Körperliche Depression frühzeitig erkennen

Krankheiten und Krankheitsbilder

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 13. April 2025, Lesezeit: 2 Minuten

Depression ist wie eine schwarze Wolke, die unseren Geist umhüllt und uns Antrieb, Hoffnung, Vertrauen und die Freude an den schönen Dingen des Lebens raubt. Wir wissen, dass Depressionen unsere Gedanken und Emotionen beeinflussen. Sie machen uns weniger optimistisch. Und wir konzentrieren uns mehr auf negative Erfahrungen und sind weniger an Dingen interessiert, die wir früher genossen haben. Unsere Gefühle und Gedanken verwirren sich immer mehr und wir glauben vielleicht, dass sich Depressionen vor allem in unserem Kopf abspielen. Aber stimmt das wirklich?

Schon seit Jahrzehnten sind Depressionen als immer häufiger auftretende und lähmende Krankheit ins das öffentliche Bewusstsein der Industrienationen gerückt. Depressionen sind meist nicht auf eine einzige Ursache oder einen einzigen Auslöser zurückführen. Es kann auch rein körperliche Faktoren geben wie zum Beispiel eine hormonelle Störung oder eine ererbte genetische Veranlagung, die ganz einfach zu einem erhöhten Risiko einer depressiven Erkrankung führen können.

Was jedoch noch nicht ausreichend bekannt ist, ist, in welchem weitreichend Umfang und auf welchen Ebenen Depressionen auch eine körperliche Krankheit sind. Nicht alle psychischen Erkrankungen spielen sich nur im Kopf ab. Sie können sich in der Tat auch in unserem Bauch, unserem Herzen, unserem Darm, unter unser Haut oder sogar auch in unseren Augen abspielen.

Depressionen können sich körperlich in ganz verschiedenen Formen äußern, nicht zuletzt in Form von manifesten körperlichen Veränderungen im Körper. Als Betroffene können wir uns die ganze Zeit lethargisch fühlen, unter anhaltenden Schlafstörungen, chronischen Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen oder Migräne) und ständiger Anspannung leiden.

Einige dieser körperlichen Ausdrucksformen der Depressionen können sich durch die sogenannten Spiegelneuronen in unserem Gehirn auf Angehörige und andere Menschen ein Stück weit übertragen.

Wichtig und weitgehend nach wie vor vollkommen unterschätzt sind die Depressionen, die sich nur körperlich äußern und noch viel zu oft lange Zeit als chronische Erkrankungen nur symptomatisch behandelt werden, bis die Diagnose dann Burnout heißt, wobei es sich nur um einen weiteren Begriff für Depression handelt.

Gerade auf die eher heimtückischen körperlichen Ausdrucksformen der Depression sollten wir in unserem eigenem Interesse, aber auch dem unserer Liebsten achten.

Mehr zum Thema Depression erkennen finden Sie hier: Anzeichen und Symptome einer Depression erkennen

Videobeitrag des SWR über Depressionen


KI-Gewebeuhr zeigt biologisches Organalter anhand histologischer Schnittbilder

KI-Gewebeuhren entschlüsseln, wie Organe altern und Spuren im Blut hinterlassen

Entdecken Sie die Erkenntnisse über biologische Alterung und Blutmarker durch KI-Gewebeuhren für chronische Erkrankungen....

Energieparadoxon im REM-Schlaf Blutfluss steigt, Neuronen-ATP sinkt

REM-Schlaf: Forscher entdecken Energieparadoxon im Gehirn

Studie zeigt, wie das Gehirn während des REM-Schlafs die Energieressourcen verwaltet und das Energieparadoxon erklärt....

Ältere Menschen beim täglichen Spaziergang in der Blue Zone Sardinien, Symbolbild für Bewegung und Gedächtnisgesundheit im Alter

Blue Zone: Bewegung senkt Gedächtnisbeschwerden im Alter

Untersuchung in der Blue Zone Sardinien belegt: Mehr Bewegung im Alltag kann Gedächtnisbeschwerden bei Senioren verringern....

Vertrauen in KI-Gesundheitsberatung im Vergleich zur menschlichen Pflegekraft

KI-Gesundheitsberatung: Warum Pflegekräfte mehr Vertrauen genießen

Warum genießen Pflegekräfte mehr Vertrauen? Erfahren Sie, wie menschliche Beratung über KI-Ratschläge gestellt wird....

Circadiane Uhr und Krebstherapie: Chronotherapie im Tagesverlauf

Circadiane Onkologie: Wie die innere Uhr Krebstherapien wirksamer machen könnte

Die innere Uhr beeinflusst Krebstherapien: Entdecken Sie, wie Circadiane Onkologie die Wirksamkeit verbessern könnte....