Giftige Weichmacher: Bundesamt verdächtigt Sonnenschutzmittel als Quelle

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Dirk de Pol, aktualisiert am 11. Februar 2024, Lesezeit: 3 Minuten

Das deutsche Bundesumweltamt hat Bedenken hinsichtlich des Vorhandenseins von giftigen Weichmachern, auch bekannt als „giftige Weichmacher“, in Sonnenschutzmitteln geäußert. Diese Enthüllung erfolgt, nachdem zahlreiche Urinproben in Deutschland hohe Mengen an schädlichen Weichmachern gezeigt haben. Die Behörde vermutet, dass diese Substanzen möglicherweise aus der Kosmetikindustrie stammen, insbesondere aus Sonnenschutzprodukten. In diesem Artikel werden wir uns mit den Details dieser Problematik befassen, die Gefahren dieser Weichmacher, ihre potenziellen Quellen und die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit untersuchen.

Die Gefahren von giftigen Weichmachern

Giftige Weichmacher, wissenschaftlich als Phthalate bekannt, werden häufig harten Kunststoffen zugesetzt, um sie flexibler und elastischer zu machen. Diese Substanzen finden sich in verschiedenen Produkten wie Folien, Lebensmittelverpackungen, Kosmetika, Sportartikeln und Spielzeug. Obwohl nicht alle Phthalate sofort giftig sind, wurden sie mit verschiedenen Gesundheitsproblemen wie Diabetes, Fettleibigkeit, Asthma und anderen Atemwegserkrankungen in Verbindung gebracht.

Der spezifische Weichmacher, der untersucht wird, ist Di-n-hexylphthalat (DnHexP). Studien an Tieren haben gezeigt, dass sein Metabolit, MnHexP, schädlich für die Fortpflanzungsorgane sein kann, insbesondere bei männlichen Föten. Darüber hinaus kann er das Risiko von Diabetes, Bluthochdruck und Fettleibigkeit bei Erwachsenen erhöhen. Obwohl die festgestellten Mengen an MnHexP möglicherweise nicht sofort schädlich sind, kann die kumulative Wirkung mehrerer Phthalate für die menschliche Gesundheit nachteilig sein.

Die vermutete Quelle: Sonnenschutzmittel

Das deutsche Bundesumweltamt hat einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein von MnHexP und Kosmetika, insbesondere Sonnenschutzmitteln, festgestellt. Es ist wichtig zu beachten, dass Sonnenschutzmittel eine wichtige Rolle beim Schutz unserer Haut vor schädlicher UV-Strahlung spielen und die Behörde nicht empfiehlt, deren Verwendung einzustellen. Die Untersuchung verdeutlicht jedoch die Notwendigkeit weiterer Forschung und regulatorischer Maßnahmen, um die Sicherheit dieser Produkte zu gewährleisten.

Sonnenschutz sicherstellen, ohne die Gesundheit zu gefährden

Während die Untersuchung noch im Gange ist, ist es wichtig, weiterhin Sonnenschutzmittel zu verwenden, um sich vor den Risiken von Hautkrebs und anderen sonnenbedingten Schäden zu schützen. Es wird jedoch empfohlen, Sonnenschutzmittel auszuwählen, die Sicherheit priorisieren und strenge Qualitätsstandards einhalten. Suchen Sie nach Produkten, die als „phthalatfrei“ oder „frei von Weichmachern“ gekennzeichnet sind, um die Exposition gegenüber potenziell schädlichen Substanzen zu minimieren.

Quellen

  1. Deutsche Umweltstudie zur Gesundheit, GerES VI (2023-2024), UBA, 2024.
  2. Neue Funde von Weichmacher im Kinderurin; LANUV, NRW, 2024.
  3. Umweltbundesamt hat Sonnenschutzmittel als Quelle für hohe Konzentration im Verdacht, DLF, 2024.

ddp


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Wichtiger Hinweis: Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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