Studie: Welche Sonnencreme und Sonnenschutzmittel gegen Hautkrebs man nicht verwenden sollte

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Medizin Doc Redaktion, Beitrag vom 15. Dezember 2020

Hautkrebs vorbeugen – Welcher Sonnenschutz für die Haut?

Kanadische Dermatologen haben die neuesten Erkenntnisse und Richtlinien zur Verwendung von Sonnenschutzmitteln überprüft – von der Sicherheit und Wirksamkeit bis hin zu der Frage, wer Sonnencreme und andere Sonnenschutzmittel verwenden sollte und wie man sie richtig anwendet.

Der Studien-Überblick, der in dem Fachblatt CMAJ (Canadian Medical Association Journal) veröffentlicht wurde, empfiehlt, dass Menschen, die älter als sechs Monate sind, Sonnenschutzmittel zum Schutz vor Hautkrebs verwenden sollten.

Richtiger Sonnenschutz gegen Hautkrebs

Die meisten Hautkrebsarten entwickeln sich aufgrund von langfristiger Sonnenexposition. Sonnenschutzmittel wie zum Beispiel Sonnencreme verringern das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, indem sie die Sonnenstrahlung durch chemische oder physikalische Sonnenschutzfilter wie Titandioxid und Zinkoxid blockieren.

Die Belastung durch UV-Strahlung ist eine unmittelbare Gefahr und wird mit der Entwicklung von Hautkrebs in Verbindung gebracht, der in Deutschland weit verbreitet ist und weiter zunimmt. Laut Dr. Megan Sander, Dermatologin und klinische Dozentin an der Cumming School of Medicine, University of Calgary, Calgary und ihren Mitautoren hat sich gezeigt, dass Sonnencreme und andere Sonnenschutzmittel das Risiko für die Entwicklung von Melanomen und Nicht-Melanom-Hautkrebs verringern.

Die Forscher haben einige wichtige Erkenntnisse zu Sonnencreme und anderen Sonnenschutzmitteln im Zusammenhang mit der Entstehung von Hautkrebs zusammengefasst.

Hautkrebs vorbeugen

Erkenntnisse aus randomisierten kontrollierten Studien deuten darauf hin, dass Sonnencreme und andere Sonnenschutzmittel wirksam vor Hautkrebs und vorzeitiger Hautalterung schützen.

Bevölkerungsgruppen: Es mangelt an wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wirksamkeit von Sonnencreme und anderen Sonnenschutzmitteln bei Menschen mit dunklerer Haut. Die derzeitigen Erkenntnisse beschränken sich meist auf Personen mit weißer Haut, die eine höhere Häufigkeit von Hautkrebserkrankungen aufweisen.

Richtiger Sonnenschutz gegen Hautkrebs
Mit richtigen Sonnenschutz gegen Hautkrebs vorbeugen

Sonnenschutz für Säuglinge

Für Babys und Kleinkinder wird empfohlen, die Sonne zu meiden und Schutzkleidung zu tragen. Die Verwendung von Sonnenschutzmitteln wird nicht vor dem sechsten Lebensmonat empfohlen, da die Inhaltsstoffe von Sonnencreme und anderen Sonnenschutzmitteln systemisch aufgenommen werden können.

Lichtschutzfaktor

Sonnencreme und andere Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) von 30 oder höher werden in Creme- oder Lotionform empfohlen.

Sonnenschutzmittel zum Aufsprühen

Sonnencreme und andere Sonnenschutzmittel zum Aufsprühen werden nicht empfohlen, da sie sich verteilen können, entflammbar sind und ihre möglichen Auswirkungen beim Einatmen unbekannt sind.

Nebenwirkungen

Schädigungen: Einige Menschen können Hautreaktionen wie Kontaktdermatitis bekommen, insbesondere auf chemische Sonnencreme und andere Sonnenschutzmittel. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass diese Sonnenschutzmittel systemisch absorbiert werden können, obwohl die klinische Bedeutung der Absorption nicht bekannt ist.

Auswirkungen auf die Umwelt

Jüngste Studien weisen darauf hin, dass chemische Sonnenschutzmittel im Wasser und in Fischen nachgewiesen worden sind und zur Bleiche von Korallenriffen beitragen können. Sonnenschutzmittel sind nur ein Teil einer umfassenden Sonnenschutzstrategie.

Es ist wichtig, die Menschen zu beraten, wie sie UV-Strahlung vermeiden können, beispielsweise durch das Tragen von weit geschnittenen Hüten, Augenschutz (z. B. Sonnenbrillen mit UV-Schutz) und das Meiden von Sonnen-Licht (UV-Strahlung), wenn der UV-Index über 3 liegt (normalerweise von 11 bis 15 Uhr, April bis September), schreiben die Autoren.

Quelle

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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