Akute Pankreatitis: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Krankheiten und Krankheitsbilder

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 5. Juli 2023, Lesezeit: 4 Minuten

Die akute Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) ist eine Erkrankung, bei der sich die Bauchspeicheldrüse des Betroffenen über einen kurzen Zeitraum entzündet.

Die Bauchspeicheldrüse ist ein kleines Organ, das hinter dem Magen liegt und bei der Verdauung hilft. Die meisten Menschen mit einer akuten Pankreatitis fühlen sich innerhalb einer Woche besser und haben keine weiteren Beschwerden.

Bei einigen Menschen mit einer schweren akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) können jedoch ernsthafte Komplikationen auftreten. Die akute Pankreatitis unterscheidet sich von der chronischen Pankreatitis, bei der die Bauchspeicheldrüse über viele Jahre hinweg durch Entzündungen dauerhaft geschädigt wird.

Symptome einer akuten Pankreatitis

Die häufigsten Symptome einer akuten Pankreatitis sind:

  • plötzlich starke Schmerzen im Oberbauch,
  • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,
  • Fieber,
  • Kreislaufprobleme,
  • Blähbauch (Meteorismus).

Ursachen der akuten Pankreatitis

Übermäßiger Alkoholgenuss und der Verschluss des gemeinsamen Endes des Bauchspeicheldrüsengangs und des Gallengangs durch wandernde Gallensteine sind die weitaus häufigsten Ursachen für eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Manchmal ist die Ursache jedoch unbekannt. Das Risiko einer akuten Pankreatitis lässt sich verringern, indem man seinen Alkoholkonsum einschränkt und seine Ernährungsgewohnheiten ändert, um die Wahrscheinlichkeit von Gallensteinen zu verringern.

Behandlung

Eine Behandlung der Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) selbst gibt es nicht – wohl aber eine Reihe von Maßnahmen, um die Bauchspeicheldrüse zu entlasten und die damit verbundenen Beschwerden zu lindern.

  • Die Behandlung der akuten Pankreatitis (akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse) zielt darauf ab, die Krankheit zu kontrollieren und die Symptome zu behandeln.

Dazu gehört in der Regel ein Krankenhausaufenthalt. Da eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse zu einem Flüssigkeitsmangel führen kann, wird dem Patienten zunächst über einen Tropf Flüssigkeit zugeführt. Möglicherweise erhalten Betroffene zudem Medikamente zur Schmerzlinderung, flüssige Nahrung über einen Schlauch im Bauch und Sauerstoff über eine sogenannte Nasensonde zur Anreicherung der Atemluft (Insufflation) mit Sauerstoff.

Bei den meisten Menschen mit einer akuten Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) bessert sich die Erkrankung innerhalb einer Woche so weit, dass sie nach einigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden können. In schweren Fällen kann die Genesung länger dauern, da bei manchen Menschen Komplikationen auftreten können.

  • Dauer: Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) heilt gewöhnlich innerhalb von 1 bis 2 Wochen ab.
  • In 80 Prozent der Fälle ist die Entzündung nach 1 bis 2 Wochen abgeheilt oder hat sich deutlich gebessert.

Wann kann man bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung wieder essen?

Ein striktes Fasten wird von Medizinern bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung inzwischen nicht mehr zur Behandlung empfohlen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass viele betroffene Patientinnen und Patienten wieder Nahrung zu sich nehmen können, sobald die Beschwerden nachgelassen haben und sie wieder Hunger verspüren. Das trifft auch auf Menschen zu, die ein erhöhtes Risiko für Komplikationen haben.

Häufig kann schon nach 1 bis 2 Tagen wieder feste Nahrung aufgenommen werden. Es empfiehlt sich jedoch, mit leicht verdaulicher und fettarmer Kost zu beginnen. Treten jedoch Übelkeit, Erbrechen oder andere Komplikationen wie ein Darmverschluss auf, sollte man auf feste Nahrung verzichten.

Quellen

ddp


Dieser Beitrag wurde auf der Grundlage wissenschaftlicher Fachliteratur und fundierter empirischer Studien und Quellen erstellt und in einem mehrstufigen Prozess überprüft.

Wichtiger Hinweis: Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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