Gürtelrose: Für wen ist eine Impfung sinnvoll?

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Torsten Lorenz, aktualisiert am 22. Januar 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Für wen ist eine Impfung gegen Gürtelrose (Herpes zoster) mit einem rekombinanten Totimpfstoff (RZV) sinnvoll?

Die Empfehlungen für die Impfung mit einem rekombinanten Impfstoff gegen Zoster (RZV) zur Vorbeugung von Gürtelrose (Herpes zoster) und damit verbundenen Komplikationen bei immungeschwächten Erwachsenen ab 19 Jahren wurden aktualisiert.

Vorbeugung von Gürtelrose

Laut den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Centers for Disease Control and Prevention hat die US-Arzneimittelbehörde die Indikation für die Anwendung von rekombinanten Impfstoff gegen Zoster (RZV) zur Vorbeugung von Gürtelrose auf Erwachsene ab 18 Jahren ausgeweitet, die aufgrund von Immunschwäche oder Immunsuppression durch bekannte Erkrankungen oder Therapien ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Gürtelrose haben oder haben werden.

Für Erwachsene ab 19 Jahren, die aufgrund einer Erkrankung oder Therapie immunschwach oder immunsupprimiert sind oder sein werden, empfiehlt der beratende Ausschusses für Immunisierungspraktiken (ACIP) zwei Dosen RZV zur Vorbeugung von Gürtelrose (Herpes zoster) und damit verbundenen Komplikationen.

Wirksamkeit des Herpes-Zoster-Impfstoffs

RZV ist der erste Herpes-Zoster-Impfstoff, der für immungeschwächte Personen zugelassen ist und eine mäßige bis hohe Wirksamkeit sowie ein akzeptables Sicherheitsprofil aufweist.

Bei Gürtelrose (Herpes zoster) handelt es sich um einen schmerzhaften Hautausschlag, der in der Regel ein bis drei benachbarte Hautbereiche betrifft und auf eine Reaktivierung des latenten Varizella-Zoster-Virus zurückzuführen ist.

Häufigkeit von Gürtelrose

Die Häufigkeit von Gürtelrose (Herpes zoster) und der damit verbundenen Komplikationen (einschließlich der häufigsten Komplikation der postherpetischen Neuralgie) nimmt mit dem Alter zu. Das Risiko einer Erkrankung an Gürtelrose (Herpes zoster) und damit zusammenhängenden Komplikationen ist bei immungeschwächten im Vergleich zu immunkompetenten Erwachsenen im Allgemeinen höher.

Risiko bei jüngeren Erwachsenen

Das Risiko an Gürtelrose zu Erkranken kann bei jüngeren Erwachsenen mit bestimmten immunsupprimierten Erkrankungen vergleichbar oder höher sein als bei der allgemeinen erwachsenen Bevölkerung im Alter von über 50 Jahren.

Da Immunsuppression und Immunschwäche Gegenanzeigen für den bisher verfügbaren Impfstoff, den Zoster-Lebendimpfstoff, darstellten und RZV ursprünglich für immunkompetente Erwachsene im Alter von ≥ 50 Jahren empfohlen wurde, bestand ein bislang ungedeckter Bedarf an Impfungen gegen Gürtelrose (Herpes zoster) bei immungeschwächten Erwachsenen.

Die Empfehlungen wurden in der Ausgabe vom 21. Januar des Morbidity and Mortality Weekly Report der U.S. Centers for Disease Control and Prevention veröffentlicht.

Quellen

Centers for Disease Control and Prevention / Morbidity and Mortality Weekly Report / Anderson TC, Masters NB, Guo A, et al. Use of Recombinant Zoster Vaccine in Immunocompromised Adults Aged ≥19 Years: Recommendations of the Advisory Committee on Immunization Practices — United States, 2022. MMWR Morb Mortal Wkly Rep 2022;71:80–84.  DOI: http://dx.doi.org/10.15585/mmwr.mm7103a2

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