Photobiomodulation – Lichttherapie verbessert die Heilung von Hautschäden

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Torsten Lorenz, aktualisiert am 28. Januar 2022, Lesezeit: 4 Minuten

Photobiomodulation-Therapie zu Behandlung von Hautschäden und der Heilung von akuten und chronischen Wunden: Eine Studie unter Leitung der University at Buffalo in New York hat ergeben, dass eine Lichttherapie die Heilung von Hautschäden nach einer Strahlentherapie um bis zu 50 Prozent beschleunigen kann.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Photobiomodulation – eine Form der niedrig dosierten Lichttherapie – den Schweregrad von Hautschäden durch Radionekrose (den Abbau von Körpergewebe nach einer Strahlentherapie) verringert, Entzündungen reduziert, die Durchblutung verbessert sowie dazu beiträgt, dass Wunden bis zu 19 Tage schneller heilen.

Die im Fachblatt Photonics veröffentlichten Forschungsergebnisse schließen an frühere Untersuchungen zur Wirksamkeit der Lichttherapie bei der Verbesserung der Heilung von Verbrennungswunden und bei der Linderung von Schmerzen durch Mundschleimhaut-Entzündungen infolge von Strahlen- und Chemotherapie an.

Die Forschungsarbeiten wurden von Dr. Rodrigo Mosca geleitet, einem Gastwissenschaftler des Instituts für Kern- und Energieforschung (IPEN) und der Bundesuniversität von Rio de Janeiro, beide in Brasilien.

Laut Dr. Praveen Arany, Assistant Professor an der UB School of Dental Medicine ist dies die erste Studie über den erfolgreichen Einsatz der Photobiomodulationstherapie bei der Behandlung mit Brachytherapie.

Die Ergebnisse dieser Studie unterstützen den Übergang zu kontrollierten klinischen Studien am Menschen, um diese Therapie zur Behandlung der Nebenwirkungen von Strahlenkrebsbehandlungen einzusetzen.

Bei der Brachytherapie handelt es sich um eine Form der Strahlentherapie, bei der eine Strahlenquelle in das Krebsgewebe implantiert wird, wodurch das umliegende gesunde Gewebe einer geringeren Strahlendosis ausgesetzt wird als bei der Teletherapie, bei der ein Strahl durch die Haut auf den Tumor gerichtet wird.

Obwohl die Brachytherapie die Präzision und Sicherheit der Krebsbehandlung verbessert hat, sind Hautschäden immer noch eine unerwünschte Nebenwirkung.

Wie bei Brandwunden auch, kann die Radionekrose zu Entzündungen und Narbenbildung führen und den Blutfluss behindern. Zu den derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten gehören die routinemäßige Wundpflege, die Verabreichung von Schmerzmitteln und in einigen Fällen eine Operation.

Frühere Forschungsarbeiten von Dr. Praveen Arany ergaben, dass die Lichttherapie mittels Photobiomodulation die Heilung fördert, indem sie TGF-beta 1 aktiviert.

Bei TGF-beta 1 handelt es sich um ein Protein, das das Zellwachstum und die Zellteilung steuert, indem es verschiedene an der Heilung beteiligte Zellen stimuliert, darunter Fibroblasten (die wichtigsten Bindegewebszellen des Körpers, die eine wichtige Rolle bei der Gewebereparatur spielen) und Makrophagen (Immunzellen, die Entzündungen verringern, Zelltrümmer entfernen und Infektionen bekämpfen).

In der vorliegenden Forschungsarbeit, die an einem Tiermodell durchgeführt wurde, wurde die Wirksamkeit von Nahinfrarot- und rotem LED-Licht zur Verbesserung der Heilung von Hautschäden während einer Strahlentherapie untersucht.

Ohne eine Lichttherapie mittels Photobiomodulation brauchten die Wunden durchschnittlich 61 Tage, um zu heilen. Mit der Nah-Infrarot-Lichttherapie erfolgte die Heilung innerhalb von durchschnittlich 49 Tagen. Am schnellsten war die Heilung bei der Rotlichttherapie mit durchschnittlich 42 Tagen.

Den Studienautoren zufolge ist seit über 40 Jahren bekannt, dass eine Lichttherapie mittels Photobiomodulation die Heilung von akuten und chronischen Wunden beschleunigt, indem sie zelluläre Prozesse auslöst, die Entzündungen, Schmerzsignale sowie Geweberegeneration und -reparatur steuern.

Die Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die Auswirkungen einer Lichttherapie mittels Photobiomodulation nicht auf Tumorzellen erstrecken, was wahrscheinlich auf deren gestörte metabolische und regulatorische Signalübertragung zurückzuführen ist, erklärt Arany. Die vorliegenden Studienergebnisse wurden in dem wissenschaftlichen Fachblatt Photonics veröffentlicht.

Quellen: University at Buffalo / Photonics / Rodrigo Crespo Mosca et al, The Efficacy of Photobiomodulation Therapy in Improving Tissue Resilience and Healing of Radiation Skin Damage, Photonics (2021). DOI: 10.3390/photonics9010010

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