Rezeptfreie Schmerzmittel erhöhen das Risiko für Tinnitus

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Dirk de Pol, aktualisiert am 16. Februar 2022, Lesezeit: 2 Minuten

Die Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln könnte das Risiko, an Ohrgeräuschen zu erkranken, um 20 Prozent erhöhen. Ein Forscherteam des Brigham and Women’s Hospital fand außerdem heraus, dass die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln wie zum Beispiel Aspirin bei Frauen unter 60 Jahren dieses Risiko ebenfalls erhöht.

Freiverkäufliche Schmerzmittel sind gängige Medikamente, die ohne Rezept erhältlich sind und im Allgemeinen als sicher gelten. Die Einnahme dieser Schmerzmittel über die empfohlene Dosis hinaus kann jedoch auch Schäden verursachen. Und auch wenn diese Schmerzmittel rezeptfrei sind, so kann ihre Einnahme dennoch Nebenwirkungen zur Folge haben.

Tinnitus ist weit verbreitet – jeder Zehnte leidet darunter -, und nur schwer zu behandeln. Tinnitus – genau wie auch Burnout – hat in den letzten Jahren durch höhere Arbeitsbelastung, Freizeitstress und mediale Reizüberflutung stark zugenommen.

Die meisten Menschen beschreiben Tinnitus dabei als ein Klingeln, das vom Hören eines Geräuschs herrührt, das eigentlich gar nicht vorhanden ist. Tinnitus kann vorübergehend sein, aber Millionen von Menschen weltweit leiden an einer chronischen Form.

Das Forscherteam untersuchte die Risikofaktoren, die zu Hörverlust und Tinnitus führen, bei 69.455 Frauen im Rahmen der Conservation of Hearing Study. Die Frauen waren zwischen 31 und 48 Jahre alt und ließen ihre Hörsymptome 20 Jahre lang verfolgen.

Auf der Grundlage der gewonnenen Ergebnisse ist es wichtig, rezeptfreie Medikamente mit Bedacht einzunehmen und ihren Gebrauch so weit wie möglich einzuschränken. Jede Änderung der Medikamenteneinnahme, ob verschreibungspflichtig oder nicht, sollte natürlich auch mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Die Studienergebnisse wurden im Journal of General Internal Medicine veröffentlicht.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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