. Er kann Sie beraten und eine passende Behandlung Ihrer Beschwerden empfehlen.

Wann besteht ein erhöhtes Risiko, eine Bindehautentzündung zu bekommen?

Jeder Mensch kann eine Bindehautentzündung bekommen. Es ist eines der häufigsten Augenerkrankungen sowohl bei Babys und Kindern als auch bei Erwachsenen.

Die Wahrscheinlichkeit einer Bindehautentzündung ist größer, wenn man Kontaktlinsen trägt, oder mit jemandem in Kontakt kommt der eine Bindehautentzündung hat oder eine Person vor kurzem eine Atemwegsinfektion, wie Husten oder Erkältung hatte oder aber man mit etwas in Kontakt kommt, worauf mal allergisch ist/reagiert.

Falsche Behandlung und Diagnose bei Bindehautentzündung

Eine Studie hat ergeben, dass die meisten Menschen mit einer akuten Bindehautentzündung oder roten Augen falsch behandelt werden. Etwa 60 Prozent der Patienten werden antibiotische Augentropfen verschrieben, obwohl Antibiotika zur Behandlung einer gewöhnlichen Augeninfektion selten notwendig sind.

Etwa 20 Prozent davon erhielten antibiotisch-steroidalen Augentropfen, die die Infektion verlängern oder verschlimmern können. Die Studie wurde in Ophthalmology, der Zeitschrift der American Academy of Ophthalmology, online veröffentlicht.

Es ist die erste Studie, die den Einsatz von Antibiotika bei roten Augen ( Bindehautentzündung) in einem großen, breit gefächerten Segment untersucht hat. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit einem landesweiten Trend zum Missbrauch von Antibiotika bei gewöhnlichen viralen oder leichten bakteriellen Erkrankungen. Ein Trend, der die Kosten für Patienten und das Gesundheitssystem erhöht und möglicherweise die Antibiotikaresistenz fördert.

Forscher am Kellogg Eye Center der Universität Michigan haben Daten aus einem großen Managed-Care-Netzwerk in den Vereinigten Staaten ausgewertet. Sie ermittelten die Zahl der Patienten, die Antibiotika-Augentropfen gegen akute Bindehautentzündung verschrieben bekommen haben. Anschließend analysierten sie die Merkmale der Patienten, die ein Rezept ausgestellt bekamen, im Vergleich zu denjenigen, die kein Rezept erhielten. Von etwa 300.000 Patienten, bei denen über einen Zeitraum von 14 Jahren eine akute Bindehautentzündung diagnostiziert wurde, haben 58 Prozent ein Rezept für antibiotische Augentropfen ausgestellt bekommen.

Davon erhielten 20 Prozent der Patienten eine Verschreibung für eine Antibiotika-Steroid-Kombination. Antibiotika-Steroid-Tropfen sind für die meisten Patienten mit akuter Bindehautentzündung ungeeignet, da sie bestimmte Arten von Virusinfektionen verlängern oder verschlimmern können.

Noch beunruhigender ist die Feststellung der Wissenschaftler, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Rezept ausgestellt zu bekommen, mehr vom sozioökonomischen Status des Patienten abhängt als vom Risiko, eine ernstere Augeninfektion zu entwickeln. Beispielsweise bei Patienten, die Kontaktlinsen tragen und bei Patienten mit der Diagnose HIV/AIDS.

Es gibt drei Arten: virale, bakterielle und allergische Bindehautentzündung. Zur Behandlung einer akuten Bindehautentzündung sind selten Antibiotika notwendig. Die meisten Fälle werden durch Virusinfektionen oder Allergien verursacht und sprechen nicht auf Antibiotika an. Bei bakterieller Bindehautentzündung sind Antibiotika oft unnötig, da die meisten Fälle mild sind und ohne Behandlung innerhalb von 7 bis 14 Tagen von selbst abklingen würden, so die Wissenschaftler.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Behandlungsentscheidungen für Bindehautentzündung nicht auf der Grundlage von wissenschaftlichen Fakten getroffen werden, sondern oft vielmehr durch die Art des Arztes, der die Diagnose stellt sowie eher durch den sozioökonomischen Status des Patienten als durch medizinische Gründe bestimmt wird.

Die Autoren der Studie sind der Ansicht, dass es mehrere Gründe gibt, warum Antibiotika viel zu oft verschrieben werden. Es ist eine Herausforderung, eine bakterielle Bindehautentzündung von der viralen und allergischen Form zu unterscheiden. Alle drei Typen von Augenerkrankungen können überschneidende Merkmale aufweisen, wie z.B. ein rotes Auge, Reizungen und Lichtempfindlichkeit. Ein Arzt kann dazu neigen, auf Nummer sicher zu gehen und Antibiotika „vorsichtshalber“ verschreiben. Patienten sind sich oft der schädlichen Auswirkungen von Antibiotika nicht bewusst und glauben fälschlicherweise, dass Antibiotika notwendig sind, damit die Infektion abklingt.

Die American Academy of Ophthalmology hat für Mediziner einen Leitfaden zur Behandlung von Bindehautentzündungen herausgegeben. Die Akademie hält medizinische Fachkräfte an, die Verschreibung von Antibiotika bei viralen Erkrankungen zu vermeiden und die sofortige Behandlung zu verzögern, wenn die Ursache der Bindehautentzündung nicht bekannt ist.

Quelle: American Academy of Ophthalmology

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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