Forschung: Vitamin D-Mangel kann Ursache für chronische Entzündungen sein

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 8. August 2022

Genanalyse: Neue Forschungsergebnisse von Wissenschaftlern in Australien zeigen, dass zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und hohen Entzündungswerten ein direkter Zusammenhang besteht.

Entzündungen und Heilungsprozess

Eine Entzündung ist ein wesentlicher Bestandteil des körpereigenen Heilungsprozesses. Wenn sie jedoch nicht abklingen, können sie zu einer Vielzahl komplexer Krankheitsbilder wie Diabetes Typ 2 (Zuckerkrankheit), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunkrankheiten beitragen.

Genanalyse: Höheres Risiko für chronische Krankheiten

Eine neue Studie der University of South Australia hat einen direkten Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und hohen Entzündungswerten nachgewiesen und damit einen wichtigen Biomarker zur Identifizierung von Menschen mit einem höheren Risiko für chronische Krankheiten mit einer entzündlichen Komponente geliefert.

Für die Studie wurden die genetischen Daten (DNS/DNA) von knapp 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der UK Biobank untersucht, um den Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem C-reaktiven Proteinspiegel, einem Indikator für Entzündungen, aufzuzeigen.

Laut Dr. Ang Zhou von der University of South Australia (UniSA), legen die Ergebnisse der Studie nahe, dass die Aufnahme von Vitamin D bei Menschen mit einem Vitamin-D-Mangel chronische Entzündungen reduzieren könnte.

Vitamin D und C-reaktive Proteine

Nach einer Verletzung oder einer Infektion schützt der Körper mit Hilfe von Entzündungen das Gewebe. Wenn der Körper unter chronischen Entzündungen leidet, weist er auch höhere Werte des C-reaktiven Proteins auf.

Die vorliegende wissenschaftliche Studie untersuchte die Verbindung zwischen Vitamin D und C-reaktiven Proteinen und fand einen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel und einem hohen C-reaktiven Proteinspiegel im Blut, der sich in einer Entzündung äußert.

Eine Steigerung des Vitamin-D-Spiegels bei Menschen mit einer Unterversorgung kann chronische Entzündungen reduzieren und damit eine Reihe von Krankheiten verhindern.

DieStudie weist auch darauf hin, dass eine ausreichende Vitamin-D-Konzentration die durch Übergewicht verursachten gesundheitlichen Folgeerkrankungen abmildern und das Risiko beziehungsweise den Schweregrad chronischer Erkrankungen mit einer entzündlichen Komponente, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch Diabetes und Autoimmunerkrankungen, verringern kann.

Nach Aussage Professorin Elina Hyppönen, der leitenden Forscherin und Direktorin des Australian Centre for Precision Health der UniSA, gibt es immer wieder Forschungsarbeiten, die belegen, dass eine Erhöhung der Vitamin-D-Konzentration bei Menschen mit sehr niedrigen Werten einen gesundheitlichen Nutzen hat, während bei anderen nur ein geringer oder gar kein Nutzen zu bestehen scheint.

Die vorliegenden Forschungsergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, einen klinischen Vitamin-D-Mangel zu vermeiden, und liefern weitere Belege für die weitreichenden Auswirkungen von Vitamin D, das auch als „Sonnenvitamin“ bezeichnet wird, auf den Hormonhaushalt.

Die vom National Health and Medical Research Council geförderte Studie wurde im International Journal of Epidemiology veröffentlicht.

Quellen

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