Studie: E-Zigaretten mit krankheitsbedingten Veränderungen der Genregulation in Verbindung

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 25. November 2021

E-Zigaretten wurden seit ihrer Markteinführung als sichere Alternative zu Tabakzigaretten für erwachsene Raucher dargestellt.

Als die Wissenschaft anfing, das Gegenteil zu untermauern, fragten sich viele, ob das Rauchen immer noch für die schädlichen Auswirkungen verantwortlich sei, da die meisten Konsumenten von E-Zigaretten entweder „Doppelraucher“ sind, die auch Zigaretten rauchen, oder eine Vorgeschichte als Raucher haben.

Nun hat ein Forscherteam der Keck School of Medicine der USC nachgewiesen, dass der Konsum von E-Zigaretten – unabhängig von den Auswirkungen des früheren Rauchens – mit nachteiligen biologischen Veränderungen verbunden ist, die Krankheiten verursachen können.

Die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlichte Studie ergab, dass beim E-Zigaretten-Konsum (Dampfen) ein vergleichbares Muster von Veränderungen in der Genregulation auftritt wie bei Rauchern und Raucherinnen von herkömmlichen Zigaretten, obwohl die Veränderungen bei Rauchern und Raucherinnen stärker ausgeprägt sind.

Die vorliegende Studie von Forschenden der Keck School of Medicine der USC untersucht zum ersten Mal die biologischen Auswirkungen von E-Zigaretten bei erwachsenen Personen, die E-Zigaretten konsumieren, und berücksichtigt gleichzeitig ihre frühere Raucherexposition.

Die Studiendaten deuten laut Professor Ahmad Besaratinia von der Keck School of Medicine darauf hin, dass das Dampfen, ähnlich wie das Rauchen, mit einer Dysregulierung mitochondrialer Gene und einer Störung molekularer Bahnen verbunden ist, die an der Immunität und der Entzündungsreaktion beteiligt sind und die über Gesundheit und Krankheit entscheiden.

Auswirkungen des Dampfens spiegeln die des Rauchens wider: Bereits in früheren Forschungsarbeiten konnte Besaratinia und sein Team zeigen, dass E-Zigarettennutzer einige der gleichen krebsbedingten molekularen Veränderungen im Mundgewebe entwickeln wie Zigarettenraucher.

Die Forscher entdeckten auch, dass Konsumenten von E-Zigaretten dieselbe Art von krebsbedingten chemischen Veränderungen in ihrem Genom aufweisen wie Raucher.

In der vorliegenden Studie fanden sie heraus, dass mitochondriale Gene sowohl beim Dampfen als auch beim Rauchen bevorzugte Ziele der Gendysregulation sind. Es stellte sich auch heraus, dass bei Rauchern und Dampfern eine signifikante Dysregulierung von Genen für die Immunantwort vorliegt.

Laut Besaratinia sind die Studienergebnisse nicht nur neu und bedeutsam, sondern auch miteinander verknüpft, da es immer mehr Belege dafür gibt, dass Mitochondrien eine entscheidende Rolle bei Immunität und Entzündungen spielen.

Wenn Mitochondrien nicht mehr richtig funktionieren, setzen sie Schlüsselmoleküle frei. Die freigesetzten Moleküle können als Signale für das Immunsystem fungieren und eine Immunreaktion auslösen, die zu Entzündungen führt, die nicht nur für die Aufrechterhaltung der Gesundheit wichtig sind, sondern auch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung verschiedener Krankheiten wie Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen, Stoffwechselkrankheiten und Krebs spielen, so die Autoren der Studie.

Neben Ahmad Besaratinia sind Stella Tommasi, Niccolo Pabustan und Kimberly D. Siegmund von der Keck School of Medicine der USC sowie Meng Li und Yibu Chen vom USC Libraries Bioinformatics Service die weiteren Autoren der Studie.

Quellen: Keck School of Medicine der USC / Scientific Reports / Tommasi, S., Pabustan, N., Li, M. et al. A novel role for vaping in mitochondrial gene dysregulation and inflammation fundamental to disease development. Sci Rep 11, 22773 (2021). https://doi.org/10.1038/s41598-021-01965-1

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