Roter, juckender Ausschlag: Was tun bei roter juckender Haut?

Gesundheitstipps

Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 8. September 2022

Hautentzündungen (Dermatitis): Die meisten Menschen hatten schon einmal einen Hautausschlag, sei es durch Windpocken oder giftigen Efeu und das Pflanzenöl Urushiol, oder etwas ganz anderes.

Ursachen für Hautausschlag

Was verursacht Dermatitis? Die Haut (Derma) wird oft als eine Art Barriere betrachtet – sie hält das Innere unseres Körpers innen und die Außenwelt außen vor.

Doch die Haut (Derma) besteht auch aus speziellen Zellen des Immunsystems. Diese Zellen schützen die Haut und den Körper vor Bakterien, Viren und anderen potenziellen Gefahren.

Immer dann, wenn diese Zellen eine verdächtige Substanz wahrnehmen, lösen sie eine Kettenreaktion in der Haut aus, die zu einer Entzündung führt. In der Medizin wird diese Reaktion als Dermatitis bezeichnet. Allgemein aber eher als Hautausschlag bekannt.

Für die verschiedenen Arten von Dermatitis gibt es jeweils unterschiedliche Behandlungsmethoden. In einigen Fällen reagieren die Immunzellen der Haut auf etwas, das die Haut direkt berührt.

In anderen Fällen entzündet sich das Immunsystem in der Haut aufgrund einer Infektion oder Krankheit, die den ganzen Körper betrifft.

Welche Anzeichen und Symptome?

Die Anzeichen und Symptome dieser verschiedenen Formen von Hautausschlägen überschneiden sich oft. Juckreiz ist ein gemeinsames Symptom für alle diese Entzündungsreaktionen.

Viele Hautausschläge sehen rötlich aus, sind schmerzhaft und reagieren gereizt. Bei einigen Typen von Hautausschlag können auch Blasen oder raue Hautstellen entstehen.

Während sich die meisten Hautausschläge relativ schnell zurückbilden, sind andere lang anhaltend und müssen über einen langen Zeitraum sorgfältig behandelt werden.

Ekzeme: trockener, roter, juckender Ausschlag

Ein Ekzem, auch atopische Dermatitis genannt, ist ein trockener, roter, juckender Hautausschlag, von dem bis zu einem Fünftel aller Säuglinge und Kleinkinder betroffen ist.

Der Ausschlag bessert sich oft mit der Zeit, kann aber auch bis ins Erwachsenenalter andauern oder erst später im Leben beginnen.

Bei dieser Erkrankung wird die wasserdichte Hautbarriere zwischen den Hautzellen (lipidreicher Zwischenzellbereich) schwach, wodurch Feuchtigkeit nach außen und zudem andere Substanzen nach innen gelangen können.

Deshalb müssen Menschen mit atopischer Dermatitis ihre Haut mit Feuchtigkeit versorgen und sie neigen eher zu Hautinfektionen.

Forscherinnen und Forscher haben inzwischen bestimmte Gene identifiziert, die an der Aufrechterhaltung der Hautbarriere beteiligt sind. Menschen mit bestimmten Varianten dieser Gene haben ein höheres Risiko, an atopischer Dermatitis zu erkranken.

Allergische Kontaktdermatitis

Bei einer Hautallergie oder allergischen Kontaktdermatitis entsteht ein roter, juckender Ausschlag, der manchmal mit kleinen Blasen oder Beulen einhergeht.

Ein solcher Ausschlag entsteht, wenn die Haut mit einem Allergen in Berührung kommt, einer normalerweise harmlosen Substanz, die das Immunsystem angreift.

Die Allergene lösen allergische Reaktionen aus. Sie können von bestimmten Seifen, Cremes und auch von Haustieren herrühren.

Das Immunsystem reagiert vielleicht nicht sofort, wenn es das erste Mal mit einem sogenannten Allergen in Berührung kommt.

Doch im Laufe der Zeit kann das menschliche Immunsystem empfindlich auf die Substanz reagieren. Die Folge ist, dass der nächste Kontakt zu einer Entzündung und einem allergischen Ausschlag führen kann.

Allergene: Nickel, Gifteiche und Giftefeu

Die am häufigsten auftretende Form der Dermatitis ist eine allergische Kontaktdermatitis gegen Nickel. Die Ursache dafür sind Ohrringe. Viele billige Ohrringe bestehen aus Nickel, und mit der Zeit kann durch das Tragen von Nickel-Ohrringen eine allergische Reaktion auf das Metall entstehen.

Weitere häufige Ursachen für allergische Dermatitis sind Gifteiche und Giftefeu. Die Stämme und Blätter dieser Pflanzen produzieren eine chemische Substanz, die Allergien auslösen kann.

Bei Berührung mit einer dieser Pflanzen sollte man seine Haut so schnell wie möglich waschen. Die chemische Substanz kann auch lange in der Kleidung verbleiben. Daher ist es wichtig, alle Kleidungsstücke oder Schuhe – und auch Haustiere – zu waschen, die mit diesen Pflanzen in Kontakt gekommen sind.

Behandlungsmöglichkeiten bei Hautausschlag

Was kann man gegen die unterschiedlichen Formen von Dermatitis tun?

Eine leichte allergische Kontaktdermatitis verschwindet normalerweise nach ein paar Tagen oder Wochen. Wenn der Ausschlag jedoch andauert, sich extrem unangenehm anfühlt oder im Gesicht auftritt, ist es unumgänglich, einen Arzt aufzusuchen.

Ärzte können Medikamente verschreiben, die die Immunreaktion der Haut abschwächen. Das lindert die Schwellung und den Juckreiz und schützt die Augen und das Gesicht.

Auch die Immunzellen der Haut (Derma) können Hautausschläge verursachen, wenn sie auf Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Viren reagieren.

Bakterielle und virale Infektionen im Körper können ebenfalls dazu führen, dass die Haut punktuell ausbricht. Bei Kindern kann das Windpockenvirus zum Beispiel juckende Flecken verursachen.

Noch Jahre später, bei älteren Erwachsenen, kann derselbe Virus als Gürtelrose wieder auftauchen und einen schmerzhaften Ausschlag und hohes Fieber verursachen.

Durch Impfungen können verschiedene Krankheiten, die einen Hautausschlag verursachen, verhindert werden, darunter Windpocken, Gürtelrose und Masern.

Außerdem können bestimmte Medikamente, darunter Antibiotika, juckende Hautausschläge verursachen. Bei einer Arzneimittelallergie kann ein Hautausschlag das erste Anzeichen einer ernsthaften Reaktion sein.

Wie bei anderen Allergien auch, kann es sein, dass eine Reaktion auf ein bestimmtes Arzneimittel nicht gleich bei der ersten Einnahme auftritt.

Vielmehr kann sie sich auch erst nach mehreren Anwendungen zeigen. Dennoch sind nicht alle Hautausschläge auf eine Allergie zurückzuführen.

Wenn sich nach der Einnahme eines neuen Medikaments juckende Stellen bilden, sollte man sich sofort an seinen Arzt wenden.

Die meisten Hautausschläge werden mit der Zeit besser, aber manche können ein Leben lang anhalten. Schuppenflechte (Psoriasis), eine Erkrankung, bei der sich Hautzellen zu dicken roten Flecken entwickeln, tritt häufig in Familien auf.

Schuppenflechte ist eine komplexe genetische Erbkrankheit, denn es gibt nicht nur ein Gen, das Schuppenflechte verursacht, sondern viele.

Andere langfristige Erkrankungen, die zu Ausschlägen führen können, sind Autoimmunkrankheiten wie Lupus und einige Formen von Krebs.

Wenn man einen juckenden oder schmerzhaften Ausschlag auf der Haut (Derma) bemerkt, sollte man nicht einfach in eine Drogerie gehen und irgendeine Creme kaufen, wenn die eigentliche Ursache des Hautausschlags nicht bekannt ist.

Die Cremes, die man kauft, sind bestenfalls wirkungslos, können aber im schlimmsten Fall Probleme verursachen, die den ursprünglichen Hautausschlag noch verschlimmern.

Da ein Hautausschlag durch eine Vielzahl von Ursachen hervorgerufen werden kann – Bakterien, Viren, Medikamente, Allergien, genetische Störungen und sogar Licht – ist es wichtig, herauszufinden, welche Art von Dermatitis vorliegt.

Quellen

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Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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